Bischof Algermissen: „Klerikalismus will schwache innere Identität durch im Grunde lächerlich wirkende Identitätsmerkmale ersetzen“


Quelle: osthessen-news.de

Vierfache Priesterweihe – Algermissen: Zöllibatsverzicht kein Allheilmittel

Osthessen-News

12.06.11 – FULDA – Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Samstag im Hohen Dom zu Fulda vier bisherige Diakone zu Priestern geweiht. Diese sind: Andreas Bieber (Pfarrei St. Jakobus, Hünfeld), Manuel Peters (Pfarrei St. Franziskus, Bad Soden-Salmünster/Romsthal), Christian Schwierz (Pfarrei St. Jakobus, Hünfeld) und Roman Warnecke (Pfarrei Christus Erlöser, Baunatal). Dabei betonte der Bischof, dass ein Priester mit seiner Existenz vor allem anderen dafür stehe, dass Gott wirklich und ein lebendiger Gott der Menschen sei.

Der Priester „soll in einer Welt, die ohne Gott meint auskommen zu können, für ihn einstehen“. Damit halte ein Priester in einer in sich selbst verschlossenen Welt „den Himmel offen“ und zeige, dass Gott für ihn persönlich und durch ihn für andere die Realität sei, mit der man rechnen müsse. Der Priester als „Mann Gottes“ solle zeigen, dass der Mensch nicht einfach nur ein Produkt eines blinden Zufalls sei.

„Priestersein bedeutet Freundschaft mit Jesus“, stellte Algermissen sodann heraus. Man müsse bei diesem in die Schule gehen und auch bei ihm ausharren in Ölbergstunden, d. h. das eigene Leben unter das Geheimnis des Kreuzes stellen. Es gebe in der gegenwärtigen Krise der Berufungen keinen anderen Weg als das Programm, das der selige Papst Johannes Paul II. am Ende des Jubiläumsjahres 2000 der Kirche für das neue Jahrhundert und Jahrtausend auf den Weg gegeben habe: „Neu von Jesus Christus her anfangen – sein Antlitz suchen“. Nach den Worten Algfermissen ist hier „die Quelle priesterlicher Identität und Stärke und das Heilmittel gegen das Extrem eines neuen alten Klerikalismus. Der Klerikalismus ist gewiss nicht Zeichen der Stärke, sondern der Schwäche. Er will schwache innere Identität durch im Grunde lächerlich wirkende Identitätsmerkmale ersetzen,“ gab der Bischof zu bedenken.

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Christen sind nach den Worten des Fuldaer Bischofs Algermissen „nicht die Nachlassverwalter der Vergangenheit, sondern Wegbereiter der Zukunft“

Der Bischof scheint nicht mehr lange im Amt bleiben zu wollen 😉

2 Comments

  1. Ich war mit vielen Studenten des paderborner Presterseminars bekannt: nicht einer, bei dem es kein Doppeldenk gab. Nicht einer, der nicht spürte, daß in seiner Kirche geogen wurde und er sich damit arrangieren mußte.
    Es gab zahlreiche, die unter diesen Tatsachen litten, die größere Zahl war zynisch: unter Gläubigen gilt der Priester immer noch als besonderer Mensch und sie sehnten sich danach, die Besonderheit zu erlangen und damit auch die Macht, die sie ihnen verhieß, auszuüben. Einige mokierten sich bereits als Studenten über die „doofen“ Gläubigen.
    Ganz abgesehen von den zahlreichen Schwulen, die sich dort herumtrieben, das Maul aufrissen und erzählten, wie sie nachts auf der Schwulenklappe am Paderborner Dom rumgef… hatten, um sich dann in die Frühmesse zu geben und zu beichten. Manche feixten über das Gestammel der aren alten Beichtväter, denen sie ihre Sauereien erzählten. Die meisten dieser Bande waren entweder dumm und dreist oder schäbig und gerissen.
    Einige gab es, die tatsächlich glaubten, sie könnten Gottund den Menschen dienen – aber die wurden vom Gros gar nicht ernst genommen und verspottet. Und diese Zyniker waren alle auf eine Karriere bedacht.
    Solche Leute stehen an der Spitze der Kirche. Es ist abscheulich!

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  2. Ist doch klar, dass die Christen nicht die Nachlassverwalter der Vergangenheit sein möchten. Wer begründet sein Priesteramt oder seinen Glauben denn freiwillig auf einer blutigen und kriminellen Historie !? Ob man mit einer verdrängten Vergangenheit allerdings als Wegbereiter der Zukunft gesehen werden kann, ist doch mehr als fraglich. Das gelingt nur, indem man sich wieder und wieder mit religiotischem Schwachsinn selbst belügt und betrügt. Das Schönreden von Lügen ist nun mal ein existentieller Teil des christlichen Lebens und des christlichen Alltags.

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