Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Igitt: Wunder und Seligsprechungen am Fließband
[…]Wien (kath.net/PEW) Hildegard Burjan (1883-1933), Sozialpionierin und Gründerin der Caritas Socialis Schwesterngemeinschaft, könnte bald selig gesprochen werden. Das Kardinalskollegium in Rom bestätigte am Dienstag das dafür nötige Wunder … Das anerkannte Wunder betrifft die Heilung einer Frau, die sich in ihrem Anliegen an Hildegard Burjan gewandt hat: Infolge mehrerer Operationen konnte sie kein Kind zur Welt bringen. Dass sie später drei gesunden Kindern das Leben schenkte, ist für die den Fall begutachtenden Ärzte nach medizinischem Standpunkt unerklärlich. Die Frau fühlte sich Hildegard Burjan verbunden, die in ähnlicher Lage einer Tochter das Leben schenkte[…]

Alle Radikalen zieht es in die katholische Kirche, kein Wunder
[…](New York/Rom) Eine Pfarrei der Episkopalen Kirche im Bundesstaat Maryland beschloß samt ihrem Pfarrer Mark Lewis in die Einheit mit Rom zurückzukehren. Es ist die erste anglikanische Gemeinschaft der USA, die den von Papst Benedikt XVI. in Anglicanorum coetibus geschaffenen Regeln folgt und diesen Schritt setzt. St. Luke ist eine mehrheitlich schwarze Kongregation in Bladensburg, die in das anglikanische Ordinariat der katholischen Kirche aufgenommen wird. Die Vertreter der Kongregation sprachen, als sie der Episkopalen Kirche (so nennen sich die Anglikaner in den USA) ihre Rückkehr in die volle Einheit mit Rom mitteilten, nicht über die von ihr abgelehnte Ordination von homosexuellen Pastoren und Bischöfen und Frauenordinationen. Den Schritt begründeten sie mit dem Wunsch und der Notwendigkeit nach einer klaren religiösen Autorität. Deshalb akzeptieren sie die Führung durch Papst Benedikt XVI. „In der Episkopalen Kirche kann der zuständige Bischof eine Sache sagen und ein anderer Bischof an einem anderen Ort das genaue Gegenteil davon“, erklärte Patrick Delaney von Mitchellville, ein Laie, der der Kongregationsleitung angehört. „Das ist der entscheidende Punkt. Jeder Bischof ist bei den Episkopalen ein König in seinem Reich. Das ist untragbar“, so Delaney[…]

Jan Fleischhauer macht den Matussek
[…]„Die evangelische Kirche scheint fest entschlossen, die Verharmlosung der Religion – nichts anderes bedeutet ja ihre Politisierung – weiterzutreiben“. Dies schreibt Spiegelredakteur Jan Fleischhauer … Es ist kein Zufall, dass sich der Katholizismus sehr viel besser behauptet, wohl auch, weil er weniger anschlussfähig ist für moderne Erlösungserwartungen.“ „Die Folgen der Selbstsäkularisierung sind heute an vielen Gottesdiensten ablesbar“, beobachtete Fleischhauer. „Kaum ein Pastor traut sich noch, ungeniert von Himmel und Hölle zu sprechen, und wenn, dann ist das nur allegorisch gemeint, wie er sich hinzuzufügen beeilt. Stattdessen findet sich in jeder guten Sonntagspredigt die Litanei über den Kriegstreiber Amerika, die Schrecken der Globalisierung, das Elend der Hartz-IV-Empfänger.“[…]

Naive Basler, der Vatikan bestimmt, doch keine Volksinitiative
[…]Der Ausschluss der Frauen vom Priesteramt allein aufgrund ihres Geschlechts und die Verpflichtung der Priester zum zölibatären Leben sollen nicht mehr länger hingenommen werden. Zwei katholische Initiativkomitees – je eines in Basel-Stadt und in Baselland – wollen dem Zustand ein Ende setzen; dies «mit dem sehr eidgenössischen Mittel der Volksinitiative», wie CVP-Grossrat Oswald Inglin an der gestrigen Pressekonferenz erklärte. So sollen die katholischen Kirchenverfassungen von Basel-Stadt und Baselland mit einer Bestimmung ergänzt werden, die den Kirchenräten und Synoden der beiden Landeskirchen Beine macht. Denn diese sollen darauf hinwirken, «dass die Römisch-Katholische Kirche die gleichberechtige Zulassung – unabhängig von Zivilstand und Geschlecht – zum Priesteramt ermöglicht». Ein klarer Verfassungsauftrag, sich für die Abschaffung des Pflichtzölibats und die Zulassung der Frauen zum Priesteramt starkzumachen … Für das Zustandekommen der Initiativen braucht es in Basel-Stadt 700 und in Baselland 1000 Unterschriften. Unterschreiben dürfen im jeweiligen Kanton wohnhafte Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche, die mindestens 16 Jahre alt sind. Ende Jahr wollen die Komitees die Unterschriften beisammenhaben. Gleichzeitig hoffen sie auf Nachahmungen in anderen Kantonen.[…]

Libanon verbietet Lady Gagas Album
[…] Die libanesische Regierung hat das neueste Album der US-Popsängerin Lady Gaga verboten und Tausende CDs beschlagnahmt. Begründung: Das Album „Born this Way“ (So geboren) sei unchristlich.
Zuvor hatte das Land bereits ihre Single „Judas“ verbannt, weil der Text für Christen anstößig sei. In Malaysia darf der Hit nicht im Radio gespielt werden. Der Titelsong des neuen Albums, das in 21 Ländern an der Spitze der Popcharts steht, ist ein Loblied auf alle sexuellen Ausrichtungen – ob hetero-, homo-, bi- oder transsexuell. Sie seien alle gleich, weil Menschen „so geboren“ seien. Auch konservative christliche Gruppen in den USA haben den Popsong kritisiert. Jeff Johnston (Colorado Springs/Bundesstaat Colorado), Experte für Homosexualität der Organisation „Focus on the Family“ (Brennpunkt Familie), bezeichnete den Text als „schlechte Theologie“[…]

Ägypten: Bibelmission à la Pizza-Dienst
[…]In Ägypten wird die Bibel nach demselben System verkauft wie die Pizza. Ägypter könnten ihre Bibel über eine kostenlose Telefonnummer bestellen und erhielten die Ausgabe eine halbe Stunde später durch einen Motorrad-Kurier an die Haustür geliefert, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Bibelgesellschaft, Felix Breidenstein, der Zeitschrift «BibelReport» (Juni-Ausgabe). Dieser Vertriebsweg sei in dem muslimisch dominierten Land ein nicht zu unterschätzender Vorteil, weil potenzielle Leser nicht erst in einer Buchhandlung oder einer Kirche nach der Bibel fragen müssten[…]