Europride in Rom: Lady Gaga fordert weltweit gleiche Rechte für Homos


Quelle: bild.de

Europride in Rom:
Lady Gaga und ihr Traum von Gleichheit
Hunderttausende Schwule, Lesben und Transvestiten aus Europa sind am Samstag in Rom zur großen Abschluss-Parade der Europride gekommen. Die US-Sängerin Lady Gaga forderte bei ihrem Auftritt gleiche Rechte für Homosexuelle in aller Welt und zeigte sich ungewohnt ernst.

Stern.de

Mit einem Aufruf von Lady Gaga zur „Revolution der Liebe“ ist am Samstag in Rom das Homosexuellen-Fest Europride zuende gegangen. Die US-Sängerin forderte in einer Rede im Circus Maximus im Zentrum der italienischen Hauptstadt die Regierungen in aller Welt zur Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben auf. In der kroatischen Stadt Split kam es zu Gewalt, als 10.000 Menschen gegen eine kleine Homosexuellen-Parade protestierten.

„Ich stehe hier als eine Weltbürgerin und fordere mit Euch zusammen Regierungen weltweit auf, unseren Traum von Gleichheit zu erleichtern“, sagte Lady Gaga vor der Menschenmenge in der historischen Arena im Zentrum Roms, wo nach Angaben der Organisatoren eine Million Menschen zur Europride gekommen waren. „Lasst uns Revolutionäre der Liebe sein und unsere starken menschlichen Kräfte nutzen, um Leben zu retten und zu Einheit in der ganzen Welt zu ermutigen.“

Die für ihre schrillen Kostüme und temperamentvollen Shows bekannte Sängerin war bei ihrem Auftritt unweit des Kolosseums und des Vatikans ungewöhnlich zurückhaltend. Sie trug ein elegantes schwarz-weißes Kleid des Designers Gianni Versace und eine grüne Perücke mit geradem Schnitt. In ihrer halbstündigen improvisierten Rede verzichtete Lady Gaga auf jegliche Provokation in Richtung der Kirche oder des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, der schon oft mit schwulenfeindlichen Bemerkungen aufgefallen ist.

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