Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Diktator B16-RatzeBene hat nun ein ganzes Kloster abgeschossen
[…]Die Zisterzienserabtei Santa Croce di Gerusalemme von Rom ist aufgehoben. Alle 30 Mönche müssen innerhalb von zwei Monaten Rom verlassen und sich in andere Zisterzienserklöster Italiens zurückziehen … Die Vorwürfe sind vielfältig und entsprechend schwer ist es, Fakten von Spekulation zu unterscheiden. Genannt werden an erster Stelle schwerwiegende liturgische Mißbräuche durch Mönche. In dieses Kapitel fällt auch der Tanz einer Ordensfrau, Anna Nobili, einer ehemaligen Lap Dance- und Funky-Tänzerin, die viele Jahre lang in den bekanntesten Nachtclubs Mailands als Tabledance-Interpretin gefragt war. Der von ihr kreierte „Holy Dance“, bei dem sie sich vor dem Altar der Basilika wälzte, wurde als „unpassend“ kritisiert. Nicht der Tanz selbst, den sie Gott widmete, sondern der Ort, einer Kirche, an dem sie ihn im Rahmen der Aktion „Die Bibel Tag und Nacht“ zum Besten gab. Ein internes Schreiben des Heiligen Stuhls spricht aber auch von „Problemen in der Lebensführung der Gemeinschaft“. Manche sprechen von „nicht ganz orthodoxen“ Freundschaften zwischen einigen der Mönche, „was viel und nichts bedeuten“ könne, wie der Vatikanist Paolo Rodari schreibt … Die Zisterzienserabtei Santa Croce di Gerusalemme gibt es nicht mehr. Ob je wieder Zisterzienser die Wächter der Kreuzesreliquien sein werden, wie sie es fast ein halbes Jahrtausend lang waren, läßt sich noch nicht sagen. Auf zahlreichen katholischen Blogs wird weniger das konkrete Ereignis behandelt, als vielmehr die Hoffnung geäußert, daß der Heilige Stuhl nach der Amtsenthebung des australischen Bischofs William Morris von Toowoomba und der Aufhebung der prestigeträchtigen römischen Zisterzienserabtei „endlich“ für mehr Kirchendisziplin sorgen könnte. Tatsächlich löste die Entlassung des „liberalen“ Bischofs in Australien in katholischen Kreisen Frankreichs heftige Diskussionen aus. Selbst in bischofsnahen Kreisen scheint dabei eine gewisse Nervosität unüberhörbar.[…]

Auch der Direktor von der Gebetsstätte Wigratzbad wurde völlig unerwartet abgeschossen, Gründe dafür sind reine Makulatur, nur der folgende passt zur momentanen Radikalisierung. Den Artikel sollte man lesen
[…]Am 24. März 2011 berichtete die AZ: „Die Diözese beschäftigt sich nicht nur mit dem Buch und den Legenden, die sich um die Historie von Wigratzbad ranken. Sie wirft auch seit Jahren immer wieder einen aufmerksamen Blick auf die dort gepflegten liturgischen Formen. Ein Augsburger Theologe nennt als Beispiel die Krankensegnung. In Wigratzbad werden dabei mehrere Monstranzen eingesetzt. Das sei aus katholischer Sicht fragwürdig, erklärt Diözesansprecher Markus Kremser: ‚Jesus ist im Allerheiligsten präsent. Wenn mehrere Monstranzen benutzt werden, wäre er gleichzeitig hier und dort.’ Solche ‚Abweichungen’ seien von den verschiedenen Vorgängern von Bischof Konrad Zdarsa mehr oder weniger großzügig behandelt worden.“ Ich kann nicht verstehen, warum die Diözese Augsburg diese Dinge ausgerechnet jetzt an die Öffentlichkeit getragen hat. Seit ich den Dienst in Wigratzbad übernommen habe, gab es immer wieder Diskussionen um den sakramentalen Einzelsegen mit mehreren Monstranzen an den monatlichen Krankentagen. In einem Brief vom 27. Juli 2000 mahnte der damalige Generalvikar Prälat Josef Heigl den „Sakramentalen Segen mit mehreren Monstranzen“ an. In meinem Antwortschreiben vom 4. September 2000 teilte ich ihm mit, dass diese liturgische Praxis „nicht meine Erfindung sei“, sondern „in Wigratzbad an den Krankentagen seit nahezu dreißig Jahren gepflegt“ werde[…]

B16-RatzeBene verweigert Caritas Generalsekretär erneute Kandidatur, Reklerikalisierung heißt das neue Motto
[…]Die Caritas Internationalis verhandelt in diesen Tagen ihre Zukunft, personell wie auch strukturell. Unter anderem muss ein neuer Generalsekretär gewählt werden. Der Vatikan hatte seine Zustimmung für eine erneute Kandidatur der bisherigen Generalsekretärin Leslie Ann Knight verweigert, eine Haltung, die im Vorfeld Unruhe in die Diskussion gebracht hat. Peter Neher ist Präsident der deutschen Caritas und sieht die Vorgänge mit Sorge: „Was für mich eine gewisse Schwierigkeit ist, ist der Eindruck, dass wir in der Gefahr sind, eine gewisse Reklerikalisierung zu betreiben. Das heißt, dass im Grunde sehr stark hierarchisch gedacht wird und meinem Eindruck nach zu wenig aufgenommen wird, dass Gottes Geist und Gegenwart auch in der sich versammelnden Gemeinde ist. Das heißt, Gottes Geist ist auch wahrnehmbar in den Menschen, in den Mitarbeitenden in der Caritas und der Kirche und nicht nur in der Hierarchie von oben nach unten. Das macht mir im Moment eine gewisse Sorge.“ Insgesamt müsse sich die Caritas aber weiter entwickeln, so Neher. Und sie hat damit auch schon begonnen. Auf dem Hintergrund von Deus est Caritas, der Enzyklika Benedikts XVI. aus dem Jahr 2005, wurde eine Statusänderung der Caritasvereinigung umgesetzt, die tätige und auch institutionelle Nächstenliebe wurde neu in der Gesamtkirche verankert, eine Sicht, die auch Neher für wichtig erachtet. „Die Frage wird sein, welche Kirchenrechtlichen Folgen sich hier aus der theologischen Verankerung der Caritas in der Kirche ableiten. Und vor allem: Was hat das für weitere Konsequenzen für die nationalen und diözesanen Caritasorganisationen“.[…]

Malta und Ehescheidung: da lässt ein Kuttenträger wieder Dampf ab
[…]Knapp zwei Wochen vor dem Referendum über die Legalisierung der Ehescheidung forderte Mario Grech, der Bischof von Gozo, in einer Predigt: „Katholiken, die für die Ehescheidung sind, sollten nicht die Heilige Kommunion empfangen.“ Bischof Grech schreibt in einer Erklärung wörtlich: „Man muss sich vor dem Wolf im Schafspelz hüten. Und jetzt behauptet der Wolf, er sei katholisch.“ Er selbst sei bereit, „mit jedem in den Dialog zu treten“, aber er sei nicht bereit zu lügen. „Dies ist Falschheit, dies ist Lüge. … Wer nicht in Gemeinschaft mit der Lehre Christi steht, ist nicht in Gemeinschaft mit der Kirche und kann die Heilige Kommunion nicht empfangen.“ Der Bischof warnte davor, „politisch korrekt zu sein, aber nicht zu sagen, wie es wirklich steht“. Es seien „Räuber unter uns, welche jedes mögliche Mittel benutzen, um die Herde zu zerstreuen.“ Diese thematisierten jetzt die Ehe, doch „dann wird anderes folgen“[…]

Die Scheinheiligkeit Grazer Bischof Kapellari
[…]In Europa und fast nur hier hat man in den letzten Jahrhunderten ungemein viel Kraft für Religionskritik aufgewendet: Religionskritik vor allem bezogen auf das Christentum und besonders bezogen auf die Katholische Kirche. Der Islam blieb meist außer Betracht oder wurde oft sogar romantisch verklärt. Das Christentum und zumal die Katholische Kirche in Europa haben sich dieser Kritik im Ganzen weder lebenspraktisch noch intellektuell entzogen und sind durch dieses Säurebad und seine Auswirkung auf die öffentliche Meinung zwar vielfach geschwächt, aber in ihrem Kern auch geläutert hervorgegangen. In der Mitte und in der Spannung zwischen den alten, eher statischen Kirchen des Ostens und den generell von säkularisierender Schrumpfung bedrohten Kirchen aus der protestantischen Reformation steht – nach meiner Überzeugung providentiell – die große Katholische Kirche. Sie ringt, wie ich hier schon im vergangenen Jahr gesagt habe, um ein Gleichgewicht zwischen Einheit und Vielfalt, zwischen Breite und Tiefe, zwischen Tradition und neuen Herausorderungen, zwischen sozial-politischem Engagement und mystischer Versenkung in Gott. Sie macht Fehler und begeht Sünden, hat aber zugleich riesige Ressourcen an Mitmenschlichkeit, an Barmherzigkeit und Heiligkeit und aktiviert viel davon an jedem neuen Tag. In Europa leben viele Menschen so, als ob Gott nicht existierte – „etsi Deus non daretur“. Auch viele christlich getaufte Europäer halten es so. Kirchlicherseits haben wir diesbezüglich keine Illusionen, aber wir verstehen dies als eine Herausforderung, die Türen der Kirche einladend offen zu halten, ohne die Kirchenschwellen zur Unterscheidung der Geister gefährlich flach werden zu lassen. Die Kirche braucht zugleich möglichst viel Tiefe und Breite. Ohne viel Tiefe ist aber viel Breite längerfristig nicht möglich[…]

Wie kann der BDKJ nur solche Forderungen aufstellen? 😀
[…]Frauen im Priesteramt? Bischöfe, die von Laien gewählt, statt von Rom eingesetzt werden? Wer solches in der römisch-katholischen Kirche in den Raum stellt, muss mit scharfem Gegenwind rechnen … Kreuzfelder möchte auch sehr viel stärker den Schwerpunkt auf spirituelle Akzente des Papiers lenken, in denen es darum gehe, den Glauben zeitgemäß leben zu können. Doch weist er auch daraufhin, dass die katholische Jugendorganisationen gute Erfahrungen damit gemacht haben, ihre geistlichen Leiter zu wählen, statt sie vorgesetzt zu bekommen. Thesenanschlag hin oder her: Die „Anfragen“, die die BDKJ-Hauptversammlung schlussendlich mit ihrem Papier verabschiedete, enthalten Sprengstoff genug: So teilt man ausdrücklich nicht die Überzeugungen, dass der Zölibat für Priester verpflichtend und „eine aktive Mitwirkung der Laien an der Wahl der Amtsträger ausgeschlossen sein muss“, dass alternative Formen der Partnerschaft weniger wertvoll sein sollen als die Ehe und „dass es der Kirche verboten ist, Frauen zu den Weiheämtern zuzulassen“.[…]

Klasse, Obama lässt sich nicht einsülzen
[…]Die Tür des Dialogs zwischen der Katholischen Kirche in den USA und Präsident Obama ist verschlossen. Das denkt der Bischof von Kansas City, Robert W. Finn. Weil Obama bei seiner Rede in der katholischen Notre Dame Universität erklärte, daß er und die Kirche unvereinbare Auffassungen in der Abtreibungsfrage hätten, komme man an diesem Punkt nicht weiter, so Bischof Finn an diesem Sonntag. Die Kirche wolle zwar mit der Regierung kooperieren, das könne aber nicht bedeuten, daß sie von ihren Idealen und Werten abweiche. Abtreibungen seien ganz klar “das Böse”, und darüber dürfe man nicht verhandeln[…]

Holländischer Pater auf seltsamen Abwegen
[…]Disziplinarische Maßnahmen gegen niederländischen Pater angekündigt, der für Liberalisierung und Entkriminalisierung der Pädophilie eintritt … Der 73-jährige Ordensmann hatte sich als Mitglied der militanten Vereinigung „Martijn“ zur Liberalisierung und Entkriminalisierung der Pädophilie geoutet. Die römische Ordenszentrale kritisierte zugleich auch Äußerungen des niederländischen Salesianer-Oberen P. Herman Spronck, der Verständnis für die Haltung von Pater B. geäußert und „bestimmte Beziehungen als nicht notwendigerweise schädlich“ bezeichnet hatte … Die Kongregation distanziere sich von dem Verhaltens eines einzelnen Mitbruders. Sie beklage, dass diese Nachricht viele Menschen verletzt habe: „Wir verstehen den Schmerz und bieten unsere Entschuldigung im Namen der Salesianer Don Boscos an.“[…]

Rheinland-pfälzische Regierung: 6 Katholen und 5 Konfessionslose?
[…]Außer Beck gehören der katholischen Kirche an: Kultusministerin Doris Ahnen (SPD), Familienministerin Irene Alt (Grüne), Sozialministerin Malu Dreyer (SPD), Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) und Innenminister Roger Lewentz (SPD). Keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit machen die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sowie Finanzminister Carsten Kühl (SPD), Justizminister Jochen Hartloff (SPD), der Chef der Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), und die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und in Europa, Margit Conrad (SPD). Von den vier Millionen Einwohnern in Rheinland-Pfalz sind etwa 46 Prozent katholisch und 31 Prozent evangelisch; über 20 Prozent gehören keiner Kirche an[…]

Militärwallfahrt Lourdes: Atheisten machen Urlaub – zelten und saufen
[…]„Ein tolles Erlebnis“, sagt er. Deshalb hat er dieses Mal seine Kameraden überredet, mitzukommen – auch wenn „die sicher nicht gläubiger sind als ich“, wie er mit einem Grinsen sagt. Störl ist getauft und Protestant, aber danach fragt das katholische Militärbischofsamt nicht, das den Soldaten bis auf 150 Euro Eigenleistung die Reise zahlt … Tatsächlich bezeichnen sich seine Kameraden als Atheisten. Es habe sie interessiert, den Wallfahrtsort zu sehen, sagen sie, im Vordergrund steht aber das feuchtfröhliche Beisammensein. Fünf Tage Sonderurlaub haben sie für die Wallfahrt bekommen[…]

Schottische Nationalkirche erlaubt Ordination Homosexueller
[…]Die reformierte schottische Nationalkirche erlaubt künftig die Ordination Homosexueller. Laut britischen Medienberichten stimmte am Montag bei der Generalversammlung eine Mehrheit dafür … Eine nach Rennies Ernennung eingesetzte Kommission kam laut Medienberichten zu dem Schluss, dass bis zu einem Fünftel der Geistlichen und 100.000 Gläubige die Kirche aus Protest verlassen könnten. Zugleich kündigten den Daten zufolge etwa 1.800 Kirchenvertreter und 40.000 Gläubige ihren Austritt aus der Kirche an, falls Homosexuellen der Pfarrdienst verwehrt würde[…]

Frankreich wird wenig wert auf Vatikan-Gedöns zur PID legen
[…]Die katholische Kirche in Frankreich protestiert gegen die geplanten Änderungen der Bioethik-Gesetze des Landes. Mit den vom Senat vorgeschlagenen Änderungen stehe das Menschenbild auf dem Spiel. Das erklärte der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, Kardinal Andre Vingt-Trois am Montag in Paris. Er rief die französische Nationalversammlung auf, den Vorschlägen des Senats nicht zuzustimmen. Es gehe um die Frage, welchen Platz die Schwächsten und Verwundbarsten in der Gesellschaft hätten. Der Kardinal warnte davor, die Einschränkungen bei der Emryonenforschung und bei PID zu lockern, wie es der Senat gefordert hatte. Es drohe die Gefahr, dass menschliche Wesen instrumentalisiert würden.[…]

Die Hardliner werden das Forum stürmen, wetten?
[…]Die Katholiken an Rhein und Erft sollen kritischer werden. Der Kölner Katholikenausschuss will mit einem neuen Internetforum einen offenen und kritischen Dialog über die Kirche einleiten.User können, ohne sich anmelden zu müssen, über Reizthemen wie Zölibat, Sexualität oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften diskutieren. Dazu gehöre auch der Fall des vom Erzbistum abberufenen homosexuellen Religionslehrers David Berger aus Erftstadt. so die Vorsitzende des Katholikenausschusses, Hannelore Bartscherer. Sie geht davon aus, dass der Dialog über diese Themen auch schmerzhaft für die Kirche werden kann.[…]

Abartig: Pfingstgemeinde lehrt Krebsheilung, Totenerweckung und mehr kompletten Schwachsinn
[…]Die „School of Supernatural“ (Schule des Übernatürlichen) gehört zur Pfingstgemeinde Hillsong Church und offeriert neben der Fähigkeit zur Krebsheilung und Totenerweckung auch die „Kunst“, Frauen zu schwängern. Siebzig Teilnehmer haben sich laut der Zeitung Queensland Times schon angemeldet. Ein halbes Jahr dauert der Kurs allerdings. Es ist anscheinend nicht ganz so leicht, Wunder vollbringen zu lernen. Obwohl der Kurs in Brisbane stattfindet, kommt sein Initiator aus den USA. Bill Johnson ist Pastor der umstrittenen Bethel Church in Kalifornien, die oftmals tausende Besucher zu den Gottesdiensten lockt. Mit DVDs richtet er sich persönlich an die Kursteilnehmer. Johnson hat schon behauptet, in seiner Kirche regne es Engelsfedern. Außerdem bietet das Gotteshaus Internet-Wunderheilungen über Skype an[…]

Neu: statt Jodeldiplom bald Bibeldiplom
[…]Premiere im Bereich der katholischen Kirche in Deutschland: Die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel bieten ab Juni 2011 im Bergkloster Bestwig erstmals eine zertifizierte Ausbildung zum Bibelerzähler an … Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, die privat oder beruflich viel mit Kindern, Kranken, Senioren oder in der Gemeinde zu tun haben. Der Kurs beinhaltet zweimal drei Studientage[…]

Bis zu 50.000 Euro für Opfer – statt 5000
[…]Die Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, hat ihren Abschlussbericht vorgelegt … Das dürfte vor allem die katholische Kirche verärgern, die bisher pauschal 5000 Euro Entschädigung zahlen will, sofern die Betroffenen detailliert über sich Auskunft geben. Bergmann hatte der Frankfurter Rundschau bereits im Vorfeld gesagt, dass sie diese Summe nicht akzeptieren wird. Sie verlange nur, was man verlangen könne. „Banken sind auch gerettet worden, da kann man auch Betroffene anfangen zu retten.“Die Kosten für in der Familie Betroffene soll Bergmann zufolge der Bund übernehmen. Ob es für sie eine einmalige Entschädigungszahlung geben wird, ist offen. Beide Opfergruppen sollen Mittel für Therapien und Beratung aus einem Bundesfonds erhalten – auch für nicht von den Krankenkassen übernommene Therapien, wie Bergmann sagte[…]

Vatikan kapert Kroatien
[…]Knapp zwei Wochen vor dem Papstbesuch hat die kroatische Regierungschefin Jadranka Kosor am Montag in Zagreb einen Vertrag mit dem Heiligen Stuhl über die Anerkennung des katholischen Schulwesens ratifiziert. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung war bereits 1996 unter der Regierung von Premierminister Zlatko Matesa unterzeichnet worden. Durch den neuen Vertrag übernimmt der kroatische Staat die Kosten der Lehrergehälter und Unterrichtsmittel in zwölf Sekundärschulen, zwei Primärschulen und 48 Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft … Erzbischof Srakic betonte, dass in den katholischen Schulen auch nichtkatholische Schüler willkommen seien und verwies auf Beispiele in anderen Ländern. 90 Prozent der Schüler an katholischen Schulen im Kosovo etwa seien Muslime. „Wir wollen die christlichen Werte vermitteln. Lehrplan und Programme stehen im Einklang mit den Vorgaben des Bildungsministeriums“, sagte der Erzbischof[…]

6 Comments

  1. Die Haltung des Vatikans zu den Menschenrechten und damit einen guten Teil unserer Verfassung als „nicht unproblematisch“ zu bezeichnen wäre wahrlich die Untertreibung schlechthin. Mich würde ebenfalls interessieren, wie die RKK so mit den Spielräumen umgeht, die unser Staat ihnen gewährt, und ich fürchte der Umgang mit den Misbrauchsopfern ist da nur die Spitze des Eisberges.
    Ich kann recht gut verstehen, dass man die Nase voll von dem scheinheiligen Getue hat. Habe ich auch. Und ich spucke auch oft genug Gift und Galle wenn ich die neuesten Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum erfahre.
    Es ging mir nur um die Stelle mit dem Gewehr, und ich selber habe schon kapiert, worum es ging. Wenn ich jedoch gemein wäre, bräuchte ich nur Wolfgangs letzten Satz weglassen, und schon habe ich ein verkürztes Zitat, das ihn irgendwie extremistisch aussehen lässt:

    „Langsam wird es angebracht, sich ein Gewehr zu besorgen um immer wenn man eine Soutane sieht, einen Gewehrschuß abgegeben.“

    Das Wolfgang natürlich nicht sagt, dass die „Jagdsaison“ auf die „Schwarzkittel“ eröffnet ist, erschließt sich dann auch im nächsten Satz.

    „Aber leider hat diese Verbrecherbande, die die ganze Menschheit verblödet, den Schuß nicht gehört!“

    Also eine Variation der Redensart „Er hat den Schuß nicht gehört.“ Nur wenn man sie aber aus dem Kontext reißt, und dazu neigen meiner Erfahrung nach leider einige Kuttenträger/Befürworter, hat man einen vermeintlichen Mordaufruf, der natürlich gar nicht existiert. Und ehe man sichs versieht gehen Leute wegen nichts in die Luft. 😉

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  2. @joe
    Was die Schüsse betrifft – ich rede von Warnschüssen!
    Es wird Zeit, daß sich einmal die Geheimdienste mit den antidemokratischen Vereinigungen in der RKK beschäftigen – und die Opposition der RKK zu den Menschenrechten ist eine Tatsache! Deshalb ist die RKK eine Gefahr für die westlichen Staaten.

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  3. Irgendwie kann ich Wolfgangs Reaktion sehr wohl nachvollziehen. Er hat doch nur den weltweit praktizierten, hirnverbrannten Reli-Stuß aufs Korn genommen. Da kann einem schon mal gleichzeitig der Gaul durch- und der Hut hochgehen. Ist doch wahr !

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  4. @ Wolfgang: Na na na… jetzt komm aber mal wieder runter. 😉 Und der Teil mit dem Gewehr und den Priestern… das geht mir persönlich ein „wenig“ zu weit. Polemik meinetwegen, aber nicht mit Sprüchen, die einem ehe man sichs versieht als Mordaufruf ausgelegt werden können.

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  5. Hab ich vergessen: da hat sich doch eine Schönheitstänzerin auf dem Altar gewälzt. Das geht nicht – am Altar dürfen sich nur Kleriker beim f… von Kindern festhalten. Es ist überhaupt eine Schande, daß Frauen Kirchen betreten dürfen, diese unreinen, tierähnlichen Geschöpfe, die die Männer mit ihrem gefährlichen Unterleib so außer Rand und Band bringen können.
    Neben den Schwulen sind die Frauen an allem Übel schuld – schon der vorige Papst hat ja angefangen, sie erneut aus der Kirche zu vertreiben; Ratze-Bene folt dem brav – denn der hat vor Frauen noch mehr Angst als vorm Satan!
    Gott hat nämlich Frauen nur gemacht, damit er recht was zum Hassen hatte – pfui, pfui, pfui, die Kirchenväter hatten schon Recht, als sie erklärten, Frauen seien kotähnlich (Paulus).
    Am Besten wäre es überhaupt, wenn die Männer vor ihrem 22 Lebensjahr alle auf Teufel komm raus mit den Weibern Kinder zeugten, um sich dann entmannen zu lassen wie in der russischen Sekte der Skopzen. Den Frauen muß man das Geschlechtsteil und den Busen abschneiden und dann können alle ohne Anfechtungen und sexualamputiert nach Ratze-Benes Vorstellungen leben! Den ganzen Tag auf den Knien kriechen, zurück ins Mittelalter – und nur noch beten. Da freut sich aber der Liebe Gott, wenn nicht mehr gehurt wird, die Frauen ein zu vernachlässigendes Geschlecht sind, die Schwulen alle durch die Bank hingerichtet werden im Namen des Herren und die Piusbrüder für die Geschlechtslosen tridentinische Messen im Akkord lesen.
    Gelobt sei der Herr!

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  6. Nee, wattn Elend aber auch,

    jetzt schwulen sogar schon die Zisterzienser… Da steckt niemand anderes als der Satan dahinter, der die ganze Welt homosexualisieren will. Der widernatürliche Verkehr wird dazu führen, daß die Menschheit gottogottlos ausstirbt.
    Es waren ja sowieso die Kinder, in die der Teufe gefahren ist, die die Priester verfühhrten und nicht anders – das wissen wir jetzt ganz genau! Wenn schon mit mehreren Monstranzen herumgefummelt wird und das noch nicht mal in der lateinischen Messe, dann ist ja der Herr Jesus total durchgedreht – in welche soll der denn kriechen? Nee, aber auch, das kann man dem Herrn nicht antun!

    Wenn och irgendein Zweifel an der völligen Beklopptheit des Papstes und seines Klerus herrschen sollte, der sollte sich mal die Satire „Gullivers Reisen“ durchlesen – da kommt es nämlich in Lilliput zum Bürgerkrieg, weil darüber gestritten wird, an welchen Ende man sein Frühstücksei aufschlagen soll… So ein Streitgrund ist ja noch um einige Grade intelligenter als dieser Blödsinn!
    Aber damit dieser Wahn, für den man sonst in die Klapse käme, auch noch schön fortgesetzt wird, hat sich jetzt die RKK Kroatien eingesackt.
    Langsam wird es angebracht, sich ein Gewehr zu besorgen um immer wenn man eine Soutane sieht, einen Gewehrschuß abgegeben. Aber leider hat diese Verbrecherbande, die die ganze Menschheit verblödet, den Schuß nicht gehört!

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