Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Katholische Aufräumarbeiten tragen Früchte
[…]Der Hangelarer Theologe und Publizist, der so gerne Diakon geworden wäre, es aber nicht werden durfte, tritt am Montag, 30. Mai, aus der katholischen Kirche aus und möchte künftig in der evangelischen Kirchengemeinde Hangelar als Pastor im Ehrenamt arbeiten … Damit zieht Schwikart die Konsequenzen aus seiner bitteren Erfahrung mit dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, der dem Theologen wegen seiner liberalen Ansichten die bereits terminierte Diakonenweihe nach jahrelanger Ausbildung kurz vor der Weihe im Kölner Dom verweigert hatte … Am 21. November 2010 sollte Schwikart zum Diakon geweiht werden. Aber ein Gemeindemitglied macht ihm mit einem Hinweis an Meisner auf eines seiner Bücher und die darin aufgeworfenen Fragen einen Strich durch die Rechnung. In Köln schaute man sich genauer an, was Schwikart denn so mit seinem evangelischen Mitautor und Theologen Uwe Birnstein in dem Buch mit dem Titel „Evangelisch? Never?!“ geschrieben hat. Darin aufgeworfene Fragen zur Frauenweihe etwa, zur Ökumene oder zum gemeinsamen Abendmahl, erregten Anstoß bei Meisner. Wer so glaube, könne nicht zum Diakon geweiht werden, lautet des Kardinals harsches Urteil, das in der Region für Empörung sorgte[…]

Legionäre Christi rüsten auf
[…]Die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi führt die zwei Ordensprovinzen in Mittel- und Westeuropa zusammen, durch die Umstrukturierung entsteht eine gemeinsame neue Ordensprovinz. Deren Leitung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Das teilt der Orden in einer Aussendung mit … Mit der Änderung soll vor allem die Begleitung und Unterstützung der Ordensmitglieder der Legionäre Christi und der gottgeweihten Männer und Frauen der Bewegung Regnum Christi verbessert werden. Die Zusammenführung der beiden Ordensprovinzen soll außerdem die pastorale Arbeit der Ordensleute und Mitglieder des Regnum Christi in den jeweiligen Ländern nachhaltig stärken … Das beständige Wachstum der Legionäre Christi und des Regnum Christi in Mitteleuropa führte im Februar 2007 zur Gründung eines eigenen Territoriums (Ordensprovinz), zu dem außer Deutschland auch die Länder Polen, Ungarn, Österreich, Slowakei und Niederlande gehörten. Zum ersten Territorialdirektor mit Sitz in Düsseldorf wurde P. Sylvester Heereman LC ernannt. Zur gemeinsamen Ordensprovinz Mittel- und Westeuropa gehören nun auch die Länder Irland, Frankreich, Belgien und die Schweiz.[…]

Evangelische Sachsen wollen keine Homo-Lebensgemeinschaften in ihren Pfarrhäusern
[…]Der umstrittene Paragraph 39 des Pfarrdienstgesetzes der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) droht die sächsische Landeskirche zu spalten. Der Landesverband Landeskirchlicher Gemeinschaften, dem rund 460 Gemeinschaften angehören, die mit ihren Angeboten mehr als 10.000 Menschen erreichen, hat sich jetzt mit einem Offenen Brief an den Bischof gewandt … Denn Mitglieder der Landeskirchlichen Gemeinschaften würden aus Gewissensgründen aus der Kirche austreten oder „innerlich emigrieren“ … Der Vorstand des sächsischen Gemeinschaftsverbandes bittet die Leitung der Landeskirche deshalb, den Paragraf 39 „aufgrund der in der Begründung beschriebenen Ausweitung“ nicht zu übernehmen und homosexuelle Partnerschaften auch in Zukunft nicht zu segnen. Allein die Heilige Schrift habe für Lehre und Leben der Kirche normierende Kraft, „auch wenn dies gesellschaftlichen Trends oder Forderungen einzelner Gruppierungen entgegensteht“[…]

Caritas braucht radikale Bekenntnisverbreiter, humanitäre Hilfe ist zweitrangig
[…]Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone in seiner Predigt vor der Generalversammlung der Caritas Internationalis im Vatikan … “Die karitative Arbeit der Kirche kann sich – wie die Arbeit Christi – niemals auf die materiellen Bedürfnisse der Menschen beschränken, so dringend und unmittelbar diese Bedürfnisse auch sein mögen.“ Humanitäre Hilfe, die gewohnheitsmäßig von ihrer christlichen Identität absieht und einen “neutralen” Zugang sucht, um es allen Recht zu machen, gehe das Risiko ein, darin zu versagen, Männern und Frauen einen guten Dienst entsprechend ihrer vollen Würde zu leisten, und zwar auch dann, wenn die Hilfe ihr unmittelbares Ziel erreicht habe. “Damit würden sie – auch ohne es zu wollen – bei den Unterstützten eine materialistische Mentalität fördern, welche jene dann in andere Beziehungen und ihren Zugang zu sozialen Fragen einbringen würden. Mit einem Wort: Die Kirche muss nicht nur Nächstenliebe üben, sondern sie so üben, wie Christus es getan hat.”[…]

Und die Welt geht doch unter, basta …
[…]US-Prediger Harold Camping (Oakland/Kalifornien), der den „Jüngsten Tag“ für den 21. Mai vorausgesagt hatte, will sich nicht geirrt, sondern nur verrechnet haben. Die Welt werde genau fünf Monate später untergehen, nämlich am 21. Oktober, erklärte der 89-Jährige am 23. Mai im „Family Radio“ (Familienradio), dem er vorsteht. Am 21. Mai habe Gottes Gericht bereits „geistlich“ begonnen. Dies werde sich bis zum 21. Oktober hinziehen; bis dahin werde die Welt zerstört.[…]

Esoterik am Kirchentag doch nicht unerwünscht
[…]Wie Runge gegenüber idea erläuterte, beschäftige sich das Kirchentagspräsidium mit der Besetzung von Bibelarbeiten, Hauptvorträgen sowie Predigten in Eröffnungs- und Schlussgottesdiensten. Für die rund 2.300 Einzelveranstaltungen seien die jeweiligen Projektleitungen zuständig. Sie bestimmten auch die Einladungen. Es gebe keine Gesamtsteuerung. Runge wies auch den Vorwurf zurück, dass die spirituelle Erfahrungsdimension des Glaubens, wie sie Fliege vertrete, „Abwehrreflexe“ auslöse. Vielmehr spiele Spiritualität eine große Rolle beim Kirchentag. In Dresden werde es unter anderem ein großes Geistliches Zentrum mit einem hochkarätigen Programm geben. Zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag werden vom 1. bis 5. Juni rund 110.000 Dauerteilnehmer in[…]

Och, immer diese armen benachteiligten Fundi-Christen
[…]Der christliche Glaube habe sie in der Vergangenheit schon mögliche Filmrollen gekostet, sagte die die US-amerikanische Schauspielerin Patricia Heaton gegenüber dem Internetportal „popeater.com“. Aber sie nimmt das gelassen: „Gott wird jede Tür öffnen, die er öffnen will und wenn er Türen schließt, ist das auch in Ordnung.“ … Sie habe Situationen miterleben müssen, in denen ihr gesagt wurde, dass aufgrund ihrer politischen Einstellung nicht mit ihr zusammen gearbeitet werden könne. „Wir werden mit Verrückten in einen Topf geworfen“, äußert sich die vierfache Mutter dazu. Dennoch finde sie immer wieder Trost bei Gott. „Mein Gefühl ist, dass all diese Dinge von Gott kommen und solange ich weiß, dass ich im Einklang mit ihm lebe, habe ich auch keine Angst vor Rückschlägen.“[…]

Bundestrainer und Christ Klopp kündigt Arbeit für Hamburg-Mannheimer wegen Sex-Skandal auf
[…]Die Hamburg-Mannheimer soll ihren erfolgreichsten Vertretern im Rahmen der ausschweifenden Betriebsfeier unter anderem Prostituierte bezahlt haben. Klopp, Trainer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund, hat deshalb angekündigt, seine Mitarbeit bei „Ergo“, dem Mutterkonzern der Hamburg-Mannheimer, zu beenden. „Was man von dieser Reise liest, kann man nur aufs Schärfste verurteilen“, sagte Klopps Berater Marc Kosicke dem „Handelsblatt“. „Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung. Solange nicht klar ist, ob heute noch Teilnehmer der Reise für die Hamburg-Mannheimer aktiv sind, wird Herr Klopp keine Vorträge mehr für das Unternehmen halten.“ Klopp ist seit 2010 Botschafter der Hamburg-Mannheimer. Bisher hielt er unter anderem Motaivationsseminare für Mitarbeiter des Konzerns[…]

«Gottesdienstcoaching» braucht die Welt, na klar
[…]Die ersten zwanzig Gottesdienst-Berater für die hannoversche Landeskirche werden am Freitag in Hildesheim in ihr Amt eingeführt … Mit Unterstützung der Coachs soll die Sprachfähigkeit der haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmitarbeiter im Gottesdienst sowie ihre theologische und liturgische Kompetenz gestärkt werden. Dafür wurden die Theologen 18 Monate lang speziell fortgebildet. Sie sind für ihren Einsatz bis zu zwei Tagen im Monat freigestellt. Auch andere Landeskirchen bilden Berater aus. Das Netz für «Gottesdienstcoaching» reiche inzwischen bis nach Hamburg und Berlin, aber auch ins Rheinland und nach Bayern, hieß es.[…]

Abschlussbericht zum sexuellen Missbrauch zeigt Bergmanns einknicken
[…]Direkte finanzielle Entschädigungen dagegen sollen von den Täter-Institutionen selber kommen, schlägt Christine Bergmann vor – die Summe solle sich anlehnen an das, was bei einem Gerichtsprozess an Schmerzensgeld gezahlt worden wäre.Die ursprüngliche Idee der Missbrauchsbeauftragten war eine andere: Sie wollte eine einfache Lösung für die Opfer: einen Fonds, aus dem alle Betroffenen sowohl direkte finanzielle Entschädigung erhalten hätten als auch Hilfen für die Bewältigung der Folgeschäden des Missbrauchs. In diesen Fonds sollten Bund und Länder einzahlen, aber auch Täterorganisationen wie Kirchen, Schulen, Sportverbände. Von diesem sinnvollen Fondsmodell ist Christine Bergmann abgerückt, sie ist eingeknickt vor mächtigen Organisationen wie der katholischen Kirche oder dem Deutschen Olympischen Sportbund, die nicht einzahlen wollten. Und sie ist eingeknickt vor der Bundesregierung, die offenbar signalisiert hat, keine direkten finanziellen Entschädigungen an Opfer sexueller Gewalt zahlen zu wollen. Bergmanns ursprüngliche Idee des gemeinsamen Fonds wäre noch früh genug verwässert worden – erstens vom Runden Tisch, zweitens von den Finanzministern in Bund und Ländern. Anstatt dafür zu kämpfen hat sie sich in vorauseilendem Gehorsam geübt – eine unabhängige Missbrauchsbeauftragte agiert anders.[…]

Missbrauch-Opfer üben scharfe Kritik an Bericht von Christine Bergmann

1 Comment

  1. „Und die Welt geht doch unter, basta …“

    Ich habe es geahnt, dass sich der geistig minderbemittelte US-Prediger Harold Camping, bezüglich seiner verfehlten Weltuntergangsprognose, mit einer dämlichen Ausrede zu Wort melden würde.

    Noch dämlicher als dieser Pfaffe sind allerdings dessen Anhänger, die auf solch einen Schwindel hereinfallen. Seine verblendeten Anhänger werden hoffentlich aus diesem rechnerischen Irrtum ihres Oberpfaffen die Konsequenzen ziehen und sind jetzt von ihrem Wahn geheilt. Mehr als eine Hoffnung ist das allerdings nicht, denn die menschliche Dummheit ist offensichtlich (leider) unsterblich.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.