Papstbesuch in Deutschland: Vatikanisches Lullaby


Der Papst kommt nach Berlin. Das politische Berlin formuliert schon einmal seine Erwartungen. Aber sollten nicht Offenheit und Respekt anstelle des üblichen (kirchen-)politischen Geschäftes dieses Ereignis prägen?

kath.net

Es ist ein Spiel der Erwartungen, das im politischen Berlin vor dem Staatsbesuch von Papst Benedikt XVI. im September gespielt wird. Das öffentliche Spiel mit Erwartungen ist ein höchst effektives Instrument der politischen Steuerung und Einflussnahme. Es ist ein dialektisches Spiel mit unzähligen Möglichkeiten.

An den Papstbesuch lassen sich beispielsweise hohe und unrealistische Erwartungen stellen – was gleichzeitig ehrlichem überschäumendem Enthusiasmus entspringen als auch einem eher fragwürdigen Kalkül geschuldet sein kann, die Fallhöhe der nach dem Besuch formulierbaren Enttäuschung umso größer erscheinen lassen zu können. An den Papstbesuch lassen sich im Vorfeld aber auch (zu) niedrige Erwartungen formulieren – dadurch kann zuvor sowohl die Bedeutung der Visite und der Person des Papstes schon einmal heruntergespielt werden, um erst gar nicht so etwas wie Begeisterung aufkommen zu lassen, was Ignoranz zum Ausdruck bringt, als auch für angemessene Nüchternheit plädiert werden, was dem Besuch im Gegenteil durchaus helfen will.

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2 Comments

  1. Politische Weiterbildung für Abgeordnete

    Neuerdings gibt es Vorlesungen zur Weiterbildung im Deutschen Bundestag. Die erste Serie heisst »Diktaturen im 20. Jahrhundert CE«. Der ständigen Abgeordnete Peter Schmidt von der Legendären Alternativen Liberalen Liste (LALL):

    »Nach all den Problemen der letzten Jahrzehnte haben wir uns ernsthaft gefragt, ob die parlamentarische Demokratie das bevorzugte Modell für einen Staat in der Zukunft sein wird und die Mühe, die es macht, das Ergebnis rechtfertigt. Daher haben wir uns entschlossen andere Staatsformen unter die Lupe zu nehmen. Als erstes beginnen wir mit dem absoluten Gegenteil des Rechtsstaats, nämlich absolutistischen, hierarchischen, totalitären Dikaturen.

    Den Reigen eröffnet Prof. Ratzinger vom VatikanSStaat, gefolgt von Kim Il-Sung und Muammar al-Gaddafi. Bei Fidel Castro sind wir uns nicht sicher, aber möglicherweise wird er per Webcast teilnehmen. Durch den natürlichen Zeitversatz würde auch der Synchrondolmetscher etwas mehr Zeit haben.«

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  2. Okay, der Oberpfaffe kommt nach Berlin. Aber zum Glück geht er ja auch wieder ! Ich jedenfalls habe ihn so lieb, wie einen Strohhalm im Arsch !

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