Präses Schneider: Jeglicher Biblizismus ist abzulehnen und „Judenmission“ verbietet sich, na sowas


Quelle: german-radio.net

Evangelische Kirche begrüßt Dialog mit Konfessionslosen
Der Ratsvorsitzende der EKD über Lehren aus dem Kirchentag
Nikolaus Schneider hält viel vom Dialog mit nichtkonfessionellen Menschen, ohne sie vereinnahmen zu wollen. Der Dresdner Kirchentag habe gezeigt, dies sei „ein Format, das Zukunft hat“ – er hoffe, dass man auch außerhalb des Kirchentages in östlichen Bundesländern ins Gespräch kommen könne.

Nikolaus Schneider im Gespräch mit Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Rüdiger Achenbach: Herr Schneider, in der letzten Woche ist in Dresden der Evangelische Kirchentag zu Ende gegangen. Sie haben dort an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen. Wie haben Sie das Protestantentreffen in Dresden erlebt?

Nikolaus Schneider: Es war in den politischen Debatten ausgesprochen differenziert. Wir haben auf ziemlichen Niveau miteinander diskutiert, es war sehr nachdenklich, es war auch sehr kritisch – dabei nicht polemisch. Man hat zugehört, man hat sich mit Argumenten auseinandergesetzt. Also, das fand ich sehr beachtlich. Ich kann an mein eigenes Gespräch mit dem Verteidigungsminister mich erinnern, und wir hatten deutlich unterschiedliche Positionierungen in ein, zwei Fragen – bei großer Übereinstimmung in vielen anderen Fragen. Aber das ging auf gutem Niveau. Er war im Übrigen auch fromm, die Gottesdienste spielten eine große Rolle, auch das Singen von Liedern, die Posaunenchöre in der Stadt, die Gebete, die Gebete auch zur Nacht, die politischen Themen aufgenommen haben. Er war also fromm und politisch – dieses beides – und ich finde, in sehr ausgewogener Weise. Er hat nicht in großen Zeitansagen gemacht, er sagte also bei dieser oder jener Problematik: diese Richtung oder diese andere. Das nicht. Aber er hat ein Forum abgegeben, um die Probleme sich klar zu machen, und auch das ist ein ganz wichtiger Wert.

Achenbach: Das heißt, da hat sich auch schon etwas verändert auf dem Kirchentag. Also, er versteht sich dann auch nicht mehr als Seismograf, wie man das vorher gesagt hat, sondern hier geht es eigentlich mehr um die sachliche Diskussion.

Schneider: Ja, aber die Seismografen-Funktion bleibt insofern, als deutlich wird, welche Themen uns beschäftigen und wie so zusagen die Beunruhigungslage der Leute ist und welche Argumente eine Rolle spielen. Das bleibt, ja.

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3 Comments

  1. (Genesis 2,15-17) Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

    Wer nicht weiß, was Gerechtigkeit ist, darf auch nicht wissen, was Ungerechtigkeit ist, um eine Existenz in „dieser Welt“ ertragen zu können. Zu diesem Zweck gibt es die Religion, die so erfolgreich war, dass sie die systemische Ungerechtigkeit der Erbsünde bis heute aus dem allgemeinen Bewusstsein der halbwegs zivilisierten Menschheit ausblenden konnte, während das Wissen seit langer Zeit zur Verfügung steht, um diese „Mutter aller Zivilisationsprobleme“ endgültig zu eliminieren:

    (Matthäus 5,38-42) Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.

    „Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.“

    (nicht in der Bibel zu finden)

    Herzlich Willkommen im Himmel auf Erden:
    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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  2. @emporda:

    „Die Basis der Evangelikalen ist durchweg antisemitsche auf extremen Rassenhass aufgebaut.“

    Hm… Wie erklärst du dir dann den teilweise extremen Zionismus von „evangelikalen“ Gruppierungen?
    Ich glaube hier muss man aufpassen, dass man nicht alles in einen Topf wirft. Luther ist, so bedeutend er auch ist, auch nur einer unter vielen Reformatoren. Wie er denn dann trotz allem brodelnden Antisemitismus seinerseits rezipiert wird, ist zudem noch eine andere Sache. Aber logische Brüche sind ja im Religiösen Paralelluniversum nix neues. 😉

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  3. Die Basis der Evangelikalen ist durchweg antisemitsche auf extremen Rassenhass aufgebaut. Ihre heilige Gallionsfigur war eine noch größerer Antisemit als der Adolf Schicklgruber

    Martin Luther gibt dem krassenAntisemitismus des Christentums im Mittelalter Ausdruck:
    „Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien.
    Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.

    Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein Institut zur Entjudung der Religion. Die Entstehungsverhältnisse des Christentums unter dem rassischen Gesichtspunkt und Einbeziehung der religiösen Einflussverhältnisse Palästinas sind zu untersuchen und jüdische Elemente aus dem deutschen kirchlichen und theologischen Leben zu entfernen. Irenäus von Lyon und Chrysostomos fälschen die Fakten, der jüdische Propheten Paulus wird so zum arischen Apostel, der krasse Antisemit Martin Luther will die Juden komplett ausrotten, jetzt wird auch der jüdische Lattenjupp zum arischen Gallier.

    Schlicht einen Dankesgottesdients mit anschließendem Gebet ändert nichts am latenten Rassismus der Religionen, das ist reine Werbekosmetik

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