Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Den Scharlatanen die Approbation entziehen!
[…]Zum Vorhaben des Bundes Katholischer Ärzte (BKÄ), Schwule zu „heilen“, erklärt der religionspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW, Ralf Michalowsky:„Schwule und Lesben haben in der Tat ein Problem, sie leiden unter der verkommenen Sexualmoral der katholischen Kirche.“ 
Nach den aktuellen Medienberichten über den BKÄ fordert Michalowsky nun Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf „zu prüfen, ob man diesen Ärzten mangels Zurechnungsfähigkeit nicht besser die Approbation entziehen sollte“.
Es sei kein Geheimnis, dass etwa ein Drittel der katholischen Priester schwul sei, sagte Michalowsky weiter. Wenn sich der BKÄ um diese „Vertreter Gottes“ auf Erden sorge, könne man das noch als hübsche Ironie betrachten.
„Doch die ärztlichen Scharlatane scheinen wirklich daran zu glauben, dass man Homosexualität mit Homöopathie und Psychotherapie ,heilen‘ könne und solle“, staunt der Fachabgeordnete. Seiner Ansicht nach sollten die Mitglieder des BKÄ bei einem Verbleib im Heilberuf zumindest zu einer Nachschulung zum Themenkomplex Homosexualität verpflichtet werden.[…]

Kardinal Schönborns Höllen-Phantasien
[…]Schönborn beantwortete die Frage: „Gibt es die Hölle?“ so: „Der Glaube sagt, dass das Nein zur rettenden Hand Gottes möglich ist.“ Und: „Ohne die Gnade der Bekehrung gibt es keinen Weg ins Paradies.“ Hölle und Himmel seien aber „keine gleichwertigen Alternativen“: „Die Hölle ist eine Möglichkeit, die Gott für uns nicht will, und die wir Menschen im Letzten auch nicht wollen können. Uns ist das Paradies, die ewige Seligkeit verheißen.“[…]

Fundi-Christen-Gruppierungen haben es nördlich der Alpen schwer, das darf nicht sein
[…]Der langjährige deutsche Kurienkardinal Paul Josef Cordes vermisst bei den deutschen Katholiken Begeisterung für „die vitale verändernde Kraft von Glaube und Kirche“. „Warum fehlt in den Gemeinden nördlich der Alpen meistens die Schubkraft, die der Glaube in anderen Breiten entzündet?“ … Cordes verwies besonders auf neue geistliche Gemeinschaften und charismatische Gruppen wie die aus Frankreich stammende ökumenische Kommunität „Chemin Neuf“. Solche Gruppierungen hätten es in Deutschland schwer … Cordes weiter: „Warum versucht man selbst in der Kirche, das Feuer der neuen Bewegungen eher zu löschen als zu entfachen?“[…]

B16-RatzeBene-Ausstellung in Freiburg: Aus dem reaktionären fundamental-radikalen Inquisitor, der alles anbetet, was vor dem Zweiten Konzil galt und geistig nicht über den Tellerrand schauen kann, wird ein brillanter scharfsinniger Theologe und Wissenschaftler
[…]Ein Lebensweg, der sehr gerade verläuft, aber Krisen nicht ausschließt – etwa bei seiner Habilitation, gegen die der Zweitgutachter gravierende Einwände erhob. Was der so junge wie brillante Theologe scharfsinnig als Teilnehmer übers Zweite Vatikanische Konzil bekannte, lässt sich kongruent auf die Situation von heute übertragen: „der Eindruck, dass eigentlich nichts mehr fest sei in der Kirche, dass alles zur Revision stehe“. Zu wünschen ist dem Katholizismus indes, dass dieser Eindruck auch jetzt nicht ohne kreative Folgen bleibt … In Freiburg soll die Ausstellung helfen, den Papstbesuch vorzubereiten. Auch dazu beitragen, dass daraus mehr wird als nur ein Massenspektakel. Sympathie für einen Mann wecken, der es in unserer säkularen Spaßgesellschaft nicht leicht hat, sich und seiner Institution Gehör zu verschaffen[…]

Aufdringlicher geht es wohl nicht mehr!
[…]Freiburg. Die katholische Kirche trommelt für den Papstbesuch: Monate vor der Visite in Freiburg beginnt die Erzdiözese mit einer Werbekampagne. Mehrere „Papst-Mobile“ mit überdimensionalen Benedikt-Bildern werden in den kommenden Wochen im ganzen Bistum Freiburg unterwegs sein. Zudem sei eine landesweite Plakat-Aktion geplant, teilte die Diözesanverwaltung zum Start der Kampagne mit[…]

Und wer schützt die konfessionslosen und nicht-christlichen Anwohner vor dieser missionarischen Belästigung
[…]Wesel: Bunt, gesellig und gewollt politisch wird’s am Pfingstmontag auf dem Großen Markt. Vor dem Willibrordi-Dom feiern Christen der katholischen und evangelischen Innenstadt-Gemeinden ihr drittes ökumenisches Gemeindefest … Und so startet der Tag um 11 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel und der Frage: Was bedeutet es, heute Christ zu sein? „Wir gehen raus auf den Marktplatz, um vielleicht auch die zu erreichen, die sonntags nicht in die Kirche gehen“, sagt Michael Lucka-von Eerde. Das ökumenische Gemeindefest sei eine Chance, die Menschen in der Moderne zu erreichen … Zum ersten Mal beim Fest dabei ist die Freie evangelische Gemeinde an der Fluthgrafstraße. Zudem präsentieren sich an zwölf Ständen die verschiedensten Gruppen der Gemeinden. Für Musik und Tanz sorgen das Familienzentrum Beguinenstraße, die Bläser vom Dom und die AVG-Bigband. Zum Abschluss um 17 Uhr gibt es ein offenes Singen[…]

Was für eine Schande 😀
[…]Baierbrunn (kath.net/idea) Der gemeinsame Kirchgang am Sonntag und das Tischgebet haben in deutschen Familien Seltenheitswert. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ (Baierbrunn bei München). 12 Prozent der Befragten erklärten, dass sie mit Partner oder Kindern sonntags den Gottesdienst besuchen. Nur bei den Älteren spiele der gemeinsame Kirchenbesuch eine größere Rolle, so das Magazin. Unter den ab 70-Jährigen sei dies bei 26 Prozent der Fall. Noch seltener geworden ist der Umfrage zufolge das gemeinsame Tischgebet. Acht Prozent der Deutschen gaben an, vor dem Essen mit der Familie ein Gebet zu sprechen[…]

Volksverblödung Bibel TV auf Erfolgskurs
[…]2010: Die Einnahmen und Ausgaben lagen bei jeweils etwa 8,5 Millionen Euro. Rund 7,5 Millionen Euro wurden durch Spenden von Zuschauern und Unterstützern des Fernsehsenders aufgebracht, eine Million Euro kam aus Werbe- und anderen Erträgen zusammen. Damit verzeichnet „Bibel TV“ eine Steigerungsrate gegenüber 2009 von knapp 20 Prozent. Auch 2011 erwartet der Sender ein deutliches Wachstum, in den ersten 5 Monaten des Jahres sind die Spenden um etwa 18 Prozent gestiegen. Wie „Bibel TV“-Geschäftsführer Henning Röhl vor den Gesellschaftern ausführte, wird der Sender von 36.000 regelmäßigen Spendern unterstützt; davon leben 90 Prozent in Deutschland, 10 Prozent in Österreich und der Schweiz[…]

Buch über Wesen und Wirklichkeit der katholischen Kirche, ein Geschenk für B16-RatzeBene
[…]Als Ausweg aus der Krise der katholischen Kirche empfiehlt Kardinal Walter Kasper eine geistliche Erneuerung und institutionelle Reformen … Kirche müsse stärker dialogisch werden, riet Kasper. Dies müsse nicht eine Schwächung des kirchlichen Amtes bedeuten. Aber Kirche müsse zu einem «kommunikativen, dialogischen und geschwisterlichen Stil» finden. Notwendig sei zudem ein neues Gleichgewicht zwischen Zentralismus und Eigenständigkeit der Ortskirchen … Der Milieukatholizismus geht Kasper zufolge seinem Ende entgegen: «Das Ende der Volkskirche ist ein schwieriger und hoffnungsvoller Prozess.» Er setze daher auf eine kreative Minderheit, aus der eine erneuerte Kirche entstehen könne. Als Beispiele nannte er Hauskirchen und kleine Gemeinschaften. Es könne allerdings nicht Ziel sein, eine kleine Herde zu werden, ergänzte der Theologe. Auch bekannte er, kein Freund einer «Wohlfühl»-Kirche zu sein. Die Erosion der Volkskirchen und die wachsende religiöse Vielfalt werde das in Deutschland gewachsene rechtliche Verhältnis von Staat und Kirche verändern, äußerte Kardinal Kasper. Darüber müsse man allerdings nicht nervös werden. Und wenn die Politik rational bleibe, werde sie auch nicht an dem System des staatlichen Einzugs der Kirchensteuer rütteln, fügte er hinzu.[…]

Irland auch offen für Ungläubige und Nicht-Katholiken
[…]Die irische Präsidentin Mary McAleese hat am vergangenen Wochenende im Rahmen der Gedenkkonferenz Religious Freedom, East and West (dt. Religiöser Frieden, Ost und West)die weltanschauliche Toleranz Irlands betont. Trotz der religiös umkämpften irischen Vergangenheit sei das moderne Irland eine „Familie, die zugleich katholisch, protestantisch, agnostisch, atheistisch, islamisch und jüdisch“ sei und damit Heimat für Menschen aller Glaubensrichtungen und der Nichtglläubigen. Sie ergänze laut einem Bericht der Irish Times, dass es bei allen Konflikten darum gehe, dass das Anerkennen von Unterschieden verweigert würde[…]

Erzbischof Meisner goes online
[…]Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wird auf einer neu eingerichteten Internetseite Fragen zu Glauben, Leben und Kirche beantworten. Unter der Adresse http://www.direktzumkardinal.de öffnet am Pfingstsonntag, 12. Juni, ein Portal, auf dem sich jeder mit Fragen be­teiligen kann. Die Fragen werden auf der Plattform online veröffentlicht. Jeder Nutzer kann eigene Beiträge an den Erzbischof von Köln formulieren oder sich an der Abstimmung bereits gestellter Fragen beteiligen[…]