Französische Freidenker fordern Trennung von Staat und Kirche in allen europäischen Staaten


Quelle: diesseits.de

Presseschau: La Raison Mai/2011 erschienen
Das Magazin der Französischen Freidenker blickt auf das Lautsi-Urteil zurück und berichtet davon, wie amerkanische Sicherheitsunternehmen in Afghanistan die Taliban finanzieren

Von Thomas HummitzschDiesseits.de

In der Maiausgabe ihres Magazins blicken die Französischen Freidenker nochmals auf das Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes (EGMR) zurück. Der EGMR hatte Ende März in der Klage von Soile Lautsi gegen den italienischen Staat entschieden, dass Kreuze in italienischen Klassenzimmern kein Verstoß gegen die Menschenrechte darstellen. Die französischen Freidenker werten die EGMR-Entscheidung als klaren Erfolg der „klerikalen Regierungen“ und des Vatikans. Die Tatsache, dass der EGMR der Argumentation Italiens und der unterstützenden Staaten gefolgt sei und im Kreuz auch ein Zeichen der kulturellen europäischen Identität sehe, schaffe einen neuen juristischen Terminus, der den laizistischen Forderungen entgegenstehe. Diesem gelte es entgegenzuwirken, schreibt La Raison. Um ein „vatikanisches Europa“ zu verhindern, fordern die Autoren des Magazins die „Trennung von Staat und Kirche in allen Staaten.“

weiterlesen

2 Comments

  1. Auch deutsche Freidenker fordern ein laizistisches Europa. Noch besser ist die Forderung nach einer laizistischen Welt. Um dieses zu erreichen müsste man das Übel mit der Wurzel ausgraben. Nach dem heutigen Stand der Dinge ist das leider noch Utopie. Was bleibt ist die Hoffnung, denn alles hat seine Zeit und nichts in unserem Universum ist unvergänglich.

    Gefällt mir

  2. Vive la France ! Na, ja, zumindest der laizistische Teil der Franzosen. Der Kampf gegen den vatikaniotischen Alleinvertretungsanspruch muß europaübergreifend geführt werden. Das Ziel: Ein laizistisches Europa !

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.