Ein Schwert reicht


Nikolaus Schneider, Quelle: wikipedia

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erklärt, wann Christen töten dürfen und was Martin Luther von Osama Bin Laden gehalten hätte. Und er erzählt die Geschichte von Jesus und dem Schwert

Von F. Friedeboldt, M. KamannWELT ONLINE

Welt am Sonntag: Herr Präses Schneider, Henryk M. Broder sah in der „Welt am Sonntag“ vom vergangenen Wochenende angesichts deutscher Reaktionen auf die Tötung Osama Bin Ladens „Szenen aus dem Tollhaus der Moral“. Er schrieb: „Allesversteher, die Selbstmordattentätern zugutehalten, dass sie gar nicht anders können, als sich in Zügen und Cafés in die Luft zu sprengen, ziehen plötzlich das Fünfte Gebot aus dem Kulturbeutel: ,Du sollst nicht töten!'“. Was sagen Sie zu dieser Polemik?

Nikolaus Schneider: Begnadet formuliert, aber inhaltlich total überzogen! Viele Äußerungen zur Tötung Bin Ladens drehten sich um die Rechtsstaatlichkeit des Vorgangs, um Alternativen zur Tötung und um das innenpolitische Kalkül in den USA. Solche Fragen darf und muss man stellen. Und natürlich kann ich keine Freude empfinden, wenn ein Mensch getötet wird.

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1 Comment

  1. Typisch Schneider. Er hängt sein Fähnchen wieder voll in den Wind. So ist Religion. Einfach aber raffiniert.

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