Regierung Holland: Neben Wilders nun auch frauenfeindliche, homophobe und Pro-Todesstrafe „SGP“ Calvinisten beteiligt


Quelle: trouw.nl

Frauenfeindliche SGP kann in Holland mitregieren
Sie sind frauenfeindlich, homophob und für die Todesstrafe. Jetzt bindet Hollands Premier Rutte die religiöse Nischenpartei SGP in die Regierungsarbeit ein.

Von Rob SavelbergWelt-online

Die ultraorthodoxe SGP ist eine religiöse Nischenpartei in der niederländischen Politiklandschaft. Sie hat gerade einmal 27.000 Mitglieder und wettert gegen Emanzipation der Frauen und die Rechte von Homosexuellen, Letztere dürfen nicht beitreten, Erstere keine politischen Ämter übernehmen. Die Partei strebt einen Gottesstaat an, befürwortet die Todesstrafe und lehnt Abtreibung, Sterbehilfe und pränatale Diagnostik ab.

Mit dieser Gruppierung hat die Haager Minderheitsregierung nun ihr Schicksal verbunden. Der liberale Premier Mark Rutte (44) findet es nicht problematisch, seine rechtsliberale VVD und den konservativen Koalitionspartner CDA nicht nur vom Rechtspopulisten Geert Wilders – der wegen Diskriminierung von Muslimen und Volksverhetzung in Amsterdam vor Gericht steht – tolerieren zu lassen, sondern nun auch noch von den bibeltreuen Calvinisten der SGP.

Denn die Regierungskoalition hat bei den jüngsten Wahlen die Mehrheit im Oberhaus des Parlaments knapp verfehlt. Die beiden Regierungsparteien kamen zusammen mit Wilders PVV, mit der sie über ein Duldungsabkommen verbunden sind, auf 37 der 75 Senatorensitze in der Ersten Kammer des Parlaments.

Das Gremium ist in etwa mit dem deutschen Bundesrat vergleichbar und kann Gesetze für unbestimmte Zeit auf Eis legen. Für die Mehrheit sind 38 Mandate erforderlich. Den fehlenden Senator stellt nun die SGP.

„Weniger schlimm als Muslimfundamentalisten“

„Für Rutte sind christliche Fundamentalisten weniger schlimm als Muslimfundamentalisten“, analysiert Meindert Fennema, Professor für Politikwissenschaften an der Universität von Amsterdam. „Ich frage mich, ob er den säkularen Staat noch verteidigt.“

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Wikipedia: Calvinismus

2 Comments

  1. Was ich nicht gut finde an diesem Artikel ist die stimmungmachende Art und Weise von Herrn Savelberg. Er verkauft uns hier seine Meinung, ohne die Fakten zu nennen. Es sollte dem Leser immer sich selbst überlassen bleiben, sich ein Urteil zu bilden. Es ist nicht Sache des Journalisten, dem Leser seine Meinung zu verkaufen.

    Infos die fehlen:
    Inwiefern vertreten sie eine frauenfeindliche Politik? Etwa weil es Abtreibungsgegner sind? Abtreibungsgegner sind nicht automatisch frauenfeindlich, sondern das Abtreibungsgesetz kann sogar frauenfeindlich sein, weil es in der Regel die Männer sind, die auf Geburtenkontrolle und Abtreibung bestehen. Das ist meine traurige Erfahrung als Frau.
    Inwiefern wettert die SGP gegen die Emanzipation der Frau?
    Es könnte ja durchaus sein, dass die Frauen das ganz anders sehen. Solche Frauen kommen natürlich nicht zu Wort. Und es ist klar, dass sich Leute zusammenfinden und solidarisieren, die es recht geschmacklos finden, wenn ihre Kinder in der Schule lernen, dass Homosexualität salonfähig ist. Das ist ihre Ansicht, und sie haben genau das gleiche Recht, für ihre Interessen einzutreten wie die Homosexuellen. Auch hier wird nicht das Anliegen dieser Partei hinterfragt, sondern hier wird nur BUUUUHHHH geschrieben.
    Bildzeitungniveau!

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  2. Worin soll denn bitteschön der Unterschied zwischen christlichen und muslimischen Fundamentalisten bestehen ? Ich sehe keinen ! Beide Gruppen sind zweifellos partiell gehirnamputiert !

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