Kardinal Marx: Der Psychopath König Ludwig II. ist ein Vorbild für Gläubige, oh weia


Quelle: ad-hoc-news.de

‚Wir brauchen die Sehnsucht nach dem, was größer ist als wir‘
Kardinal Marx ruft im Pontifikalamt zum 125. Todestag von König Ludwig II. Gläubige dazu auf, Suchende zu bleiben und nach der Vollendung Ausschau zu halten

Kath.net

München (kath.net/pem) Bei einem Gottesdienst zum 125. Todestag König Ludwigs II. hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Gläubigen dazu aufgerufen, Suchende zu bleiben und nach der Vollendung Ausschau zu halten. „Wenn wir auf diesen König schauen, dann hat er uns durch sein Lebensbeispiel, durch sein Ringen, vielleicht besonders durch die vielen Fragen, die er aufwirft, auch heute noch etwas zu sagen (…):

Wir brauchen als Christen die Sehnsucht nach dem, was größer ist als wir, nach der endgültigen Erfüllung, nach der endgültigen Schönheit, nach dem endgültigen Ziel“, sagte Kardinal Marx am Pfingstmontag, 13. Juni, in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael. In der Fürstengruft der Michaelskirche liegt König Ludwig II. begraben.

Die Menschen, die vor 125 Jahren zur Beerdigung König Ludwigs II. in großer Zahl gekommen waren, hätten begriffen, „dass hier ein besonderer Mensch gestorben ist, einer, der etwas ausdrückt, was sich in der Sehnsucht vieler Menschen widerspiegelt, wo etwas deutlich wird von dem, was in uns Menschen grundgelegt ist“, erklärte Kardinal Marx. So sei König Ludwig ein Suchender gewesen, „der nach der Vollendung Ausschau hielt“. Das habe sich „besonders gezeigt in seiner Leidenschaft für die Kunst, für das Endgültige, für das Schöne. Und genau darum geht es auch in der Dynamik, die uns der Geist eingibt: Das wir nach dem Ausschau halten, was jetzt noch nicht da ist.“ Diese Suche gehöre zum Christsein dazu. König Ludwig „war ein gläubiger Christ“ ebenso wie er „ein suchender Mensch“ gewesen sei.

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2 Comments

  1. das traurige Leben Ludwig II. zeigt vor allem, was passiert, wenn Wirklichkeit und katholischer Anspruch kollidieren. Ludwigs wegen seines katholischen Glaubens unterdrückte und nur verquer ausgelebte Homosexualität hat ihn in Wahn und Bauwut getrieben. Vor einigen Jahren endlich veröffentlichte Tagebuchauszüge belegen, wie verzweifelt dieser Mann war. Seine herausragende Stellung erlaubte es ihm allerdings seiner Verzweifelung Gestalt zu geben: in unglaublich kitschigen Schlössern, die Schwule heute camp nennen würden. Bis zuletzt geißelte er sich selbst für Onanieversuche und versuchte ein katholisches Reinheitsgebot zu verfolgen, das nicht realisierbar ist.
    Der Mann ist kein Vorbild gewesen, sondern das traurige Endergebnis einer Epoche, in der die katholische Unmenschlichkeit in ihren letzten Zügen lag.
    Im Übrigen waren seine Schulden nicht so erheblich wie Argus7 meint – er lag auch nicht seinem Volk auf der Tasche. Die Schulden waren kurz nach der Jahrhundertwende getilgt – ca. 15. Jahre nach seinem Tode. Selbst Häuslebeuer zahlen länger an ihren Baukrediten. Außerdem haben die Schlösser dem bayerischen Staat Unsummen eingebracht – bereits wenige Wochen nach Ludwigs Tod wurden sie zur Besichtigung freigegeben.

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  2. König Ludwig II. war zweifellos ein Suchender gewesen, „der nach der Vollendung Ausschau hielt“. Zitat: „Das habe sich „besonders gezeigt in seiner Leidenschaft für die Kunst, für das Endgültige, für das Schöne. Und genau darum geht es auch in der Dynamik, die uns der Geist eingibt: Dass wir nach dem Ausschau halten, was jetzt noch nicht da ist. Diese Suche gehöre zum Christsein dazu. König Ludwig „war ein gläubiger Christ“ ebenso wie er „ein suchender Mensch“ gewesen sei.“ (Zitatende)

    Seine Suche hat sich Ludwig II. allerdings auf Kosten seiner steuerzahlenden Untertanen geleistet. Seine krankhafte Verschwendungssucht war ja geradezu sprichwörtlich. Wenn die Katholen diesen königlichen Schmarotzer zu einem Vorbild erheben, passt das sehr gut ins Bild des real existierenden Katholizismus. Selten zuvor hat die katholische Kirche ein solch treffendes Selbstbildnis ihres Schmarotzertums von sich gezeichnet. Bei soviel Selbsterkenntnis fehlt jetzt nur noch der ehrliche Wille zur Besserung. Aber darauf wird die Welt wohl auf ewige Zeiten vergeblich warten müssen.

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