Naturwissenschaft darf nicht instrumentalisiert werden


Quelle: http://www.die-erde.com

Bei den Wiener Vorlesungen am 31. 5. 2011 diskutierten Wissenschaftler das Verhältnis von Glauben und Wissen. Thema: „Baupläne und Materien der ‚Schöpfung'“

Von Dr. Robert HarsieberSuite101®.de

Prof. Hubert Christian Ehalt, Koordinator der Wiener Vorlesungen, hielt eingangs fest, dass Wissenschaftler, die sich ihr Forscherleben lang mit begrenzten Detailfragen befassen, sich gewöhnlich mit den Grundfragen des Lebens als Ganzem zu beschäftigen beginnen, wenn sie in die Jahre kommen. Johannes Huber, Gynäkologe, Endokrinologe und Theologe hielt aber trotzdem fest, dass die Naturwissenschaft nicht dazu da ist, um die Existenz Gottes zu beweisen oder zu widerlegen. Sie dürfe daher auch nicht instrumentalisiert werden, um die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen. Ob jemand glaubt oder nicht, sei eine vorwissenschaftliche Entscheidung. Die Frage, ob Baumeister oder Zufall, bleibe offen. Er plädiere aber für Toleranz und Offenheit.