Obsessive Feindbilder


Die Anhänger des Religionsgelehrten Fethullah Gülen gründen weltweit Schulen - auch in Deutschland. Foto: LionStyle/Wikipedia

„Die Welt“ hat in ihrer Samstagsausgabe ausführlich über das Dialog-Gymnasium, eine Privatschule des „Türkisch-Deutschen Akademischen Bundes“, berichtet. Die Zeitung macht dabei auf Verbindungen der Schule mit dem umstrittenen türkischen Religionsgelehrten Fethullah Gülen aufmerksam.

pro Medienmagazin

Alp Sarac ist ehrenamtlicher Geschäftsführer der 2007 gegründeten Schule im Kölner Stadtteil Buchheim. Zum Schuljahr 2012/2013 soll neben dem Gymnasium eine Realschule mit Theater- und Turnhalle sowie einer Cafeteria entstehen. 17,5 Millionen Euro werden dafür gebraucht, allein drei Millionen Euro davon bringt ein Förderverein auf, der in Köln auf 600 feste Spender zurückgreifen kann.

Saracs Ziel ist ein „privates Schulzentrum“. „Als Schule wollen wir ein Teil des gesellschaftlichen Lebens vor Ort sein“, sagte er der „Welt“. Auf dem Weg dahin habe er immer wieder Zweifel bei Kommunalpolitikern ausräumen müssen. Sarac ist Vorsitzender des Trägervereins der Schule, des „Türkisch-Deutschen Akademischen Bundes e.V.“, aber auch Anhänger der Bewegung des türkischen Religionsgelehrten Fethullah Gülen. Der 1941 in der Türkei geborene und heute in den USA lebende Wanderprediger habe in den vergangenen Jahren in der islamischen Welt Aufsehen durch „bedeutende Versöhnungsgesten“ erregt, so habe er beispielsweise Papst Johannes Paul II. die Hand geschüttelt.

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