Liberale katholische Kleriker sind Ketzer, wo sind bloß die Scheiterhaufen?


Quelle: henker-folter.de

Wenn der Dialogausschluss in der Diözese Rottenburg-Stuttgart droht
Es gibt aber auch Frauen und Männer in der Kirche, die Bischof Fürst nicht mag – Ein Portrait von Bischof Gebhard Fürst

von Bernhard Müller / Pur-Magazin – Kath.net
Bischof Gebhard Fürst mag Frauen und Männer in der Kirche, die „anschlussfähig“ an den Mainstream der Gesellschaft sind. Der Missbrauchsskandal liefert ihm immer wieder Argumente, um einen Umbau der Kirche in diesem Sinne zu fordern. Und er glaubt, die Welt zu kennen: lange ehe er vor elf Jahren Nachfolger von Walter Kasper als Diözesanbischof in Rottenburg wurde, hat er als Akademiedirektor und später als Mitglied des Nationalen Ethikrates mit den Klugen und Weisen dieser Welt verkehrt.

Er sieht die Ursache für den Niedergang der Kirche in Deutschland, den er „nüchtern betrachtet“, der ihm aber weder seinen „guten Schlaf raubt“ noch ihn in „falsche Panik“ versetzt, darin, dass die Kirche mit ihrer Botschaft zu wenig „im Kontext der Zeit“ steht, also zu altmodisch und zu unbeweglich ist.

„Zwischen dem Mainstream des modernen Lebensgefühls und dem Bild, das die offizielle Kirche vielfach vermittelt, entsteht eine immer tiefere Kluft“, hat Fürst, der Ehrenmitglied im Rotary International District 1830 Esslingen Filder ist, erkannt. Um diese Kluft zu überwinden, fordert er, dürfe sich die Kirche nicht weiter „abschotten“ und „ins scheinbar Sichere und Überschaubare“ zurückziehen. Auch für die Kirche gilt dem Oberhirten aus Baden-Württemberg: „Nichts ist dauerhaft überschaubar und sicher.“ Er will deshalb in seiner Diözese einen „Erneuerungsprozess mit einem vorbehaltlosen Dialog in den Gemeinden, Seelsorgeeinheiten und Regionen“ führen und vor allem mit Leuten reden, die sich innerlich von der Kirche entfernten, „oder von denen sich die Kirche nach und nach entfernt hat“. Er hält solche Menschen, „die normalerweise nicht zu den von der Kirche konsultierten Ratgebern gehören“, für „hilfreich und wegweisend“. Fürst will „Tore öffnen, durch die Menschen eintreten können und durch die wir hinaus zu ihnen gehen“.

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1 Comment

  1. Dem Himmel sei Dank, dass es nicht viele Verführer wie Fürst gibt. Er wäre mit seiner Taktik durchaus in der Lage den Verfall der RKK zu bremsen oder sogar zu stoppen. Als Einzelner wird er sich aber seine Zähne am Vatikan bzw. den Piuslern ausbeißen. Halleluja!

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