Freitod – Das Recht zu sterben


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Das Ausbrechen aus der Logik des Lebens ist ein individueller Akt, der sich moralischen Geboten entzieht. Ein Streifzug durch die wechselvolle und sehr aktuelle Debatte rund um den Freitod.

Von Peter KampitsDie Presse

Der freie Tod ist eine hochindividuelle Sache, mit der der Mensch mit sich allein ist, vor der die Sozietät zu schweigen hat.“ Dieser Satz von Jean Améry aus dem Buch „Hand an sich legen“ offenbart nicht allein die Einsamkeit dessen, der den Freitod gewählt hat, sondern reißt auch jene Spannung auf, in der sich die Diskussion um den Freitod bewegt: Sind die Psychologie und Psychiatrie im Recht, wenn sie den Suizidanten ins Pathologische einordnen und diese Tat als „Abschluss einer krankhaften seelischen Entwicklung“ klassifizieren, wie dies der österreichische Psychiater Erwin Ringel einmal formuliert hat, oder aber ist die freie Entscheidung zum Suizid eines jener Menschenrechte, für die nicht nur Améry plädiert hat?

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1 Comment

  1. Hinter jedem Suizid steht eine individuelle Geschichte, ein oftmals unerträgliches Schicksal. Niemand wird sich aus Jux und Tollerei selbst töten. Jeder Mensch hat einerseits das Recht auf Hilfe, andererseits aber auch das Recht über sein Leben selbst zu entscheiden. Die Religionen allerdings ziehen es vor ihre Schäfchen so lange wie möglich zu quälen und im Bedarfsfall, nämlich wenn sie nicht wollen wie sie, selbst zu schlachten.

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