Wie Jesus zum „Arier“ gemacht wurde


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Die vergessene Geschichte des „Entjudungsinstituts“
Nach 1933 verschmolzen viele Ziele des Protestantismus und der NSDAP, gingen der kirchliche Antijudaismus und der Antisemitismus ihre unheilige Allianz ein. 1939 wurde in Eisenach ein Institut gegründet, das die „Entjudung des religiösen Lebens“ zur Aufgabe hatte.

Von Kirsten Serup-BilfeldtDeutschlandradio

Es war eine überaus stimmungsvolle Einweihungsfeier mit würdigen geistlichen Herren in dunklen Anzügen, Blumenschmuck und Mozartscher Klaviermusik. Dann sang die versammelte Festgesellschaft das Lied:


„Ans Werk, ihr Kameraden,
Zum Kampf, zu frohen Taten…“

Welcher Art diese „frohen Taten“ sein sollten, mochte deutlich werden, als der Leiter des neu gegründeten Instituts, der Theologieprofessor Walter Grundmann ans Rednerpult trat. Sein Festvortrag trug den Titel:

„Die Entjudung des religiösen Lebens als Aufgabe deutscher Theologie und Kirche…“

Dieser Titel war Programm, erläutert Professor Karl Wilhelm Niebuhr, evangelischer Theologe an der Universität Jena:

„Die Ziele dieses Instituts sind relativ klar bestimmt worden. Eines war die Untersuchung der Entstehungsverhältnisse des Christentums unter dem rassischen Gesichtspunkt, unter Einbeziehung der bevölkerungspolitischen und religiösen Einflussverhältnisse Palästinas; ein zweites die Herausarbeitung klarer Grundsätze für die Beurteilung und Aufführung von Kunstwerken, die alttestamentliche Figuren, Symbole und Texte zum Ausdruck eines Arteigenen verwenden und dann etwas später: Klarstellung der Haltung großer deutscher religiöser Persönlichkeiten zum Judentum, in Klammern Luther, Herder, Stöcker usw. Es geht darum, jüdische Elemente aus dem deutschen kirchlichen und theologischen Leben zu entfernen. Und so ist dann auch der Name dieses ‚Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben‘.“

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1 Comment

  1. Die „Entjudung“ der Bibel fand allerdings im Grunde schon viel früher statt. Mindestens 20 Jahre vorher durch die Ariosphen. Ich empfehle als Original Sebottendorf zu lesen: „bevor Hitler kam“. 1933
    Als Nazi und Hitlertreuer erzählt er ziemlich viel darüber, wie sich die den christlichen Glauben zurecht legen, gleichzeitig den jüdischen Ursprung ausschalten. Buch gibt´s in ein paar Online-Bibliotheken zum Download.

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