Wowereit: Mehr Toleranz von evangelischer Kirche


Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit verfolgt auf dem Kirchentag ein Forum zu lesbisch-schwulen Lebensformen in der Evangelischen Kirche. Er fordert mehr Toleranz. Foto: dpa / Matthias Hiekel

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die evangelische Kirche zu einem offeneren und toleranteren Umgang mit Homosexualität aufgerufen. „Bei dem Thema kann die Kirche Motor sein und sollte nicht Bremsklotz sein“, sagte Wowereit bei einer Diskussionsrunde am Samstag auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden.

evangelisch.de

Der schwule Politiker zeigte sich „entsetzt, dass hier so tastend diskutiert worden ist“. Es sei selbstverständlich, dass der Mensch so akzeptiert wird, wie er ist. „Mein Bild von der evangelischen Kirche war ein anderes, auch ein Bild, was weiter war“, sagte er.

Beim Thema Schwulenfeindlichkeit sieht Wowereit auch die Politik und andere Funktionsträger in der Pflicht: „Treffen wir uns in der Mitte. Es braucht eine Bewegung von oben und eine von unten“, verlangte er. Die frühere Hamburger Bischöfin Maria Jepsen berichtete, sie sei wegen ihres Einsatzes für Homosexuelle „schon schlimm beschimpft worden, mit Morddrohungen und dergleichen mehr“.

Die nordelbische Kirche, der Jepsen angehört, gehört zu den liberalsten Gliedkirchen der EKD beim Thema Homosexualität. Unter anderem hatte es dort einen schwulen Bischofsanwärter gegeben. „Lutherisch weltweit sind wir in der Minderheit mit diesen offenen Positionen“, gab Jepsen zu bedenken.

weiterlesen

1 Comment

  1. „Der Mensch sinkt, wenn er einmal sinkt, immer unter das Tier.“

    Friedrich Nietzsche (Wie man wird, was man ist)

    Wo ist eigentlich das Paradies geblieben? Tatsächlich befinden wir uns noch immer mitten darin, aber wir sehen es nicht. Wir können es nicht sehen, weil Heerscharen von Schweinepriestern uns erzählen, das Paradies sei ein „Obstgarten“, in dem es Verbote einzuhalten gilt, die gar nicht einzuhalten sind. Diese Lüge verbreiten die Priester seit Jahrtausenden; zuerst, weil sie uns belügen mussten, und später, weil sie nicht mehr anders konnten. Das Lügen wird zur Gewohnheit, wenn die Wahrheit längst vergessen und die Lügerei umso besser bezahlt ist, je höher das Lügengebäude wird, das mit verbogenen Balken gerade noch errichtet werden kann.

    Unser schöner Garten Eden wurde zu jener „modernen Zivilisation“, in der das Lügen mittlerweile so gut bezahlt wird, dass die ehrliche Arbeit es kaum noch tragen kann.

    Alles begann mit der Erbsünde. Als noch niemand wusste, wie der Himmel auf Erden zu gestalten ist, in der niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer erzielen kann, durfte das arbeitende Volk nicht wissen, dass im Privatkapitalismus ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg unvermeidlich ist. Priester wurden verpflichtet, allen Zinsverlierern zu erzählen, die Marktwirtschaft sei ein „Obstgarten“ und manche Früchte seien eigentlich verboten aber wohl in der Praxis nicht zu vermeiden. So verschaffte die Erbsünde denen ein Auskommen, die außer lügen nichts gelernt hatten.

    Problematisch wurde es erst, als ein Prophet erklärte, dass mit konstruktiv umlaufgesichertem Geld der Allokationsmechanismus zwischen Kreditangebot und Kreditnachfrage erhalten bleibt, auch ohne dass das Finanzkapital mit dem Urzins belohnt werden muss, damit es rentable Sachkapitalien gebiert. In diesem Fall wäre das Kreditangebot mit der Summe aller Ersparnisse identisch, der Geldkreislauf stabil, der Geldverleih gerecht, jede Geldbewegung intelligent, jeder Anspruch auf Geld gesichert, und Gott würde nicht mehr gebraucht.

    Das Paradies von der Erbsünde befreien und das auch noch ohne Verbote? Diese „Unverschämtheit“ konnte man nicht durchgehen lassen, denn dann würden sogar die Lügner wieder von ehrlicher Arbeit leben müssen.

    So wurden alle Priester zu Schweinepriestern; und alle, die nicht gestorben sind, belügen uns noch heute.

    Herzlich Willkommen in der wirklichen Welt:

    http://www.deweles.de/willkommen/himmel-und-hoelle.html

    Liken

Kommentare sind geschlossen.