Katholischer Fundamentalismus bedeutet „Demokratie“


Quelle: wirklichgutes.de

Das Gewissen und die Zukunft Europas: Benedikt XVI. erinnert die Vertreter der kroatischen Zivilgesellschaft, dass die Gewissensfreiheit die Grundlage der Demokratie ist

Kath.net

[…]Nun, die großen Errungenschaften der Neuzeit, d. h. die Anerkennung und die Gewährleistung der Gewissensfreiheit, der Menschenrechte, der Freiheit der Wissenschaft und damit einer freien Gesellschaft sind zu bestätigen und zu entfalten. Dabei sind jedoch die Rationalität und die Freiheit auf ihr transzendentes Fundament hin offen zu halten, um zu vermeiden, daß diese Errungenschaften sich selbst aufheben, wie wir es leider in nicht wenigen Fällen feststellen müssen. Die Qualität des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens, die Qualität der Demokratie hängen zum Gutteil von diesem „kritischen“ Punkt ab, der das Gewissen ist, davon, was man darunter versteht und wieviel man für seine Bildung tut.

Wenn man das Gewissen entsprechend dem vorherrschenden modernen Denken auf den Bereich des Subjektiven reduziert, in den die Religion und die Moral verbannt werden, dann gibt es für die Krise des Westens kein Heilmittel und Europa ist zum Rückschritt verurteilt. Wenn dagegen das Gewissen wiederentdeckt wird als Ort des Hörens auf die Wahrheit und das Gute, als Ort der Verantwortung gegenüber Gott und den Mitmenschen – welche die Kraft gegen jede Diktatur ist –, dann besteht Hoffnung für die Zukunft …

… Kehren wir also zum Gewissen als dem Schlußstein für den kulturellen Aufbau und für die Schaffung des Gemeinwohls zurück. In der Gewissensbildung bietet die Kirche der Gesellschaft ihren eigentlichsten und kostbarsten Beitrag. Ein Beitrag, der in der Familie beginnt und in der Pfarrei eine bedeutende Stärkung erfährt, wo von klein auf die Kinder und dann die Jugendlichen lernen, die Heilige Schrift zu vertiefen, die der „große Codex“ der europäischen Kultur ist; und zugleich lernen sie den Sinn für die Gemeinschaft, die auf der Gabe basiert, nicht auf wirtschaftlichem oder ideologischem Interesse, sondern auf der Liebe, die „der hauptsächliche Antrieb für die wirkliche Entwicklung eines jeden Menschen und der gesamten Menschheit“ ist (Caritas in veritate, 1). Wenn diese Logik der Vorleistungsfreiheit in der Kindheit und Jugend gelernt wird, praktiziert man sie dann in jedem Bereich: im Spiel und im Sport, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Kunst, im freiwilligen Dienst an den Armen und Leidenden. Und wenn man sie erst einmal sich angeeignet hat, kann man sie in den kompliziertesten Bereichen der Politik und der Wirtschaft anwenden und so einen Beitrag leisten zu einer Polis, die ansprechend und gastfreundlich ist, zugleich aber nicht leer, nicht neutral im falschen Sinne, sondern reich an menschlichen Inhalten mit starker ethischer Bedeutung. Hier sind die christgläubigen Laien berufen, von den Grundsätzen der Soziallehre der Kirche geleitet, großherzig ihre Bildung und Prägung einzubringen für eine echte Laizität, für die soziale Gerechtigkeit, für den Schutz des Lebens und der Familie und für die Religions- und Erziehungsfreiheit …

1 Comment

  1. „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“

    Jesus von Nazareth

    „Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.“

    Silvio Gesell

    „The greatest tragedy in mankind’s entire history may be the hijacking of morality by religion.“

    Arthur C. Clarke

    Die Aussagen von wahren Genies bleiben für gewöhnliche Menschen unverständlich, und selbst den Gelehrten und ernsthaften Studenten können sie nur mit Mühe sinnhaftig werden.

    Der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ stammt von dem Freiwirtschaftler Otto Lautenbach, der im Januar 1953 die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM) gründete. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard sollte erstmalig eine „freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“ (echte Soziale Marktwirtschaft) verwirklicht werden.

    Im Juli 1954 verstarb Otto Lautenbach, die ASM zerfiel im Streit (eine Organisation gleichen Namens existiert heute noch, sie verfügt aber über keinerlei makroökonomische Kompetenz mehr). Für die makroökonomische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wurde ein von der so genannten „katholischen Soziallehre“ beeinflusstes Konzept von Alfred Müller-Armack übernommen, eine „sozial gesteuerte Marktwirtschaft“ (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem „Sozialstaat“), für die sich später der Begriff „soziale Marktwirtschaft“ einbürgerte.

    Wie sich die echte Soziale Marktwirtschaft von der Perversion, in der wir (noch) existieren, unterscheidet, erfahren Sie hier:

    Klicke, um auf soziale_marktwirtschaft.pdf zuzugreifen

    Warum ist das so schwer zu verstehen? Fragen Sie die „heilige katholische Kirche“:

    Klicke, um auf himmel_auf_erden.pdf zuzugreifen

    Mit freiwirtschaftlichem Gruß

    Stefan Wehmeier
    http://www.deweles.de

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