Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Der nächste liberale Kleriker ist reif … Erzbischof von Barcelona
[…]Schon länger ist bekannt, dass Sistach sowie einige andere katalonische Bischöfe entgegen der vatikanischen Vorgaben ihren Diözesen erlauben, mit Krankenhäusern zusammenzuarbeiten, welche Abtreibungen und Sterilisationen durchführen und die sogenannte „Pille danach“ verabreichen, welche gezielt frühabtreibend wirkt. Kardinal Sistach war außerdem erst vor wenigen Wochen heftig kritisiert worden, weil er seinen Diözesanpriester Manel Pousa nicht bestraft hatte. Pousa hatte zuvor zugegeben, die Abtreibung bei mindestens zwei jungen Frauen finanziell unterstützt zu haben, außerdem hatte er homosexuelle „Trauungen“ durchgeführt und sich gegen das Zölibat der Priester geäußert.[…]

Wir brauchen unbedingt wieder Politiker wie Helmut Schmidt:
[…] In seinen Texten zeigt er die Gefahren auf, die er in politisierten Religionen und deren Absolutheitsansprüchen sieht, und kritisiert dabei besonders das Christentum. „Ich habe Gläubige Zeit meines Lebens immer respektiert, gleich welcher Religion sie anhängen“, schreibt Schmidt. „Aber ebenso habe ich religiöse Toleranz immer für unerlässlich gehalten. Deshalb habe ich die christliche Mission gegenüber Andersgläubigen stets als Verstoß gegen die Menschlichkeit empfunden“ … Wer behaupte, allein seine eigene Religion sei von Gott offenbart und gesegnet, der sei „ein böser Mitmensch“, weil er gegen die Freiheit und Würde Andersgläubiger verstoße. Vereinzelt geht der Altkanzler auch auf Islam und Islamismus ein und rät: „Der Westen – und hier würde ich ausdrücklich den Vatikan einschließen – scheint insgesamt gut beraten, eine herablassende, überhebliche Haltung gegenüber dem Islam sorgsam zu vermeiden. “ … „Für meine Frau Loki und für mich war die Kirchenmusik immer wichtiger als die Kirche“, gibt der frühere Bundeskanzler freimütig zu. „Aber auch wenn unsere Skepsis gegenüber vielen Glaubensinhalten und unsere Ablehnung aller dogmatischer Lehren im Laufe der Jahre stetig zugenommen haben, so habe ich mich doch immer noch als Christ empfunden.“[…]

Wahre Worte eines bekennenden Katholiken
[…] Alois Glück, Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und langjähriger CSU-Politiker, hat sich zum Thema ‚Frau in der Kirche’ geäußert: Die heutige Gesellschaft schätze die Frau mehr als die katholische Kirche, die ihnen Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung noch immer vorenthalte[…]

Mission, Mission und nochmal Mission
[…] Nach Ansicht des Generalsekretärs des CVJM-Gesamtverbands, Roland Werner (Kassel), muss das Ziel sein, die Bevölkerung mit der Kernbotschaft des Evangeliums zu durchdringen. Dabei spielten die Medien eine wesentliche Rolle. Werner: „Alle sollten wissen, was Christen glauben.“ Bisweilen seien die Glaubensinhalte von Muslimen besser bekannt. Soziale Internet-Netzwerke wie Facebook könnten neue christliche Gemeinschaften hervorbringen, so Werner. Die Gemeinden sollten vor allem die geistliche Kompetenz stärken und „gesunde Lehre“ verbreiten. Die Auseinandersetzung mit dem „kämpferischen Atheismus“ werde stärker, aber damit werde auch das Christentum profilierter.
Migranten sind ein „Geschenk Gottes“Als Folge des Wachstums des Christentums vor allem in Afrika und Asien werden nach Werners Überzeugung Migrantengemeinden auch in Deutschland eine immer größere Rolle für die Verbreitung der christlichen Botschaft spielen. Dies sei ein „Geschenk Gottes“, so Werner[…]

Selbsttest im Internet für Schulabgänger zum Theologiestudium
[…]Die Abteilung für Evangelische Theologie an der Leibniz Universität Hannover stellt Interessierten darin Fragen zur Studienmotivation und gibt einen ersten Überblick über die Lerngebiete, teilte die Universität am Mittwoch mit. Die Teilnehmer sollen unter anderem Verständnisfragen zu theologischen Texten beantworten. Sie bleiben anonym und erhalten am Ende ein ausführliches Feedback. In dem rund halbstündigen Test geht es im einzelnen um Fragen der Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte, Systematischen Theologie und Religionspädagogik[…]

Keine Sharia in Australien
[…]Robert McClelland, der oberste Rechtsberater (Attorney General) der australischen Regierung, hat eine Anfrage nach teilweiser Einführung der Sharia (muslimisches Recht) zurückgewiesen. „In der australischen Gesellschaft hat das Sharia-Recht keinen Platz. Die Regierung weist alle Vorschläge, es einzuführen, streng zurück“[…]

Bund der Deutschen Katholischen Jugend unter Beschuss
[…]Der Chef des BDKJ plant einen Thesenanschlag zu Kirchenreformen und möchte seine antirömischen Vorschläge zu „Reformen in der Kirche“ jetzt der „Weltkirche“ verkaufen. Diese dürfte allerdings ganz andere Sorgen haben, wie Blogger feststellen[…]

Lieberknecht will B16-RatzeBene über Ökumene aufklären 😀
[…]Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht will Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch ihre theologische Examensarbeit überreichen. Schon vor vielen Jahren habe sie in der Abhandlung im Fach Ökumene deutlich gemacht, „wie nahe die Kirchen theologisch eigentlich beieinander sind“, so die frühere evangelische Pfarrerin. In ihrer Arbeit habe sie über den Dialog der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Kirche zum Thema Rechtfertigung geschrieben, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Erfurt[…]

Missbrauch: Kirche lehnt weitere Untersuchungen ab
[…]Nach dem sexuellen Missbrauch durch einen ehemaligen Ahrensburger Pastor hat die Nordelbische Kirche gestern „Versagen auf vielen Ebenen“ eingestanden. Zu weiterreichenden personellen Konsequenzen aber konnte sich die Kirche nicht durchringen. Die Taten des Ahrensburger Pastors Gert-Dietrich K. seien strafrechtlich verjährt.
Ein Disziplinarverfahren gegen die damals verantwortliche Pröpstin Heide Emse einzuleiten, wie vom eingeschalteten Gutachter gefordert, wolle man nicht, sagte Bischof Gerhard Ulrich als Vorsitzender der Kirchenleitung in Kiel. „Hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte“ dafür, dass die damals zuständige Pröpstin die Taten von K. verschleiert hätte, lägen nicht vor. Emse hatte seinerzeit energisch eine Versetzung von K. betrieben. Eine örtliche Opfer-Initiative zeigte sich tief enttäuscht von der Reaktion der Kirche[…]

Interview mit Göring-Eckardt:
[…]Die Ostdeutschen glauben kaum noch an Gott, dafür werden aber die christlichen Werte hochgehalten: Wie ist das bitte zu entschlüsseln? Es zeigt, dass die Werte, die Christen wichtig sind, universell sind und in die Welt hinaus strahlen. Darüber hinaus ist es offensichtlich, dass das Bewusstsein für Solidarität, Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Ostdeutschland wichtig ist. Für die Kirchen, heißt das jetzt, dass sie daran anknüpfen können. Warum schwindet der Einfluss der Kirchen auf die Gesellschaft? Laut Umfrage halten die 44 Prozent der Befragten den Einfluss für genau richtig. Im Osten waren das demnach mehr Menschen, als es überhaupt Kirchenmitglieder gibt. Insofern hat diese Frage zwei Aspekte – nämlich nicht nur, hat die Kirche einen Einfluss, sondern: wird man auch gehört? Genau da müssen wir uns noch mehr anstrengen … Die großen Kirchen betreiben in Deutschland keine aktive Missionierung. Wie kann man den Gottesglauben dennoch wieder stärken? Da geht es in erster Linie darum, was wir vorleben, was uns wichtig ist. Dazu passt auch das Motto des Kirchentages in Dresden: „…da wird auch dein Herz sein“. Und da geht es um nichts anderes, als das, was dir am Herzen liegt. Auf der anderen Seite heißt das ganz konkret, dass Christen im Alltag auch stärker in Erscheinung treten sollten.[…]

Neu gewählter rheinland-pfälzischer Landtag und das wichtigste ist der Glaube
[…]Drei Kabinettsmitglieder, die neue Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sowie Finanzminister Carsten Kühl und Justizminister Jochen Hartloff (beide SPD) verzichteten dabei auf die religiöse Abschlussformel. Alle anderen Mitglieder der Regierung beendeten ihren Amtseid mit den Worten „so wahr mir Gott helfe“ … In der künftigen rheinland-pfälzischen Landesregierung bilden katholische Christen die Mehrheit, zur genauen Verteilung der Konfessionen konnte die Staatskanzlei am Mittwoch allerdings kurzfristig keine Angaben machen. Neben Ministerpräsident Beck sind auch Bildungsministerin Doris Ahnen, Sozialministerin Malu Dreyer und der neue Innenminister Roger Lewentz (alle SPD) sowie Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) katholisch[…]