Präses Schneider – depressiv und sauer – ablösen!


Nikolaus Schneider: Die Kirche muss Vorherrschaft der Wirtschaft kritisieren. Foto: idea/kairospress

Die Kirche gehört an die Seite der armen Leute. Diese Ansicht vertrat der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Düsseldorf), am 2. Juni beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden.

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Wie er bei einer Diskussion zur Frage „Ist der Glaube Privatsache?“ sagte, müsse die Kirche die Missstände der Gesellschaft ansprechen. Kirchenvertreter seien deshalb aber nicht die besseren Politiker oder Gewerkschafter. So sollte ein Pfarrer bei Demonstrationen auch nicht unbedingt im Talar auftreten, fügte Schneider hinzu. Ihn mache es „depressiv und sauer“, dass die Politik den Leitungsanspruch an die Wirtschaft abgegeben habe. Während der Finanzkrise sei die Chance vertan worden, dieses Verhältnis neu zu bestimmen. Offensichtlich sei der Chef der Deutschen Bank, Joseph Ackermann, stärker als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wie Schneider erklärte, sänken die realen Einkommen in Deutschland seit etwa 25 Jahren. Er vertrete eine „Treppentheorie“ ­– es gehe abwärts. Eine zeitlang könne das gut gehen, aber irgendwann zerbreche das System.

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