Petrusbrüder, moderate Abspaltung der Piusbrüder, können sich nun wieder auf radikale Werte besinnen


Bedeutsamer Klimawechsel
Ein Gespräch mit dem Regens des Priesterseminars der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Von Katrin Krips-Schmidt/Die Tagespost

Kath.net

Wigratzbad (kath.net/DieTagespost) Die Priesterbruderschaft St. Petrus betreut 113 Diözesen in 16 Ländern auf vier Kontinenten, sie ist vor allem in Europa (in 64 Diözesen) sowie in Amerika (in 43 Diözesen) vertreten. Den Gottesdienst feiern ihre Priester an insgesamt 197 Messorten überall auf der Welt. Katrin Krips-Schmidt sprach mit dem Regens des Priesterseminars in Wigratzbad, Pater Franz Karl Banauch.

Die Tagespost: Wie würden Sie das besondere Charisma Ihrer Bruderschaft beschreiben? Was unterscheidet sie von anderen Gemeinschaften?

Pater Franz Karl Banauch: Wollte man das besondere Charisma der FSSP auf das Wesentliche zusammenfassen, so ist das die theozentrische Ausrichtung sowohl in der Liturgie als auch in Theologie und Pastoral.

Der erste Anstoß für den Aufbau der Priesterbruderschaft St. Pius X., der unsere Gründer ja anfangs ebenfalls angehörten, war das Festhalten an der überlieferten katholischen Lehre, eine Ausrichtung an den Prinzipien des heiligen Thomas von Aquin in der Theologie; die Frage nach der Liturgie gesellte sich erst in der Folge dazu. Im Vordergrund stand zunächst die angemessene Ausbildung zum Priester.

Wichtig ist es mir zu erkennen, dass diese beiden Dinge – auf Gott zentrierte Liturgie und Priesterausbildung – zusammengehören. Die auffälligste Eigenheit unserer Gemeinschaft ist zwar die Feier der überlieferten Liturgie – diese steht aber nicht isoliert im Raum. Vielmehr ist unsere Treue zu jenen liturgischen Schätzen, die nun seit dem Pontifikat Benedikt XVI. von vielen neu entdeckt werden, Konsequenz unserer Überzeugung, dass keines der Konzile der Kirchengeschichte eine neue Stunde Null mit sich gebracht hat, auch nicht das letzte Konzil.

Die Kontinuität in der Lehre vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu entdecken und zu unterstreichen, ist eine theologische Aufgabe, die noch keineswegs bewältigt ist, aber es kann in der Kirche keinen Bruch geben, durch den bisher Richtiges plötzlich falsch wird. Ebenso wenig kann eine Liturgie, die Generationen von Heiligen geprägt hat, von einem Tag auf den anderen zur Makulatur werden. Dem hat Summorum Pontificum nun Rechnung getragen.

weiterlesen

Wikipedia:

… Ähnlich der Priesterbruderschaft St. Pius X. vertritt die von Rom anerkannte Priesterbruderschaft St. Petrus einen konservativen Standpunkt, allerdings nicht in derselben Ausprägung. So wird das Zweite Vatikanische Konzil ohne Vorbehalt anerkannt, der in der Liturgiereform erneuerte Römische Ritus in seiner Fassung von 1970 akzeptiert und die in der Tradition Lefebvres stehende Kritik an von Mitgliedern der Bruderschaft als modernistisch betrachteten Strömungen soweit abgeschwächt, dass keinerlei Konfrontation mit Rom entsteht. Ein wichtiges Anliegen der Bruderschaft ist die Feier der sogen. Tridentinischen Messe in lateinischer Sprache nach der Messordnung Missale Romanum von 1962 …

2 Comments

  1. @Stefan Dewald: Da würde sich der Mond aber schütteln. 🙂

    Diese sektiererischen Ewiggestrigen sind eigentlich weniger gefährlich als unsere heimlichen Maulwürfe in den Fraktionen der Parteien und in der Regierung. Die ewigen Forderungen nach christlichen ethischen Werten nimmt überhand.

    Der Arbeitskreis für Laizismus in der SPD wurde aber kurzerhand und einstimmig ohne Diskussion abgewürgt. Diese Dinge machen mir wirklich Angst.

    Solange diese Piusler oder Petrusschwuchteln vom Innenminister nicht als Geheimpolizisten engagiert werden sind sie mir egal. Die sind im Kopf sowieso schon tot.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.