Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

„Wir sind Kirche“: Pfarrgemeinderat bremst reaktionären Pfarrer aus
[…]Limburg (kath.net) Wenn ein Pfarrer eine häretische „Wir sind Kirche“-Gruppe vor die Tür setzt, kann er sich auf Streit mit seinem eigenen Pfarrgemeinderat gefasst machen. Diese Erfahrung machte Friedhelm Meudt, der neue Pfarrer von „St. Antonius“ in Limburg-Eschhofen, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Pfarrer i.R. Hubertus Janssen dieser Gruppe das Pfarrheim nicht mehr zur Verfügung stellen möchte. Darüber berichtete die „Frankfurter Neue Presse“. Meudt begründete jetzt in einer Pfarrgemeinderatsitzung seine Entscheidung. Dabei bedauerte er, dass er nicht zuvor Pfarreigremien mit einbezogen habe. Jedoch betonte er gleichzeitig, dass er inhaltlich auf dieser Entscheidung bestehen müsse, um Schaden von der Kirche abzuwenden, denn „Wir sind Kirche“ habe den „Boden des Katholischseins“ verlassen[…]

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Katholische Kirche verbleibt im finsteren Mittelalter!

Quelle: shop.strato.de

Die katholische Kirche – vertreten in der Person von Bischof Fürst – schießt wieder ein klassisches Eigentor. Auf der einen Seite wird von der Amtskirche betont, dass man einen Dialog mit der Welt will, dass man immer bereit ist, über Grundpositionen des Menschlichen mit den Menschen zu sprechen, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich nicht gegeneinander abzuschotten.

Von Paul Haverkamp – Gastbeitrag

Doch – wie so oft in der kath. Kirche – sind Sonntagspredigten und konkrete Realität immer zwei verschiedene Paar Schuhe.

Erneut macht die kath. Kirche deutlich, dass sie nicht bereit ist, zu einem wesentlichen Bestandteil des Menschseins, nämlich seiner Sexualität, im Rahmen eines offenen Diskurses zu argumentieren. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Rolle der „konservativen Kreise“, über die sich auch ein Bischof Fürst nicht hinwegzusetzen traut.

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Matussek: Wenn aus Verdacht Gewissheit wird

Bild: (c) Deutsche Verlags-Anstalt

„Spiegel“-Autor: „Gläubige unter Blödheitsverdacht“
Matthias Matussek hat ein höchst umstrittenes, viel besprochenes Buch über „Das katholische Abenteuer« geschrieben. Der „Presse“ erklärt er, warum es der Katholizismus sein muss und nicht einfach irgendeine Religion.

Von Bettina SteinerDie Presse

Sie haben in Ihrem jüngsten Buch ein langes Kapitel über die Todsünden geschrieben. Was ist für Sie die schlimmste? Einen Tipp hätte ich…

Matthias Matussek: Wohl die Gier. Weil keine andere Todsünde global so verheerend ist. Die Gier zerstört ganze Kontinente, lässt die Gesellschaft auseinanderbrechen, die Natur kippen, Wirtschaftssysteme kollabieren. Worauf hätten denn Sie getippt?

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Wer um Gottes Willen braucht Religion?

B16-RatzeBene beantwortet Kinderfragen:

[…]Alessandro: Was nützt es im Alltagsleben, wenn man zur heiligen Messe geht und die Kommunion empfängt?

Es dient dazu, die Mitte des Lebens zu finden. Wir sind in unserem Leben von so vielen Dingen umgeben. Und die Menschen, die nicht in die Kirche gehen, wissen nicht, daß ihnen gerade Jesus fehlt. Aber sie fühlen, daß in ihrem Leben etwas fehlt. Wenn Gott in meinem Leben nicht gegenwärtig ist, wenn Jesus aus meinem Leben ausgeschlossen ist, dann fehlt mir ein Führer, mir fehlt eine wesentliche Freundschaft, mir fehlt auch die Freude, die sehr wichtig ist im Leben. Auch die Kraft, als Mensch zu wachsen, meine Fehler zu überwinden und menschlich zu reifen. Also, wenn wir zur Kommunion gehen und Jesus begegnen, sehen wir nicht sofort die Wirkung; man sieht sie mit der Zeit. So wie man im Lauf der Wochen, der Jahre immer stärker Gottes Abwesenheit, Jesu Abwesenheit spürt. Es ist eine grundlegende und zerstörerische Lücke. Ich könnte jetzt leicht von den Ländern sprechen, in denen jahrelang der Atheismus geherrscht hat, wie er die Seelen und auch das Land verwüstet hat. Da können wir sehen, daß es wichtig, ja, ich würde sagen, grundlegend ist, sich in der Kommunion von Jesus zu nähren. Denn er ist es, der uns Licht schenkt, der uns in unserem Leben führen will, er ist ein Führer, den wir dringend brauchen.[…]

B16: Hedonismus verfinstert den Sinn

Benedikt XVI. in San Marino: Gott siegt über das Böse, weil er die Welt und den Menschen liebt

kath.net

Kurz nach 9:00 Uhr landete auf dem Flugfeld von Torraccia in San Marino der Helikopter, der Papst Benedikt XVI. zu seinem eintägigen Pastoralbesuch in die älteste Republik der Welt brachte. Der Papst wurde von den beiden „Capitani Reggenti“ (regierenden Hauptleuten) der Republik am Monte Titano, Maria Luisa Berti e Filippo Tamagnini, sowie vom Bischof der Diözese San Marino-Montefeltro, Luigi Negri, empfangen. Von Torraccia fuhr der Papst nach Serravalle, wo er um 10:00 Uhr auf dem Feld des Stadions zusammen mit rund 22.000 Gläubigen, 25 Kardinälen und Bischöfen sowie 200 Priestern die heilige Messe vom Dreifaltigkeitssonntag feierte. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom 180 Mitglieder zählenden Interdiözesanen Chor von San Marino-Montefeltro gestaltet.

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Wider die profillose Christenheit

30 Monate eingesperrt – Sängerin Helen Berhane veröffentlicht Biographie.

Als „Weckruf an die profillose Christenheit in Deutschland“ betrachtet der Leiter der Menschenrechtsorganisation „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK), Manfred Müller (Uhldingen/Bodensee), Berichte über den Bekennermut von Christen in dem ostafrikanischen Land Eritrea.

idea.de

„Was uns westlichen Christen naiv erscheint, könnte auch normal sein, nämlich eine konsequente Christus-Nachfolge ohne Netz und doppelten Boden“, sagte Müller bei der Vorstellung der Biographie der eritreischen Sängerin Helen Berhane am 17. Juni in Stuttgart. Unter dem Titel „Mein Lied klingt aus der Nacht“ (Brunnen Verlag Gießen) beschreibt die heute 36-Jährige, die der pfingstlerischen Rema-Kirche angehörte, warum sie in ihrer Heimat 30 Monate lang ohne Anklage eingesperrt war. Vor Journalisten erläuterte sie, dass die neomarxistischen Machthaber es nicht ertragen könnten, dass Jesus Christus als höchste Autorität verkündigt werde. „Im Vertrauen auf Gott und aus Liebe zu den Menschen“ habe sie trotz mehrerer Ermahnungen nicht aufgehört, auf öffentlichen Plätzen zum christlichen Glauben einzuladen. Anstoß habe die Regierung auch an der Aufforderung zur Feindesliebe genommen, da dies angeblich den Kampf gegen den Nachbarstaat Äthiopien lähme.

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Der evangelische Nicht-Märtyrer

Papst Benedikt XVI. mit einem Gemälde seines inzwischen selig gesprochenen Amtsvorgängers Johannes Paul II. (Bild: AP)

Wegen ihres Widerstands gegen das Hitler-Regime sind die Kapläne Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange hingerichtet worden. Am Samstag wurden sie selig gesprochen. Dem Vierten im Bunde, dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink, wird diese Ehre nicht zuteil.

Von Michael HollenbachDeutschlandradio Kultur

Der Lübecker Historiker Peter Voswinckel ist überzeugt: wenn man die letzten Briefe von Johannes Prassek, Eduard Müller, Hermann Lange und Karl Friedrich Stellbrink liest, muss man sie wegen ihres Gottvertrauens als Märtyrer bezeichnen. Dieser Begriff wird seit dem 11. September vor allem mit Selbstmordattentätern und deren Verherrlichung durch radikale Muslime assoziiert. Hamburgs Erzbischof Werner Thissen erklärt die Bedeutung des Märtyrers im Christentum:

„Ein Märtyrer kann keine Gewalt anwenden, wo Gewalt angewandt wird, dann können wir nicht von Martyrium sprechen. Ein christlicher Märtyrer, der will auch nicht sterben, der will leben. Aber wichtiger als sein Leben ist Gott und das Sich-Verhalten nach den Geboten Gottes.“

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