Kritik an Israel ist Antisemitismus = kognitive Dissonanz


"Mögliche antisemitische und israelfeindliche Positionen" der Linkspartei waren am Mittwoch Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Foto: Fabian Bromann / flickr

Der Deutsche Bundestag hat sich in einer aktuellen Stunde mit möglichen antisemitischen Tendenzen in der Partei „Die Linke“ befasst. Abgeordnete von Union, SPD, FDP und Grünen warfen der Partei vor, im „Spektrum des Antisemitismus nach Wählerstimmen zu fischen“. Die Linkspartei wies die Anschuldigungen zurück.

pro Medienmagazin

„Die Linkspartei fährt eine Doppelstrategie: Während Gregor Gysi auf der Vorderseite des Linken-Hauses vor Antisemitismus warnt, gibt es im Hinterhof Linken-Politiker, die sich als Antisemiten immer wieder in Erscheinung bringen“, sagte Hans-Peter Uhl, Innenexperte der Unionsfraktion. Es gelte, diese Doppelstrategie zu brandmarken, weil die Linkspartei „im Spektrum des Antisemitismus nach Wählerstimmen“ fische. Uhl präsentierte einen Ausdruck des antisemitischen Flugblattes, das Ende April auf der Website des Kreisverbandes Duisburg der Linkspartei entdeckt worden war. Es zeigt ein in einen Davidstern eingewobenes Hakenkreuz und spricht von einer „moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust“.

Die Aussprache zum Thema „Aktuelle sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu möglichen antisemitischen und israelfeindlichen Positionen und Verhaltensweisen in der Partei Die Linke“ war von Union und FDP beantragt worden. Auslöser war neben dem von Uhl erwähnten Vorfall eine Studie von zwei Wissenschaftlern aus Gießen und Leipzig über wachsenden Antisemitismus in der Linkspartei.

weiterlesen

2 Comments

  1. Eben !
    Kritik an Israel ist kein Antisemitismus.

    Und wenn Politiker der Linken mit Islamisten gemeinsame Sache machen, sich dafür aufs Frauendeck eines Schiffes sperren lassen, während oben die Männer die muslimische Variante von „Wenn’s Judenblut vom Messer spritz“ „Chaibar-Chaibar“ singen dann hat das nichts mit Antisemtismus zu tun, sondern ist nur Israelkritik.

    Liken

  2. Rechte Bewegungen, Blogs und co suchen die Nähe und Verherrlichung Israels (und in gewissen Beträgen gar die rassistische Überhöhung der Juden), also reagiert das andere Extrem auf ähnliche Art und Weise, nur eben umgekehrt. Was das eine Extrem liebt, muß das andere hassen und umgekehrt.

    Und wenn Extremisten argumentieren, werden schnell Grenzen überschritten. Zum Zwecke der Stiftung von Identität braucht es einen Feind, den man niedermacht.

    Daß es den Verstand der meisten Menschen übersteigt, in diesen Teil des Nahostkonflikts auf Parteinahme zu verzichten, ohne Vorbehalte und wissenschaftlich neutral die
    Abhänigigkeit vom Konflikt darzustellen und die Schattenseiten beider Parteien aufzuzeigen, ist ja nicht neu.

    Colin Goldner und seine SED-Zeitungsbrüder haben ihren Privathaß auf Tibet (und in Goldners Fall auf Asien allgemein) eben aus diesen Gründen. Was die Nazis auf Basis ihrer Weltanschauung einst feierten, muß der moderne Linksextremist hassen und verteufeln. Ihre Kritik an Tibet ist ebenso unwissenschaftlich und sonderbar wie Wilders Kritik am Islam. Alles hat seine Schatten, aber es ist eben die Pflicht von Leuten, die die entsprechende wissenschaftliche Ausbildung haben und wissenschaftliche Neutralität und Wissenschaftlichkeit über alles stellen, darüber zu informieren und aufzuklären.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.