Merkel: Die Irrationale in der Politik


Für Angela Merkel ist das christliche Menschenbild der geeignete Ratgeber zur Lösung der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Probleme. Dies machte die Bundeskanzlerin am Freitag bei der Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) in Berlin deutlich. Bei der Neuwahl des Bundesvorstandes wurde der EAK- Bundesvorsitzende, der Parlamentarische Staatsekretär Thomas Rachel, mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

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Die Tagung stand unter dem Motto: „Unsere Schöpfungsverantwortung – Orientierung für eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik“. Merkel nahm das Thema zum Anlass, um den 67 Delegierten und etwa 300 Gästen ihre Position zur Energiewende zu erläutern und illustrierte dies am Beispiel der sozialen Marktwirtschaft. Das christliche Menschenbild gebe den Menschen Würde, beziehe aber auch die Verantwortung des Einzelnen ein, sagte sie. Auf diese Weise sei die soziale Marktwirtschaft zu einer Erfolgsgeschichte in Deutschland geworden. Die Bundeskanzlerin erinnerte: „Scheinbar unvereinbares konnte vereint werden, der Widerspruch von Kapital und Arbeit konnte so gelöst werden.“

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2 Comments

  1. Abgeshen davon, dass Frau Kanzlerin hier natürlich ihrer Klientel nach dem Mund faselt, ist ihre Geschichtsdarstellung interessant:

    Merkel nahm das Thema zum Anlass, um den 67 Delegierten und etwa 300 Gästen ihre Position zur Energiewende zu erläutern und illustrierte dies am Beispiel der sozialen Marktwirtschaft. Das christliche Menschenbild gebe den Menschen Würde, beziehe aber auch die Verantwortung des Einzelnen ein, sagte sie.

    Jaja, die Kirchen haben natürlich in der beginnenden Industrialisierung die Forderungen der Arbeiterschaft als legitim anerkannt, genau so wie sie im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit die Landbevölkerung vor der ausufernden Fronarbeit in Schutz genommen haben. Und natürlich war sie voller bebenden Entsetzens über die Zustände in den Kolonien der christlichen Herrscher…

    Gruß

    PS: Kleine Anekdote aus meiner Gegend: Die katholisch Kirche hat in der Region, aus der ich stamme, einiges an Weingütern. Als dort eine Eisenbahnlinie gebaut wurde hat sie verhindert, dass in einem der Orte, in dem sie am meisten Weinbesitz hatte, ein Bahnhof hinkam. Warum? Der hätte den Leuten die Gelegenheit gegeben, sich in die nächste Stadt zu begeben, um dort eine Arbeit zu finden, die etwas besser vergütet gewesen wäre….

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