Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Unbedingt lesen!:
Dreckspack: Katholische Ärzte wollen Homosexuelle mit Homöopathie kurieren
[…]Ein katholischer Ärzteverband will die sexuelle Orientierung von Schwulen und Lesben mit ein paar Zuckerkügelchen ändern – nur auf deren Wunsch natürlich. Die Homo-Homöopathie stößt auf harsche Kritik. Berlin – Beim Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) ist man stinksauer. Von einer „Zumutung“ und einer „Beleidigung“ ist die Rede und von „fehlendem Respekt gegenüber homo- und bisexuellen Menschen“. Hintergrund ist eine Webseite des Bundes Katholischer Ärzte (BKÄ), auf der der Verband „Therapiemöglichkeiten von Homosexualität“ präsentiert. Unter anderem hatte das Webmagazin Telepolis darüber berichtet … Evangelische und katholische Kirche arbeiten sich am Thema ab: Unter dem Stichwort „Konversionstherapie“ propagieren radikale religiöse Gruppen vor allem in den USA die „Heilung“ von Schwulen und Lesben. Nicht immer kommen dabei so harmlose Zutaten wie Zuckerkügelchen zum Einsatz, sondern zum Teil auch Medikamente und Elektroschocks[…]

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Missionsveranstaltung „Evangelischer Kirchentag Dresden“

Mission und Missionierung
Die Agenda des 33. Evangelischen Kirchentags klingt ein bisschen nach Attac-Kongress. Laizistische Kritiker eröffnen trotzdem eine religionsfreie Zone

Von Tom StrohschneiderDer Freitag

Es ist ein paar Wochen her, da erlebte der sächsische Landtag einen interessanten Streit: Ausgerechnet die schwarz-gelbe Koalition verweigerte dem Evangelischen Kirchentag den Dresdner Plenarsaal als Veranstaltungsort. Vertreter der Opposition waren empört, Abgeordnete von Linken, SPD und Grünen verließen gar aus Protest eine Sitzung. Die Koalition verwies auf ein Gutachten der Parlamentsverwaltung, die Linkspartei sprach von einem „kleinkarierten und unangemessenen“ Umgang.

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Philosophie der Angst

»Praktische Ethik«: Peter Singer will Tiere aufwerten, indem er behinderte Menschen abwertet Foto: BBSROCK

Der australische Euthanasie-Befürworter Peter Singer erhält den Ethikpreis der Giordano-Bruno-Stiftung

Von Michael ZanderjW

Atheismus allein ist kein Verdienst, denn man kann Menschen auch ohne Gottesbezug unterdrücken. Das wußte bereits der junge Karl Marx. Die »Kritik der Religion« definierte er deshalb als »Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion« sei. Sie habe die »imaginären Blumen an der Kette« nicht zerpflückt, damit »der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern die Kette abwerfe…«. Heute gibt es nicht nur Freunde religiös geblümter, sondern auch trostloser Ketten. Und doch ist der Festakt, den es am 3. Juni in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main geben soll, ein wenig überraschend: Die Giordano-Bruno-Stiftung wird dem australischen Philosophieprofessor Peter Singer einen mit 10000 Euro dotierten Ethikpreis verleihen. Festredner sind der »Soziobiologe« Volker Sommer und der Tierrechtler und Psychologe Colin Goldner. Während die Stiftung neben Atheismus auch »Aufklärung« und »Humanismus« in ihrem Programm führt, wurde Peter Singer in den 1990er Jahren dadurch bekannt und berüchtigt, daß er die Tötung behinderter Säuglinge in bestimmten Fällen rechtfertigte. Diesen Widerspruch versucht der Stiftungsvorsitzende Michael Schmidt-Salomon aufzulösen, indem er ihn abstreitet. Singer sei, wie er in einer Stellungnahme auf der Home­page der Stiftung schreibt (26.5.2011), Opfer von »Mißverständnissen, Fehlinterpretationen und (…) böswilligen Unterstellungen« sowie einer »skandalösen Rufmordkampagne« geworden. Schmidt-Salomon preist ihn als den »klarsten und zugleich mitfühlendsten Denker unserer Zeit« und empfiehlt die Lektüre seiner Bücher.

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SPD Hannelore Kraft und andere Gottesknecht-Politiker im Religioten-Wahn

Quelle: myspacecdn.com

Politiker drängen auf mehr Einfluss der Kirchen
Sonntagsruhe, Bildung, Werte – Ministerpräsidentin Kraft steht zur Kirche. Vor dem Kirchentag: Göring-Eckardt erwartet Antworten vom Papst.

Hamburger Abendblatt

DRESDEN/DÜSSELDORF. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) setzt zur Bewältigung aktueller Probleme verstärkt auf die christlichen Kirchen. „Für die künftige Entwicklung der Gesellschaft hoffe ich auf eine stärkere Rolle der Kirchen als bisher“, sagte sie in Düsseldorf vor Vertretern evangelischer und katholischer Medien.

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Pepsi-Boykott

Quelle: wikipedia

Lebensrechtsgruppen in den USA rufen zu einem Boykott der Produkte des Getränkeherstellers Pepsi auf.

idea.de

Der Vorwurf: Das Unternehmen PepsiCo (Purchase/Bundesstaat New York) arbeite mit der Biotechfirma Senomyx (San Diego/Kalifornien) zusammen, die Zellen von abgetriebenen Kindern in der Forschung verwende. Dabei geht es um die Entwicklung von Geschmacksverstärkern. Zellen aus den Nieren abgetriebener Kinder werden als biochemische Rezeptoren eingesetzt. In den Getränken sind sie nicht enthalten. Gleichwohl sind Lebensrechtler entrüstet, dass PepsiCo die Dienste von Senomyx in Anspruch nimmt. Der Getränkehersteller bezeichnet die Vorwürfe als „verzerrte Darstellung“. Die von Senomyx angewandte Technik gehöre zu den anerkannten Methoden führender Universitäten, Krankenhäuser, Pharma- und Lebensmittelunternehmen. Der Boykott wird von etwa 30 Lebensrechtsorganisationen unterstützt. Federführend ist das katholische Werk „Children of God for Life“ (Kinder Gottes für das Leben) mit Sitz in Largo (Florida). Nach Ansicht ihrer Direktorin Debie Vinnedge gibt es ethisch unbedenkliche Alternativen zur Forschung mit Zellen abgetriebener Babys. Nach Protesten habe der Suppenhersteller Campbell (Camden/New Jersey) die Geschäftsbeziehungen zu Senomyx gekappt. In den USA werden jährlich etwa eine Million Kinder im Mutterleib getötet.

Konfessionslosigkeit – die dritte(vierte) Konfession?

Klassische Bestuhlung: Sitzblöcke aus Pappe, aufgebaut von freiwilligen Helfern, haben Tradition bei Kirchentagen. Foto: dpa/Nietfeld

Der langjährige Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Andreas Fincke, ist so etwas wie ein Spezialist zum Thema Konfessionslosigkeit in Deutschland. Seit Jahren forscht und publiziert er über Agnostiker, Freidenker, Atheisten oder Humanisten wie kaum sonst jemand im deutschsprachigen Raum.

Von Thomas KlattND

Das Sujet scheint durchaus lohnenswert: Immerhin ein knappes Drittel der deutschen Bevölkerung – deutlich mehr als 20 Millionen Bürger – ist konfessionslos. Sie gehören keiner Glaubensgemeinschaft an. »Ich glaube, dass die Kirchen die Wucht des Themas unterschätzen«, meint Andreas Fincke, der heute als Pfarrer im brandenburgischen Bötzow arbeitet. »Ich kann nicht nachvollziehen, wieso kirchliche Akademien, Bildungshäuser und Forschungsstätten sich so wenig mit der Konfessionslosigkeit beschäftigen. Es kann sie doch nicht kalt lassen, dass hochgerechnet ein vollbesetzter ICE mit 17 Wagen jene Personenzahl umfasst, die täglich die beiden großen Kirchen verlassen.« Es gebe zwar zahlreiche soziologische Milieustudien, sagt Fincke, aber meist nur innerhalb der Mitgliederschaft der beiden großen Kirchen. Erschreckend sei, dass man im Grunde relativ wenig über die dritte große Konfession in Deutschland wisse – die Konfessionslosen.

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Naturwissenschaft darf nicht instrumentalisiert werden

Quelle: http://www.die-erde.com

Bei den Wiener Vorlesungen am 31. 5. 2011 diskutierten Wissenschaftler das Verhältnis von Glauben und Wissen. Thema: „Baupläne und Materien der ‚Schöpfung'“

Von Dr. Robert HarsieberSuite101®.de

Prof. Hubert Christian Ehalt, Koordinator der Wiener Vorlesungen, hielt eingangs fest, dass Wissenschaftler, die sich ihr Forscherleben lang mit begrenzten Detailfragen befassen, sich gewöhnlich mit den Grundfragen des Lebens als Ganzem zu beschäftigen beginnen, wenn sie in die Jahre kommen. Johannes Huber, Gynäkologe, Endokrinologe und Theologe hielt aber trotzdem fest, dass die Naturwissenschaft nicht dazu da ist, um die Existenz Gottes zu beweisen oder zu widerlegen. Sie dürfe daher auch nicht instrumentalisiert werden, um die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen. Ob jemand glaubt oder nicht, sei eine vorwissenschaftliche Entscheidung. Die Frage, ob Baumeister oder Zufall, bleibe offen. Er plädiere aber für Toleranz und Offenheit.