Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Lichtenstein: Kirche zeigt wahres Gesicht
[…]Erst die Absage der Feldmesse am Staatsfeiertag, jetzt heftige Kritik an den von der Regierung vorgelegten Plänen zur Entflechtung von Kirche und Staat. Das Erzbistum schlägt derzeit einen Ton an, der auch bei der Regierung Verwunderung auslöst. Vaduz. – Nur einen Tag, nachdem das Erzbistum verkündet hatte, die Feldmesse werde am Staatsfeiertag nicht mehr durchgeführt, übt es jetzt harsche Kritik am Vernehmlassungsbericht der Regierung betreffend die Neuregelung des Verhältnisses zwischen Staat und Glaubensgemeinschaften. In der 13-seitigen Stellungnahme äussert sich eine sichtlich frustrierte katholische Kirche, die so gar nicht mit dem Vorgehen der Regierung einverstanden ist. Und die sich «des Eindrucks kaum erwehren kann, dass es gewissen Kreisen offenbar darum geht, das Erzbistum ‹abstrafen› zu wollen».(dv)[…]

TV-Prediger Pat Robertson kann es nicht lassen …
[…]Heterosexuelle Schauspieler würden in Hollywood dazu gezwungen, schwule Rollen zu übernehmen. Dies behauptete der US-Fernsehprediger Pat Robertson in seiner Sendung „The 700 Club“. Thema war der abgebliche Sündenpfuhl Hollywood: „Was ist dort passiert?“ fragte Robertson. „Das amerikanische Volk hat sich mit überwältigender Mehrheit für die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau ausgesprochen, aber was ist in Hollywood los? Ich meine, die zeigen einen Schwulen nach dem anderen.“ Die Sendung „The 700 Club“ wird in den USA von vielen säkularen und religiösen Kanälen ausgestrahlt wird. Robertsons Ansichten sind sehr umstritten, besonders seine Forderungen nach Aufhebung der Grenze zwischen Kirche und Staat, aber auch seine Ablehnung von Homosexualität und Feminismus. Zuletzt sorgte seine Äußerung für Aufsehen, die Erdbeben in Haiti könnten die Konsequenz eines zurückliegenden Paktes mit dem Teufel sein.[…]

Kirchliche Arbeitgeber und ihre unsäglichen Tricksereien
[…]Speyer (epd). Die Suchtberatungsstellen des Diakonischen Werks Pfalz in Neustadt und Landau mit insgesamt 19 Mitarbeitern gehen an die Evangelische Heimstiftung Pfalz über … Bis zuletzt protestierte die Mitarbeitervertretung der Diakonie gegen eine Übertragung von Beratungsstellen. Zwar sei den Mitarbeitern Bestandsschutz zugesagt, sagte Fachsekretär Klaus Weller von der Gewerkschaft ver.di. Allerdings befürchteten die Mitarbeiter, dass bei Neueinstellungen die geringeren Tarife der Heimstiftung gezahlt würden. Außerdem sähen die Mitarbeiter ihren Beratungsspielraum eingeschränkt. Bisher könnten sie frei beraten und die für den Einzelfall bestmögliche stationäre Einrichtung empfehlen. Nun vermuteten die Mitarbeiter, dass sie die Einrichtungen der Heimstiftung auslasten müssten. Weller bedauert, dass die Kirchen nicht bereit seien, Tarifverträge für ihre sozialen Dienste zu vereinbaren. Da die Kirchen der größte Anbieter auf dem Sozialmarkt seien, verhinderten sie damit einen für alle gültigen Tarifvertrag, der Dumpinglöhne einzelner privater Anbieter verhindere. Oberkirchenrat Sutter hingegen betont, dass die Evangelische Kirche der Pfalz sich nach geltenden Tarifverträgen richte. Angesichts des Pflegekräftemangels werde sich die faire Vergütung der Kirchen und ihrer Einrichtungen auch bei anderen Anbietern durchsetzen.[…]

Gebündelte religiotische Kräfte zur Steigerung von Ausbeutung und Mission
[…](Bonn) Die Diakonische Konferenz des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Mitgliederversammlung des Evangelischen Etwicklungsdienstes haben heute in Bonn eine neue gemeinsame Satzung verabschiedet. Beide Werke fusionieren im nächsten Jahr zum „Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung“. „Damit steht der Zusammenführung der zwei kirchlichen Werke an einem gemeinsamen Standort in Berlin nichts mehr im Weg“, erklärte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier. „Wir versprechen uns durch die Bündelung der Kräfte und Instrumente unserer nationalen Sozialarbeit und internationalen Entwicklungsarbeit viele Synergien. Dies kommt den Menschen im In- und Ausland zugute, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden.“[…]

Das klerikale Stüren gegen PID nimmt kein Ende
[…]Freiburg/Stuttgart (kath.net/pef)
„In großer Sorge um den Schutz des Lebens in unserer Gesellschaft“ haben sich die katholischen Bischöfe in Baden-Württemberg, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg) und Bischof Gebhard Fürst (Rottenburg) gegen die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen. In einem gemeinsamen Brief an die Bundestagsabgeordneten ihres Bundeslandes im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens zur PID bezeichnen sie die zu treffende Entscheidung als „Weichenstellung für die Zukunft einer humanen Gesellschaft“[…]

Griechenland-Krise: Regierung will Priestergehälter um 50 % kürzen, klasse
[…]Athen (kath.net/idea/red)
Die Griechisch-Orthodoxe Kirche ist direkt von der Staatskrise betroffen. Einer Meldung des Informationsdienstes Religion Watch (North Bellmore/US-Bundesstaat New York) plant die Regierung, ihre Gehälter um die Hälfte zu kürzen. In Griechenland ist die orthodoxe Kirche seit 1833 Staatskirche; die Bezüge von Priestern und Angestellten werden aus dem Staatshaushalt finanziert. Neben der Gehaltskürzung drohten auch Einschnitte für die Beschäftigung neuer Priester: Für Staatsbedienstete gilt, dass auf jeweils fünf ausscheidende Mitarbeiter ein neuer beschäftigt werden darf. Diese Regelung soll auch auf die Kirche übertragen werden. Diese will jedoch an der Weihe von Priestern festhalten, auch wenn diese kein staatlich garantiertes Gehalt erhalten. Zudem werde die Teilzeitbeschäftigung von Geistlichen geprüft, so Religion Watch[…]

Herr Overbeck, dann ziehen Sie sich schon mal warm an!
[…]„Wir sind keine Volkskirche mehr“ Bischof Overbeck will auch Kirchenferne in Dialog einbeziehen In den Dialogprozess über die Zukunft der Kirche sollen nach Ansicht des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck auch Kirchenferne einbezogen werden. „Lassen Sie uns auch in Verbindung treten mit der Welt um uns herum, mit den Menschen, die ein sehr distanziertes oder gar kein Verhältnis zur Kirche haben“, schreibt Overbeck in seinem Hirtenwort zum Dialogprozess. Darin bekundet Overbeck die Hoffnung, dass in dem Dialog auf allen Bistumsebenen Wege gefunden werden, um eine in Teilen spürbare Lähmung und Resignation in der Kirche zu überwinden. „Wir befinden uns in unserer Kirche zweifellos in einer Krise“, betont der Bischof. In solchen Zeiten gebe es keine einfachen Antworten und schnelle Lösungen. „Geschichtliche Entwicklungen können wir nicht zurückschrauben. Wir werden lernen müssen, mit vielem, was unabänderlich ist, zu leben“, so Overbeck[…]

Christen-Schwemme in China?
[…]In der Volksrepublik China gibt es heute mehr Christen als Kommunisten. Davon ist die Unternehmerin Qian Yang (Wittenberg) überzeugt … Nach ihren Informationen spricht der chinesische Staat selbst von 100 Millionen evangelischen Christen. Vermutlich sei inzwischen aber bereits jeder zehnte Chinese Christ, sagte die 31-Jährige in einem Interview mit der Zeitschrift „Faktor C“, die der Verband „Christen in der Wirtschaft“ (Wuppertal) herausgibt … Nach den Worten der Unternehmerin haben chinesische Christen gemerkt, dass zahlenmäßiges Wachstum nicht genügt: „Es braucht eine Vertiefung des Glaubens; mehr Qualität statt Quantität.“ Früher hätten Gemeinden sofort getauft, heute müsse man mancherorts zunächst an einem Bibelkurs teilnehmen und erläutern, warum man Christ geworden sei. Erst danach folge die Taufe. Yang bezeichnet die Gemeinden als sehr missionarisch: „Sie laden in ihrem Umfeld zum Glauben ein, und sie sehen eine Mitverantwortung für die Weltmission.“[…]

Günter Krings (CDU) ist Evangelische Kirche bei PID Entscheidung zu liberal
[…]“Lebensschutz ist etwas, das man in Deutschland offenbar zu wenig mit dem Protestantismus verbindet“, erklärte der Protestant Krings im Gespräch mit „Christ und Welt“. Er plädierte für eine deutlichere Haltung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema PID. Die katholische klare Ablehnung der Gentests überzeuge ihn hingegen. „Nach dem christlichen Menschenbild ist jeder Mensch von Gott um seiner selbst willen angenommen“, sagte der Mönchengladbacher. Das gelte sowohl für eingepflanzte als auch für nach der PID „verworfene“ Embryonen. Krings: „Ich sage als Christ: In dubio pro vita, im Zweifel für das Leben.“ Dennoch erklärte er, auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Meinungen in seiner Partei: „Wer sich in der PID-Debatte anders entscheidet, hat nicht den Anspruch verwirkt, sich christlich zu nennen.“[…]

In der Evangelischen Kirche haben Frauen die Macht
[…]Längst haben in vielen Kirchenvorständen (Presbyterien) die Frauen die Mehrheit der Mandate errungen. Das schlägt sich dann auch in den Synoden der Kirchenkreise/Propsteien/Dekanate nieder sowie in den Landessynoden. Alle kirchlichen Gremien werden weiblicher. Dabei liegen die Ursachen für diese Entwicklung auf der Hand: Immer mehr junge Frauen (und immer weniger junge Männer) studieren evangelische Theologie. Die Folge ist, dass mittelfristig die Frauen auch die Mehrheit in den Gemeindepfarrämtern stellen. Da die Zahl der Männer in den Kirchen – etwa im Gottesdienst – weiter sinkt, wächst der Einfluss der Frauen auf die Gemeinde vor Ort. Zum anderen sind es die Frauen (zum Glück) leid, nur dienende Aufgaben zu übernehmen, während die Männer das Sagen haben. Mit „Muttitypen“ und „Kuschelgott“ hat das alles nichts zu tun. Wer Bischöfinnen, Prälatinnen, Oberkirchenrätinnen etc. kennt, der weiß, dass sie sehr wohl „ihren Mann“ stehen und bereit sind, hohe Leitungsämter zu übernehmen. Gleiches gilt für die weiblichen Laien, die bereits heute in vielen Synoden das Sagen haben. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Dominanz der Männer unter den Bischöfen ihrem Ende zugeht. Noch ist es eine Ausnahme, dass Synoden zwei Frauen für die Wahl ins höchste Leitungsamt vorschlagen. Bald wird es so selbstverständlich sein, wie bislang zwei Männer zur Wahl standen.[…]

B16-RatzeBene Plakate wurden verunglimpft 😀
[…]Am Mittwoch vergangener Woche hat das Erzbistum Freiburg seine Werbekampagne vorgestellt. Die Plakatflächen in Konstanz sind für insgesamt zwei Wochen gebucht. Doch deutlich vor Ablauf der Frist zeigt sich, dass ein heiteres Papst-Konterfei im Straßenbild mehr polarisiert als jede Alkoholwerbung. Unbekannte Täter haben mehrere der Plakate mit Farbe beschmiert. Der Kopf des Papstes war Zielscheibe der Farbbeutel. Kombiniert waren die Attacken zum Teil mit schriftlichen Beleidigungen. Ordinariatssprecher Georg Auer hat für solche Reaktionen kein Verständnis. „Wenn Menschen das als einzige Möglichkeit sehen, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, dann ist das ein Armutszeugnis“, sagt er[…]

Frauen-FußballWM geht nicht ohne Gottesdienst, ätzend
[…]Hannover (dapd). Zu einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Eröffnung der Frauen-Fußballweltmeisterschaft am 26. Juni werden Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erwartet. An der Andacht in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche soll auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, teilnehmen, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag in Hannover mitteilte. Die Predigt halten der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider und der katholische Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Jörg Michael Peters[…]