Mit Kreationismus den Glauben wissenschaftskompatibel machen


Es gebe zahlreiche gläubige Wissenschaftler, sagten die Referenten der Hauptkonferenz der Studiengemeinschaft "Wort und Wissen" Foto: CIAT International Center for Tropical Agriculture

Wie kann man Naturwissenschaften religiös kontaminieren?

Auf der Hauptkonferenz der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ am Wochenende ging es nicht nur um Naturwissenschaft, Schöpfung und Evolution, sondern auch um Wirtschaftsethik und den so genannten „neuen Atheismus“. Wissenschaft und Glaube schließen sich nicht aus, war eines der Fazite der Konferenz.

pro Medienmagazin

Etwa 100 Besucher konnte der erste Vorsitzende der Studiengemeinschaft, Henrik Ullrich, im christlichen Gästezentrum „Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd begrüßen. Der Althistoriker Jürgen Spieß, Leiter des Instituts für Glaube und Wissenschaft in Marburg, ging auf die Thesen der „neuen Atheisten“ ein, deren prominentester Vertreter der britische Biologe Richard Dawkins („Der Gotteswahn“) ist. „Die Behauptung von Dawkins, Wissenschaft und Glaube an Gott schlössen sich aus, ist eindeutig falsch“, so Spieß. „Es gab und gibt viele herausragende christliche Wissenschaftler.“ Spieß widersprach auch der Aussage, man könne die Frage, ob es einen Gott gibt, rein naturwissenschaftlich beantworten. „Das wäre nur dann möglich, wenn Gott Gegenstand unserer materiellen Welt wäre und mit rein naturwissenschaftlichen Mitteln erkannt werden könnte.“ Spieß betonte, dass der christliche Glaube nicht blind sei, wie Dawkins behaupte, sondern „auf historischen Belegen und persönlichen Erfahrungen“ beruhe. „Im Zentrum des christlichen Glaubens steht Jesus von Nazareth – sein Leben, seine Kreuzigung und seine Auferstehung. Darüber berichten vor allem die Evangelien im Neuen Testament.“

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1 Comment

  1. Wissenschaft und Glaube sind nicht veränderbare Gegensätze. Allein schon der Versuch, diese Gegensätze kompatibel zu machen, muß zwangsläufig scheitern. Es sei denn, man verwässert die Regeln der Beweisführung, indem man den Glauben als Beweiskriterium zuläßt. Das aber wäre dann gleichbedeutend mit dem Ende des modernen wissenschaftlichen Denkens und Forschens.

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