Jesus ist (k)eine schwule Sau


Quelle: lh6.ggpht.com

Boris Palmer, Grüner Spitzenpolitiker und Oberbürgermeister von Tübingen lustwandelte beim Herzi-Jesulein-Happyning an der Elbe(Dresden). Auf den Elbwiesen lümmelte allerhand grottiges Volk, Glatzen, welche Bier in sich hineinschütteten.

Boris Palmer

Als ich am Rande des Kirchentags an der Elbe spazieren gehen wollte, hockte eine Horde von Glatzköpfen am Ufer mit ihren Bierkästen und verspottete Jesus mit »Jesus, du schwule Sau«. Die Polizei konnte erst eingreifen, als die Fäuste flogen.

Offensichtlich konnte der Herr Palmer den evangelischen Kohorten zugeordnet werden. Egal, jetzt fordert er ein Härteres zugreifen bei Gotteslästerung. Wäre es nicht einfacher, Gott würde in Gestalt seines Sohnes die Übeltäter sofortamente bestrafen, Blitze auf sie herabschmettern, zu Staub zermalmen, anschließend in der Hölle zusammenpuzzeln und ab in den Kessel? Warum kann dieser „allmächtige“ Gott sich nicht selbst behelfen? Warum braucht er Hilfe zur Selbsthilfe durch einen unwürdigen Menschen? Ist Jesus unmündig, nichts geschäftsfähig, dass ein irrationaler Politiker gleich nach polizeilicher Gewalt schreit. Bei den Glatzen hat sicherlich das Bier die Sinne verwirrt, bei Herrn Palmer wahrscheinlich der Glaube. Ersteres kann man ausnüchtern, letzteres wohl nicht.

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11 Comments

  1. @ subkuttan:

    „Mir reicht es eigentlich schon, dass eine Verspottung von Jesus genannt wurde, die nach Palme wie ein Verbrechen klingt.“

    Das ist der Punkt. Da stimme ich zu.

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  2. Zitat aus dem Artikel:

    Als ich am Rande des Kirchentags an der Elbe spazieren gehen wollte, hockte eine Horde von Glatzköpfen am Ufer mit ihren Bierkästen und verspottete Jesus mit »Jesus, du schwule Sau«. Die Polizei konnte erst eingreifen, als die Fäuste flogen.

    Mir reicht es eigentlich schon, dass eine Verspottung von Jesus genannt wurde, die nach Palme wie ein Verbrechen klingt.

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  3. Hey nick, deinem Publikum kann man unterstellen keinen Humor zu haben. Sie erkennen noch nichtmal ne Satire. Die Ausgangsinformation lässt mehrere Deutungen zu. Die deine ist ne Möglichlichkeit, kann aber auch ganz anders gewesen sein. Wir wissen es nicht. Die Glatzen hier begreifen es auch nicht.
    @sd, sehe ich genau wie du.

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  4. Also was genau passiert ist, geht aus dem Artikel nicht hervor (weder, dass Palmer direkt angepöbelt wurde, noch dass er an der Schlägerei teilgenommen hat).
    Eines aber schon: dass Palmer meint, die Poilzei müsse schon dann eingreifen, wenn Leute mit Bierkästen am Flussufer hocken und meinen, Jesus sei eine schwule Sau.

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  5. @ vindexsinenomine:

    Mein Reden. Bisher waren die Artikel hier auf dem Blog gut recherchiert, und hatten Hand und Fuß; deswegen wundert mich dieser Beitrag mit falschen Tasachenbehauptungen, bzw. Behauptungen, die mehr Wunschdenken des Interpreten sind als Realität. Kenne ich sonst nur von kath.net. ^^

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  6. Mal ehrlich, schaut man sich die Quelle an und dann das, was daraus konstruiert wurde, weiß ich wirklich nicht, was das jetzt soll. Ich bewundere ja die Phantasie und Kreativität des Schreibers, aber wennn man schon Tritte zwischen die Beine verteilt, sollte man sie nur dann verteilen, wenn es einen Grund dafür gibt und in diesem Fall gibt es keinen.

    Ich verteidige ja ungerne Grüne, aber in diesem Fall muß es wohl sein.

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  7. @ nickpol: Aus dem Artikel geht in der Tat nicht hervor ob sich Palmer geprügelt hat.Habe dazu auch sonst nichts gefunden. Aber der Palmer scheint laut Wiki ja ein richtiger Musterschüler gewesen zu sein… 1,0 Abi an der Waldorfschule! Ich lach mich schlapp…

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    1. „Fäuste flogen“, meinst du, die Glatzen haben sich untereinander geprügelt? Palmer wird christliche Großmäuligkeit zur Schau gebracht haben.

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  8. Mmhh, interessant zu sehen, was in einer, zugegebenermaßen fragwürdigen Aussage eines grünen Politikers reingelesen wird. Ich selbst habe recht wenig Sympathie für die Lehren des Jesus von Nazareth, doch empfinde ich die Aussage „Jesus, du schwule Sau“ auch als beleidigend. Nicht das Jesus möglicherweise Homosexuell war, vielmehr die Tatsache das eben jene als negatives Charakteristikum angesehen wird. Abgesehen davon, besoffene Glatzköpfe sind immer, und damit meine ich immer ein Ärgernis. Im harmlosesten Fall bleibt es beim Ärgerniss, im schlimmsten sind sie eine Bedrohung für die körperliche Unversehrtheit unbeteiligter Personen.
    Also in Zukunft nicht in jede Aussage in der bestimmte Begriffe wie Jesus, evangelisch, katholisch oder Islam fallen, eine religiöse Präferenz herauslesen.

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    1. @G.J. mir sind Politiker suspekt, die sich für Jesus mit ein paar Glatzen prügeln, ob einer vermeintlichen Beleidigung. Von einem Politiker hätte ich hier die contenance erwartet, die man bei besoffenen Glatzen vergeblich sucht. Wer sich für Jesus mit Glatzen prügelt, ist nicht besser als die Glatzen.

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