Erzbischof Meisner: „Der Heilige Geist erleuchtet und schärft die Vernunft“


Welche Chance hat der Heilige Geist heute?
Predigt von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum Hohen Pfingstfest im Hohen Dom zu Köln am 12. Juni.

Kath.net

Liebe Schwestern, liebe Brüder!
„Denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden“ (Apg 2,6), ist die Reaktion der pfingstlichen Besucher aus aller Welt in Jerusalem. Jeder nahm die geisterfüllten Apostel in seiner Muttersprache wahr. Pfingsten ist als Fest des Heiligen Geistes das Fest des Verstehens der Menschen. Sie verstehen, was ihnen Gott sagen will, und sie verstehen ihre Mitmenschen, die ebenfalls mit ihnen sprechen.

1. Welche Chancen hat der Heilige Geist elf Jahre nach der Jahrtausendwende, also heute im Jahr 2011? Die Erde wird bewohnt von einer Menschheit, die der Überzeugung ist, dass sie selbst alles Licht erzeugen kann, das sie für ihren Weg durch die trüben Ungewissheiten und durch die dunklen Gewissheiten ihrer Gegenwart und Zukunft braucht. Eine solche Menschheit sollte aber damit rechnen, dass sie wirklich beim Wort genommen wird.

Die Frage „von wem?“, nun von dem Gott, den sie nicht mehr zu erkennen und den sie nicht mehr zu brauchen meint, weil sie ihn für eine pure Fiktion hält. Hier wird die schreckliche Möglichkeit angedeutet, dass Gott die Welt auch tatsächlich sich selbst überlassen und sie ihrem selbst gewählten Schicksal ausgeliefert sein lassen könnte. Das wäre nicht das erste Mal in der Weltgeschichte. „Und Jesus ging fort und verbarg sich vor ihnen“ (Joh 12,36).

Diese Worte aus den Passionsberichten des Evangeliums scheinen unsere Situation zu kennzeichnen. Dem Unglauben Gott gegenüber steht der Glaube an die menschliche Vernunft, an die Wirksamkeit nüchternen Denkens und wissenschaftlicher Bewältigung aller gegenwärtigen und zukünftigen Probleme. Der Unglaube hält diese vernünftige Erkenntnis selbst für das Licht, das die Menschheit durch alle Fährnisse der Dunkelheit leiten wird. Diese Vernunft glaubt, dass alles, was zur Rettung des Menschen nötig ist, aus ihr selbst kommt und in ihr schon enthalten ist.

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1 Comment

  1. Dieser widerlich dumme Mann kann ja gar nicht anders als gegen Vernunft und Wissenschaft zu predigen – und gegen die Menschlichkeit. Denn ihm geht es nur um die Göttlichkeit. meisner ist ein elend dummer alter Mann, der sich allerdings schon als unger Mann das Denken hat austreiben lassen. Er hat seinen damals vorgesetzten Klerikern den Hintern geleckt, um ihn sich jetzt selbst lecken zu lassen. Das ist die Gehoramsstrutur aller totalitären Systeme. Und das ist diesen Herren wichtiger als Wahrheit, Vernunft und Menschlichkeit!

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