Gotteswahnsinnige: Wann wechselt Klerikalfaschisten-Anhänger Matussek endlich zum FOCUS?


Quelle: thueringerblogzentrale.de

Wir haben den besseren Weihrauch
Steht das katholische Ritual unter Denkmalschutz? Darf die Kirche sich der Gegenwart zuwenden? Matthias Matussek, Autor des Buchs „Das katholische Abenteuer“, kämpft für die reine Lehre. Ein Streitgespräch zum Pfingstfest.

Interview Claudius SeidlFrankfurter Allgemeine

Herr Matussek, Sie nennen Ihr Buch im Untertitel „Eine Provokation“. Wen wollen Sie provozieren?

Alle, die Schwierigkeiten mit Festlegungen haben, mit heftigen Bekenntnissen. Man hält das für uncool und naiv. Die Verkehrsform in unseren Breitengraden ist das tänzelnde Wechseln der Standpunkte, die ironische Volte . . .

Wer ist dieser „man“?

Es sind schon auch Sie, in Ihrem Feuilleton.

Im sogenannten Feuilleton wird doch ein strenger katholischer Denker wie Robert Spaemann viel ernster genommen als zum Beispiel Hans Küng. Katholische Positionen sind schon deshalb so beliebt, weil sie eben oft kompromisslos und unverwechselbar sind.

So oft schreibt Spaemann nicht. Und salonfähig ist der kritische Katholizismus, der nicht vom Glauben redet, sondern von Demokratie, Gleichberechtigung, Sexualmoral. Es gibt eine merkwürdige Scheu, über die Sakramente zu reden, über das Credo. Geißlers Papstkritik, das ist die Meterware der Kirchenkritik.

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Matussek: Der SPIEGEL ist ein antikirchliches Kampfblatt:

{…]Matussek: Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: 0,1 Prozent der Missbrauchsfälle stammen aus den Reihen der katholischen Kirche. Also 99,9 Prozent ereignen sich in protestantischen Glaubensgemeinschaften, in Rudervereinen und in erster Linie in den Familien; da ist der größte Skandal. In einer Gesellschaft, in der alles auseinanderfällt – moralisch, sittlich, finanziell – sind die Familien ein Tatort geworden. Aber indem sich jetzt alles auf die katholische Kirche konzentriert, was den schönen Nebeneffekt hat, dass man alle möglichen Ressentiments und Rechnungen noch begleichen kann, geraten die eigentlichen Problemfelder aus dem Fokus. Die katholische Kirche ist der Blitzableiter für einen eklatanten gesellschaftlichen Missstand, über den nicht mehr gesprochen werden muss, weil ja jeder die Katholiken hat[…]

3 Comments

  1. Seit wann hat ein Gläubiger genug Mathematik im Kopf, um Prozentrechnung zu können. In den USA sind etwa 17% der Priester pädophile Dreckschweine, im Normalfall sind etwa 5% zu erwarten

    Nach der Studie des John Jay College für Strafrecht der City-Universität in New York im Auftrag der US-Bischöfe haben 1950 bis 2002 rund 350 Bischöfe und 4.400 der insgesamt 47.000 Priester der USA etwa 11.000 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht. Ein kirchliches Dokument spricht sogar von <100.000 Opfern. Bis 2002 werden nur 350 der pädophilen Priester der RKK entlassen, 218 weitere im Jahr 2002. Eine weitergehende Studie wird im Jahr 2011 vorgestellt. Seit 1980 sind deutlich mehr homosexuelle Männer in die Priesterseminare eingetreten als jemals zuvor. Etwa 40% der US-Priester aus diesen Weihejahrgängen bestätigten die Existenz einer homosexuellen Subkultur in der RKK, ergänzt durch massiven Missbrauch von Alkohol und Drogen.

    Etwa 3,0 Milliarden US$ werden als Entschädigungen immer vor einer Aussage von Kirchenführern gezahlt, da Meineide hoch bestraft werden. Der Jesuitenorden und 8 Bistümer verkaufen ihre Kirchen und Aktiva wegen Insolvenz. Zu Urteilen ohne Vergleich kommt es in Hunderten Fällen mit 1,3 Mio. US$/Opfer. Ein Vergleich beinhaltet 660 Mio. US$ für 508 Opfer mißbraucht von 448 pädophilen Priestern, nur 70% davon werden von der RKK ihres Amtes enthoben. Noch im Jahr 2009 werden von der RKK 375 Mio. US$ an Missbrauchsopfer gezahlt, die Anschuldigungen gegen Priester sind mit 803 Fällen im Vergleich zu 2008 wieder angestiegen. Die Zeugen Jehovas haben <5 Mio. Mitglieder etwa 23.720 Fälle von sexuellem Missbrauch in Patterson/New York gespeichert. Auf den Katholizismus in den USA hochgerechnet wären es etwa 1.428.000 Missbrauchfälle.

    Die Kirchenführung betrügt, manipuliert und hetzt blindwütig in Predikten wie Bischof Müller in Regensburg oder Bischof Jacques Gaillot in Evreux, der vor Gericht jede Kenntnis der Taten seines Priesters leugnet und als Lügner überführt wird. Bischof Pierre Pican Bayeux handelt im Fall Abbé Bissey ebenso, verweigert die Aussage und behauptet belastende Informationen ungelesen vernichtet zu haben. Notfalls versteckt man pädophile Priester wie Pater Joseph Henn und Gregor Müller im Vatikan. Die Erzdiözese Philadelphia reagiert erst 2011 auf sexuellen Mißbrauch über viele Jahrzehnte mit der Entlassung von 21 Priestern.

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  2. Immerhin kann man Matussek nicht vorwerfen, er würde den Verstand zur Rechtfertigung seiner Umnachtung überbeanspruchen:
    Die Kirche ist veraltet? – ICH finde sie so gut!
    Menschen haben unter dem Katholizismus gelitten? – ICH habe nicht gelitten!
    usw. usf.
    Solch tiefsinnige Analysen finden doch nur Anklang bei Menschen, die eh‘ schon auf derselben Linie sind – und denen ist sowieso kaum mehr zu helfen…!

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