Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Göring-Eckardt kündigt im Zuge des Kirchentags Straßenmission in Dresden an
[…]Göring-Eckardt: Wir erwarten weit über 110.000 Teilnehmer. Das sind deutlich mehr als bei vergangenen Kirchentagen. Etwa ein Drittel der Teilnehmer kommt aus dem Osten Deutschlands. Aus den mittelosteuropäischen Ländern kommen etwa 4.000, vor allem aus Polen, aus Tschechien und aus Ungarn … Wir haben Kirchentag in einer säkularen Region, in einem säkularen Umfeld. Ein Viertel der Dresdner Bevölkerung sind Christinen und Christen – evangelische und katholische zusammen. Deshalb wollen wir Religion und Spiritualität auf die Straße bringen. Auch ganz greifbar: Wir stellen Kirchenbänke auf öffentliche Plätze in Dresden und erklären, was es auf sich hat mit Pfingsten, mit Ostern, mit der Auferstehung. Und wir werden in den Gottesdiensten das Gefühl vermitteln, dass die Christen im Osten nicht allein sind – nicht zehn oder zwölf wie oft sonntags im Gottesdienst, sondern Hunderte, Tausende. Wir werden Spiritualität auch auf ganz verschiedene andere Weisen erleben – ob das Kirchenmusik ist oder moderne Konzerte, das Taizé-Gebet oder die Debatte um Religion und Fußball … Viele werden sehen, dass man leidenschaftlich Christ sein kann. Und einige werden sagen: Das ist so gut – da wollen wir dabei sein.[…]

Die SPD und ihre Christen
[…]Ein Arbeitskreis Christinnen und Christen der SPD-Saar hat seine Tätigkeit aufgenommen. Er wird geleitet von dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion im saarländischen Landtag, Ulrich Commerçon (Saarbrücken), und Max V. Limbacher (Kirkel/Saarpfalz). „Christen und Sozialdemokraten haben eine Menge gemeinsamer Anliegen“, sagte Commerçon gegenüber idea. Der bisher etwa 20 Personen umfassende Arbeitskreis wolle eine Brücke zwischen christlichem Glauben und sozialdemokratischer Verantwortung schlagen sowie Impulse in die politische Debatte einbringen, die über das Tagesgeschäft hinausgehen … In der SPD gibt es 25 regionale Arbeitskreise Christinnen und Christen. Neu gegründet wurde in diesem Monat auch der Arbeitskreis Thüringen. In Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bestehen solche Arbeitskreise bisher nicht.[…]

Studie: Nur 5% aller Urlauber besuchen Kirchen wegen spiritueller Erfahrungen
[…]Nach den Ergebnissen der Studie, für die 1.709 zufällig ausgewählte Bundesbürger am Telefon befragt wurden, kann sich jeder Dritte vorstellen, einmal Urlaub im Kloster zu machen. 67 Prozent der Befragten hatten bereits von Angeboten von Klöstern gehört, in denen Urlauber als zahlende Gäste übernachten können. Doch nur fünf Prozent gaben an, eine Urlaubsreise zu unternehmen, um religiöse oder spirituelle Erfahrungen zu machen. Dennoch könne ein Kirchenbesuch am Urlaubsort eine Brücke zum Glauben schlagen, sagte Professor Albrecht Steinecke von der Universität Paderborn: «Die Frage ist nur, wie man als Kirche damit umgeht.»[…]

B16-RatzeBene betet für seine abtrünigen Untertanen in China
[…]Benedikt XVI. hat vor einigen Jahren ein Apostolisches Schreiben an die Katholiken in China gerichtet, in dem er ausführlich auf ihre Schwierigkeiten eingeht. Den 24. Mai, Fest Unserer Lieben Frau von Sheshanest , hat er zum Weltgebetstag für die Kirche in China ausgerufen. Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und China sind in jüngster Zeit immer wieder durch illegale Bischofsweihen belastet worden, die ohne Zustimmung des Papstes vorgenommen wurden. Das Regime hat mehrfach vom Vatikan anerkannte Bischöfe gezwungen, an solchen illegalen Bischofsweihen mitzuwirken … Das Gebet könne „für sie und uns“ die Kraft erwirken, das Evangelium „in aller Offenheit und ohne Hindernis“ zu bezeugen, so Benedikt XVI. Er bete zusammen mit allen Katholiken in der Welt, dass Maria die Glaubensbrüder in China „immer mehr Christus gleichmacht“.[…]

Chinesen verarschen B16-RatzeBene richtig schön 😀
[…]Die Versuche des Vatikans, mit dem chinesischen Regime ein Auskommen zu finden, drohen mal wieder ins Leere zu laufen. Der Heilige Stuhl habe kein Recht, sich in die Auswahl und Weihe von Bischöfen in China einzumischen, sagte der Ehrenpräsident der regimenahen „Patriotischen Vereinigung“, Liu Bainian, an diesem Wochenende. Der „starke Mann“ der so genannten „offiziellen“ Kirche erklärte, Chinas Katholiken seien unabhängig vom Vatikan und wollten bei der Bestellung von Bischöfen keine Einmischung aus Rom … Das sagt der deutsche Auslandsbischof Heiner Koch, der in den letzten Tagen einen Besuch in Peking, Shanghai und Hongkong gemacht hat. Er sei in der chinesischen Hauptstadt auf „etwas ängstliche“ chinesische Katholiken gestoßen … erschien in der lokalen Zeitung „Wen Wei Po“ ein Aufsatz des „offiziellen“ Bischofs Fang Xingyao, Präsident der regimenahen „Patriotischen Vereinigung“. Der Aufsatz kündigt für die nächste Zeit die Weihe von elf neuen Bischöfen an – und von einer Zustimmung aus Rom für die Kandidaten ist in dem Aufsatz keine Rede. Nur auf das Plazet der „offiziellen“ Bischofskonferenz werde noch gewartet, dann würden die Bischofsweihen vorgenommen. Weihen, die aus Vatikansicht illegitim sind[…]

Kärntner Bischof und serbischer Patriarch:
[…]Schwarz und Hocevar standen am Dienstagabend in der Belgrader Franziskanerkirche einem Gottesdienst im Gedenken an den seliggesprochenen Papst Johannes Paul II. vor. In seiner Predigt würdigte der Kärntner Bischof die Sorge Johannes Pauls II. um die Spiritualität und die Einheit Europas. „Wir haben ein reiches christliches Erbe, das wir auch nachfolgenden Generationen weiter geben müssen“, erklärte Schwarz, der dem Glauben der Christen in Serbien „Anerkennung für ihre Treue und ihr Zeugnis“ zollte. Ein großer Teil Europas sei heute leider in „großer Gefahr, sein christliches Gedächtnis zu verlieren“, sagte der Bischof. Es sei vielerorts „leichter, bekennender Agnostiker als bekennender Christ“ zu sein. Für die Ökumene habe der seliggesprochene Papst mit den Kirchen des Ostens „einen Austausch der Herzen und der Gaben“ ersehnt und das Bild von den beiden Lungenflügeln des Ostens und des Westens geprägt, die sich ergänzen sollten.[…]

Österreich: Rolle der Medien bei Glaubensvermittlung wächst
[…]Kirchliche und säkulare Medien haben eine immer wichtigere Funktion bei der Vermittlung des christlichen Glaubens. Darauf hat der neue Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, hingewiesen. „Menschen, die keine authentische Vermittlung des Glaubens und des Christlichen mehr erhalten – zum Beispiel durch Eltern oder Priester, wie es früher üblich war – erfahren davon durch die Medien“, betonte der Pressesprecher von Kardinal Christoph Schönborn in einem Interview mit dem Internetportal „www.erzdioezese-wien.at“. Prüller, der zuvor stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“ war, ist seit 16. Mai als Nachfolger von Erich Leitenberger für die Kommunikationsagenden in der größten österreichischen Diözese verantwortlich[…]

Ohne Kleriker-Worte geht in der Politik gar nichts mehr
[…]Er gehe das Amt mit Demut an, sagte Beck vor Beginn der Sitzung. Es sei nun bereits seine fünfte Wiederwahl und er sei „mit jedem Mal nachdenklicher geworden“, sagte der 62-Jährige beim Verlassen der Kirche St. Peter, wo ein großer Teil der 101 Abgeordneten vor der Sitzung an einem ökumenischen Gottesdienst teilgenommen hatte, darunter neben Beck auch die künftige stellvertretende Ministerpräsidentin Eveline Lemke (Grüne). In dem Gottesdienst hatte der Mainzer Kardinal Karl Lehmann die Abgeordneten gemahnt, sich in der politischen Auseinandersetzung nicht in einem rein taktischen Spiel zu erschöpfen und den politischen Gegner nicht als Feind zu betrachten. Vielmehr sollten die Abgeordneten immer daran denken, „dass die endgültige Wahrheit nie nur auf einer Seite liegt“, sagte Lehmann. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, wünschte den Parlamentariern „bei allem Ringen eine von Gottes Segen geprägte Handschrift“[…]

Pierre Vogel weiter auf Islamisten-Mission
[…]Der umstrittene radikal-islamische Prediger Pierre Vogel will am 29. Mai in Höhr-Grenzhausen im Westerwald predigen. Wie die „Rhein-Zeitung“ berichtet, bestätigten Polizei und Hallenpächter die geplante Veranstaltung … Nach Angaben der „Rhein-Zeitung“ beraten das rheinland-pfälzische Innenministerium, die Kreisverwaltung und die Polizei derzeit noch über das weitere Vorgehen. In einer gemeinsamen Stellungnahme wandten sich dem Bericht zufolge die Hodschas der islamischen Gemeinden der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen sowie die evangelische und die katholische Kirche gegen die geplante Kundgebung des Predigers. Bürger kündigten eine Demonstration gegen das Treffen an.[…]

Gottes Segen für einen NPD-Politiker?
[…]Die kirchliche Andacht zur Goldenen Hochzeit des NPD-Politikers Peter Brinkmann sorgt in Ahlerstedt bei Stade für Diskussionen. Darf ein Pastor einen als rechtsextrem geltenden Politiker segnen? Der evangelische Gemeindepastor Detlef Beneke verteidigte die geplante Feier: „Die Kirche muss zwischen Person und Sache trennen“ … Deshalb könne er schon aus kirchenrechtlichen Gründen den Wunsch nach einer Andacht nicht ablehnen. „Das heißt nie und nimmer, dass ich die Politik der NPD gutheiße“, betonte Beneke. Auch Neukirch distanziert sich von der rechten Partei. Die Landeskirche verurteile alle rassistischen, revisionistischen und antisemitischen Aussagen der NPD. „Wir freuen uns jedoch über jeden Menschen, der dem Wort Gottes zuhört.“[…]

1 Comment

  1. Deshalb wollen wir Religion und Spiritualität auf die Straße bringen.

    Ich renne seit ein paar Tagen an Ankündigungen eines ‚Erlebnisses der besonderen Art‘ vorbei: Gottesdienst irgendeiner Freikirche. Stört mich im Prinzip nicht, bis mir das Schlagwort ‚Heilgebete für Kranke‘ in’s Auge sprang. Spontaner Gedanke dazu: Denen will ich einfach mal richtig in die Fresse schlagen. NB: Das wäre das erste Mal in meinem Leben, dass ich jemandem in die Fresse schlagen würde. Aber die haben es verdient. Könnten es ja mit einem ‚Heilgebet‘ wieder heile machen.

    Wie können die es mit ihrem Gewissen vereinbaren, ernsthaft Kranke auf dumme Gedanken zu bringen? Die sich dann am Ende wahrscheinlich noch anhören dürfen: „Wenn Du nur fest genug glaubst…..“. Und wenn’s dann eben nicht klappt, dann hat man eben nicht fest genug geglaubt. Also selber Schuld. Ich frage mich, wie so ein Apologet solcher ‚Heilgebete‘ mit dem logischen Problem umgeht: Warum um Heilung beten, wenn der ‚liebe‘ Gott es doch gar nicht erst hätte schicken müssen? Oder machen die dann alle auf Hiob für Arme?

    Gruß

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