C. Wulff: Mehr öffentliches Gehör für die Kirchen


Bundespräsident Christian Wulff eröffnet am Mittwoch den evangelischen Kirchentag in Dresden. Vor dem Protestantentreffen sprach sich Wulff im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) dafür aus, dass die Anliegen der Kirchen in der Gesellschaft ein stärkeres Gehör finden.

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Mit dem Bundespräsidenten sprachen epd-Korrespondentin Jutta Wagemann und Chefredakteur Thomas Schiller über seine Erwartungen an den Kirchentag, die Rolle der Kirchen in der Politik und die persönlichen ökumenischen Hoffnungen eines gläubigen Katholiken, der mit einer evangelischen Christin verheiratet ist.

Herr Bundespräsident, am Mittwoch eröffnen Sie in Dresden den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Welche Bedeutung hat ein solches Ereignis heute noch?

Wulff: Ein evangelischer Kirchentag ist immer ein Ereignis, das das ganze Land bewegt. Dort finden Debatten zu Themen statt, die auch mir sehr wichtig sind: Den Zusammenhalt in unserem Land zu stärken sowie Mut und Zuversicht für den notwendigen Wandel zu geben. Bei einem Kirchentag wird stets auch deutlich, dass viele Menschen bereit sind, sich mit anderen und für andere zu engagieren. Während dieser Tage prägen schon die Teilnehmer mit ihrer Offenheit, Hilfsbereitschaft und Fröhlichkeit die Stimmung einer Stadt, in den Bussen und Bahnen und auf den Straßen und Plätzen. Nach einem Kirchentag frage ich mich oft, warum wir Menschen nicht häufiger so sind.

Sie fahren nach Dresden als der erste Bundespräsident seit 40 Jahren, der katholisch ist. Mit welchen Gefühlen brechen Sie nach Dresden auf?

Wulff: Ich betätige mich als engagierter Christ in der Politik. Die Zugehörigkeit zum evangelischen oder katholischen Glauben hat für mich heute nicht die zentrale Bedeutung. Kirchentage sind von einem Geist der Offenheit geprägt und darauf freue ich mich.

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3 Comments

  1. Irgendein Politik- oder Medienberater muß unseren deutschen Politikern den Rat erteilt haben, dass sie ihren Beliebtheitsgrad mit der Verbreitung von religiösem Bullshit steigern können. Diesem Rat folgt seit geraumer Zeit nicht nur die Merkel, sondern auch der Bundespräsident. Aber lassen wir diese Leute ruhig weiter ihren religiotischen Mist verzapfen. Irgendwann wird es nämlich selbst dem letzten Noch-Kirchgänger bewußt, dass es offensichtlich Mode geworden ist, dass die Politiker mehr und mehr den Job der Pfaffen übernommen haben, während diese wiederum sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ins Politikgeschehen einmischen. Diese Leute sollten sich endlich auf ihr „Kerngeschäft“ besinnen und uns mit ihren dämlichen disziplinübergreifenden Weisheiten in Ruhe lassen.

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  2. Der Bubi wird für seine Show jedenfalls gut bezahlt. Vom Volk natürlich und das legalisiert den ganzen Hickhack auch noch. Also liebes Volk, blöd weiter lächeln und weiter blechen. Den Luxus leisten wir uns doch locker. Und wenn sich seine junge Alte vielleicht noch ein Kruzifix auf den Hintern tätowieren lassen möchte, na ja, das wird bei den Spesen vom Christian auch noch drin sein.

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  3. So so, ist unser Präser kein Anhänger der freien Marktwirtschaft? Wenn das Produkt „Xtentum“ eben keinen Anklang findet, landet es in der Tonne. Ist doch so.

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