Zweites Vatikanum: Schlachtfeld Kirche


Zweites Vatikanum, Quelle: uni-frankfurt.de

Weltbejaher gegen Zeitkritiker: Nur Petrus kann den Parteienstreit bei der Interpretation des Zweiten Vatikanums überwinden.

Von Andreas Wollboldkath.net

Im Krieg der Efraimiter gegen den wilden Richter Jiftach gelang es diesem, alle Übergänge über den Jordan zu besetzen. „Und wenn efraimitische Flüchtlinge kamen und sagten: Ich möchte hinüber!, fragten ihn die Männer aus Gilead [also Jiftachs Leute]: Bist du ein Efraimiter? Wenn er Nein sagte, forderten sie ihn auf: Sag doch einmal ‚Schibbolet’. Sagte er dann ‚Sibbolet’, weil er es nicht richtig aussprechen konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn dort an den Furten des Jordan nieder“ (Ri 12,5f.).

Große Organismen neigen zur Parteienbildung. Es gibt die einen und es gibt die anderen, jedoch jede Seite will für das Ganze sprechen. Wie bricht dann das Ganze nicht auseinander? Demokratien bieten dafür die „Jeder darf einmal“-Lösung an, genauer: Jede Partei darf die Macht übernehmen, wenn sie eine Mehrheit hinter sich gebracht hat. Diese Lösung ist überall da überzeugend, wo Macht nicht an Wahrheit gebunden ist. Denn ob eine Regierungspartei wirklich den besten Weg verkörpert oder nicht, kann man nie sagen. Entscheidend ist nur, ob sie am nächsten Wahltag wieder eine Mehrheit hinter sich sammeln kann.

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