New College of the Humanities


A.C. Grayling , Quelle: freethinker.co.uk

Einige der bekanntesten Professoren des Landes, unter ihnen Richard Dawkins, gründen eine Privatuniversität, die mit Oxford und Cambridge konkurrieren will. Die dreijährige Ausbildung basiert auf Einzeltutorien, wofür die Studenten 18 000 Pfund Studiengebühren im Jahr zahlen, etwa doppelt so viel wie bislang, wo die Höhe durch Regierungsvorgaben festgelegt ist. Konzept und Aufbau gleichen den amerikanischen Liberal Arts Colleges mit ihrer geisteswissenschaftlichen Rundumausbildung auf nagelscherengestutzten Rasenflächen. Der Gründer und zukünftige Leiter des „New College of the Humanities“: der Philosoph A. C. Grayling.

Von Mara DeliusWELT ONLINE

Nun ist der Mann nicht irgendwer. Mit dem leicht beuteligen Jackett und der buschigen Löwenmähne, die an den Einsatz gleich mehrerer Rundbürsten denken lässt, entspricht er schon äußerlich dem Typus des englischen Akademikers von heute: einem, der nicht nur forscht, sondern vor allem lehrt – was in den von Kürzungen von mehr als 900 Millionen Pfund betroffenen englischen Universitäten bedeutet, einen Kindergarten mit Geldproblemen zu verwalten, schlimmstenfalls, und bestenfalls, wissenschaftlichen Ideen in die Welt zu helfen. Für Grayling jedenfalls, der sich mit Skeptizismus und Wahrheitstheorie beschäftigt, meint Akademikersein, sich an der Wirklichkeit abzuarbeiten.

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