Katholischer Totalitarismus: „Menschenrechte unterlaufen wesentliche christliche Werte“


Quelle: commonwood.de

Mitten im Kulturkampf. Europa zwischen zwei Lebensentwürfen
„Wer als Christ bestehen will, ist geistig mit einem zunehmend heftigen Gegenwind konfrontiert.“

Kommentar von Christof Gaspari / Vision 2000Kath.net

[…]Klarerweise drängte diese in den Debattierklubs und Zirkeln der Aufklärer entwickelte Sichtweise auf Umsetzung. Sie inspirierte die Elite Frankreichs (Adelige, Geistliche und Bürger), das von Gottes Gnaden errichtete (jedoch äußerst dekadente) Königtum zu stürzen, um das neue Reich der Freiheit zu errichten. Seither wird die Französische Revolution als Anbruch einer neuen Zeit des Fortschritts angesehen.

Um welchen Preis dieser „Fortschritt“ erkauft wurde, zeigen die Opferzahlen: 17.000 zum Tode Verurteilte, 35.000 Opfer der „Terreur“, 400.000 bis 1800 in Kriegen Gefallene und eine weitere Million Opfer in den napoleonischen Kriegen.

Mit welcher Grausamkeit ans Werk gegangen wurde, kommt im Brief des Generals Westermann, der die Revolutionstruppen in der Vendée befehligt hatte, zum Ausdruck. An den Konvent schrieb er am 23.12.1793: „Die Vendée gibt es nicht mehr. Ich habe sie soeben in den Sümpfen von Savenay begraben. Ich habe Kinder unter den Hufen der Pferde zertreten und Frauen massakriert. Nicht einen einzigen Gefangenen habe ich mir vorzuwerfen. Ich habe alles ausgelöscht…“

Keine Frage: Grausamkeit ist keine Spezialität von Revolutionären, wohl aber Kennzeichen aller folgenden Versuche, endgültig das Reich des Menschen aufzurichten. Unvorstellbare Blutbäder gab es in der Commune de Paris (1871), unter der Sowjetherrschaft in Russland, der Naziherrschaft in Deutschland, der Kulturrevolution in China… Wo immer der Mensch alle Rückbindungen an eine transzendente Vorgabe ablegt, artet das Geschehen in Unmenschlichkeit aus.

Was lehrt uns dieser Rückblick? Dass Europa mit zwei Menschen- und Weltbildern konfrontiert ist: mit dem christlichen, aus dessen Wurzeln es hervorgegangen ist, und mit dem der Aufklärung, das sich als Gegenentwurf versteht und dessen Umsetzungsversuche die Geschichte der beiden letzten Jahrhunderte geprägt hat. Dazu Kardinal Ratzinger (in: Ohne Wurzeln – Der Relativismus und die Krise der europäischen Kultur):?

„So hat in Europa einerseits das Christentum seine wirksamste Gestaltwerdung erlebt, aber zugleich ist in Europa eine Kultur gewachsen, die den radikalsten Widerspruch nicht nur gegen das Christentum, sondern gegen die religiösen und moralischen Traditionen der Menschheit überhaupt darstellt. “

Wir stehen mitten in diesem Kulturkampf. Obwohl er nicht mit Waffen ausgefochten wird, nimmt er an Intensität zu, denn die Gottlosigkeit ist mittlerweile zur Staatsreligion geworden. Daher schreitet sie im öffentlichen Raum voran. Wesentliche, christlich geprägte Werte werden mit scheinbar menschenfreundlichen Gesetzen und im Namen der Menschenrechte unterlaufen: das Lebensrecht des ungeborenen Kindes wird dem Selbstbestimmungsrecht der Frau geopfert, die Gestalt der Familie dem Diskriminierungsverbot gegenüber Homosexuellen, das Erziehungsrecht der Eltern gesundheitspolitischen Verpflichtungen des Staates, das die Religionsfreiheit wird umgedeutet, um die Freiheit von Religionsausübung im öffentlichen Raum durchzusetzen…

Ohne fixen, transzendenten Bezugspunkt erweisen sich die Menschenrechte als Blendwerke, die je nach Nützlichkeit so oder so zum Zuge kommen.

An dieser Stelle ist es mir wichtig festzuhalten, dass Sie, liebe Leser, diese Aussagen nicht als Klagelied, sondern als Situationsbeschreibung aufnehmen. Wer als Christ bestehen will, ist geistig mit einem zunehmend heftigen Gegenwind konfrontiert.

Diesem geistigen Kampf müssen sich Christen heute stellen. Bestehen werden sie ihn, wenn sie nicht auf eigene Kraft und kluge Einsichten, sondern auf größere Hingabe an den Heiligen Geist setzen. Er ist uns in dieser österlichen Zeit in besonderer Weise zugesagt.

Und Er wird uns zu Zeugen der Wahrheit rüsten wie die Apostel zu Pfingsten: Damit auch wir verkünden, dass nur in Jesus Christus das Heil ist, heute wie seit jeher.

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6 Comments

  1. Liebe Emporda,

    ja, so ist es: die Katholische Kirche ist eine Organisation, die sich nur insofern für die Menschen interessiert, als sie sie unter ihre Knute bringen kann.
    Das Christentum ist wie alle Religionen eine Angstreligion – Menschen fürchten sich vor Blitzen, Überschwemmungen und Seuchen und dem bösen Hosenwurm, beschließen, diese Bedrohungen gnädig zu stimmen und gestalten sie zu allmächtigen Wesen mit den Eigenschaften der Väter, der Stammesältesten oder von Diktatoren.
    Der Papst Ratze/Bene ist auf dem beste Weg seine eigenen lebenslangen Ängste (die in der Gestalt der Kirche Realität werden) wieder allen anderen aufzwingen zu wollen. Angst ist ansteckend – es geht darum, nicht selbst denken zu dürfen und/oder zu wollen.
    Es wird immer behauptet, der Papst sei vor allem von Homophobie besessen, aber das ist nur ein Ausdruck seiner allgemeinen Angst vor dem Leben.
    Es ist zum Speien, welche vor Angst schlotternden Wichte aus den katholischen Nischen zu Tage kommen – in Gemeinshaft fürchtet es sich eben ein bißchen weniger. Die ganze Gottesanbeterei ist nichts weiter als Kriecherei und Masochismus – und das verlangt der Papst von allen anderen Menschen. Und er verlangt auch noch Respekt – nein, vor kriechenden Feiglingen darf man keinen Respekt haben! Sie sind eine Seuche!

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  2. Ohne fixen, transzendenten Bezugspunkt erweisen sich die Menschenrechte als Blendwerke, die je nach Nützlichkeit so oder so zum Zuge kommen.
    ———————–
    Das also ist der Weisheit ultimativer Schluß, was für eine Verdrehung von Ursache und Wirkung. Es war doch die Religion bzw die RKK, welche die Menschenrecht mit Füßen getreten hat und es weiterhin so hält

    Ab 600 n.C. sind Heiden per Decretum rechtlose Tiere, ein Freibrief für Menschenhandel, Ausbeutung und Mord. Niemand hat diesen RKK Gesetzen die Rechtskraft genommen, man schweigt sie nur tot. Wäre es anders, der Papst hätte sich geirrt und Ge-offenbahrung des paranoiden Mumpitz im Himmel falsch verstanden.

    Die absolute Spitze der verschwurbelten Unfähigkit der Religion menschliche Grundrechte anzuerkennen und auch zu befolgen, die hält wir immer der oberste Baal-Priester „Pontifex-Maximus“
    (Licht der Welt, S. 71) „Wenn man beispielsweise im Namen der Nichtdiskriminierung die katholische Kirche zwingen will, ihre Position zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern, dann heißt das, dass sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf, und dass man stattdessen eine abstrakte Negativreligion zu einem tyrannischen Maßstab macht, dem jeder folgen muss.“

    Also sind die Menschenrechte eine „Negativ-Religion“

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  3. Sie kommen nach und nach aus der Deckung – die Katholiban, die Morgenluft verspüren.
    Alan Posener war vor drei Jahren noch einer der wenigen, die davor warnten, daß unter Ratzinger/Benedikt die RKK Sturm laufen werde gegen Menschenrechte und Demokratie. Jetzt sagen sie es ganz offen – und behaupten an anderer Stelle gleichzeitig, die Urheber der Menschenrechte zu sein. Diese Lügenbande oist genauso gefährlich wie die Nazis. Es geht nicht mehr an, daß diese verbrecherische Organisationen in Konfessionsschulen und im Religionsunterricht etc. noch weitere Untertanen aquiriere kann! Die katholische Kirche ist eine Verbrechens- und Terroorganisation, für die Demokratie und die Menschenrechte ebenso gefährlich wie der Islam!

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  4. »Wenn man die Lüge oft genug wiederhold, wird sie zur Wahrheit« (Joseph Goebbels). Seit wann waren die Nazis nicht-religiös? Adolf war doch der teutsche Messias.

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  5. Die Kommentare zum Artikel sind viel lustiger und interessanter als der Artikel, insbesondere da es sich dort um katholische Hardliner handelt, die kurz davor stehen ihren großen Hardlinerschreiber per Tastatur zu steinigen.

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  6. „Wer als Christ bestehen will, ist geistig mit einem zunehmend heftigen Gegenwind konfrontiert.“

    Richtig ! Ein Christ muß lernen, die Augen vor den Verbrechen zu verschließen, die der missionierende Religionswahn seit rund 2 Jahrtausenden zu verantworten hat. Man bezeichnet dieses Geschehen als „christliche Leitkultur“ !

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