Katholische Orden und Gemeinschaften: B16-RatzeBene fordert bedingungslosen Gehorsam ein


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Heiliger Stuhl korrigiert Orden und Gemeinschaften

Von Sacri Palazzi/Giuseppe NardiKatholisches

(Vatikan) “Um 10 Uhr morgens führte der Heilige Vater Benedikt XVI. im Saal Bologna des Apostolischen Palastes im Vatikan den Vorsitz einer Versammlung der Dikasterienleiter der römischen Kurie.“ So sperrig und ohne nähere Angaben verlautbarte es das Presseamt des Heiligen Stuhls am Pfingstmontag. Mit anderen Worten: Der Papst rief alle seine „Minister“ zu einer „Regierungssitzung“ zusammen, was im Vatikan keineswegs jene Regelmäßigkeit hat, wie es bei staatlichen Regierungen ansonsten der Fall ist. Die vorletzte Zusammenkunft fand am 12. November 2010 statt.

Laut dem Vatikanisten Andrea Tornielli standen die Orden und ordensähnliche Gemeinschaften im Mittelpunkt, also das, was die katholische Kirche das gottgeweihte Leben nennt. Schwerpunkt war dabei die Frage, wer in einigen Gemeinschaften die Autorität ausübt. Das Thema war zum Teil bereits auf der Plenarversammlung im September 2005 der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, also des zuständigen „Ministeriums“ der Kirche behandelt worden.

Worum ging es konkret? Erstens um die Unterscheidung zwischen männlichen Ordensgemeinschaften und weiblichen Ordensgemeinschaften. Der Heilige Stuhl hat die Absicht, das gemeinschaftliche Ordensleben deutlicher nach dem Geschlecht zu unterscheiden, im Gegensatz zu dem, was in manchen neueren Gemeinschaften der Fall ist, wo sowohl männliche als auch weibliche Ordensangehörige gemeinsam leben. Die Kirchenführung dürfte dabei auch an die zurückgestufte Gemeinschaft der Seligpreisungen, die auch im deutschen Sprachraum aktiv ist, gedacht haben.

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