Matussek: Wenn aus Verdacht Gewissheit wird


Bild: (c) Deutsche Verlags-Anstalt

„Spiegel“-Autor: „Gläubige unter Blödheitsverdacht“
Matthias Matussek hat ein höchst umstrittenes, viel besprochenes Buch über „Das katholische Abenteuer« geschrieben. Der „Presse“ erklärt er, warum es der Katholizismus sein muss und nicht einfach irgendeine Religion.

Von Bettina SteinerDie Presse

Sie haben in Ihrem jüngsten Buch ein langes Kapitel über die Todsünden geschrieben. Was ist für Sie die schlimmste? Einen Tipp hätte ich…

Matthias Matussek: Wohl die Gier. Weil keine andere Todsünde global so verheerend ist. Die Gier zerstört ganze Kontinente, lässt die Gesellschaft auseinanderbrechen, die Natur kippen, Wirtschaftssysteme kollabieren. Worauf hätten denn Sie getippt?

Auf Gier oder Neid.

Der Neid kommt bei mir ganz vorne. Er zersetzt das Miteinander, hat aber nicht so eine Wucht. Die Gier ist wie eine terroristische Bombe. Es ist ja auch kein Zufall, dass jene beiden Gebote, die vom Begehren handeln, von der Gier nach etwas, am schwersten zu erfüllen sind: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, und du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

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2 Comments

  1. Als ein 76-jähriger Wiedergeburtschrist Gottes, gebe ich dem
    Herrn Matussek bekannt im Geist,Namen und Auftrag Gottes,
    dass er der geistigen Herzensblindheit anheimgefallen ist, die Unheilbar gilt.
    Die einzig wahre Religion des lebendigen Gottes kam mit Jesus Christus und mit dem Heiligen Geist, zu allen Menschen, damals wie heute, und so lange Menschen noch auf Erden leben werden.
    Diese einzig wahre Religion Gottes, ist eine Religion der geistigen Erfahrung und begleitet,durch Gottes Offenbarungen, an denen die Katholiken ab dem 17-ten Jahrhundert leiden und darum von Gott und seiner Religion, abgefallen sind!!!

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  2. „Herz-Jesu-„Feuilletonist Matthias Matussek schreibt beim „Spiegel“ und betreibt dort einen Blog. Bei seinem kürzlichen Interview zum Vertrieb seiner neuesten Publikation beim klerikalen Kölner DomRadio schwadronierte er über den „Spiegel“ – seinen Brötchengeber- als „antikirchliches Kampfblatt“. 

    Da scheinen aber ein paar Kollegen beim „Spiegel“ das Leichtgewicht mal wachgerüttelt zu haben….denn der Wiener „Presse“ beichtete Matussek  „Das war eine unbedachte – im Nachhinein muss ich sagen – dämliche Äußerung. Ehrlich gesagt, habe ich mir nicht gedacht, dass das jemand hört. Ich habe das mit den (Spiegel) Kollegen geklärt.“

    Als bekennender Katholik wird Matussek irgendwann in den nächsten 360 Tagen laut Beichtordnung –  beim Laterankonzil  des Jahres 1215 als Spitzelmassnahme gegen von Rom abgefallene Häretiker wie die Jesus Anhängerschaft der aquätanischen Katharer und die im Alpenraum lebenden Waldenser erlassen – seine amtliche „Piepshow“  im Beichtstuhl beim Gemeindepopen haben zum Thema  „Du sollst nicht falsch gegen deine Nächsten aussagen“ .. 😉

    Im Gegensatz zu seinen „Spiegel“ Kollegen von heute kann sich Dostojewski  gegen den Mißbrauch durch Matussek für die katholische Sache  nicht mehr wehren…aber er würde sich bei diesem Mißbrauch sicherlich im Grabe umdrehen. 
    😉
    Dostojewski hat sogar ein Stück Weltliteratur gegen die nach seiner Ansicht pervertierte römische Staatskirche geschrieben: Der Grossinquisitor

    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Großinquisitor

    In Kapitel: Bedeutung –  3. Abschnitt heisst es bei Wikipedia

    „Der tiefgläubige Christ Dostojewski geißelt in Der Großinquisitor direkt den Katholizismus…….“

    Und In Kapitel: Bedeutung – 4. Abschnitt heisst es

    „…..Hier erscheint als Verkörperung der (katholischen) Kirche ein grausiger Despot, der den Menschen die Fähigkeit zur Freiheit abspricht, den zur Erde zurückgekehrten Christus einkerkert und schließlich mit den Worten verjagt: „Geh weg und komme nicht mehr wieder, komme überhaupt nicht mehr wieder, niemals, niemals.“

    Siehe auch…
    http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/deutsch/dostojewskij/audio/

    Dostojewski war – wie viele Religionsstifter – allem Anschein nach ein Hirnlappen-Epileptiker. An der Laurentian Uni von Ontario werden „Gotteserfahrungen“ Mithilfe von Magnetfeldern über den Hirnlappen von Probanten im Versuch vom Neuropsychologen Michael Persinger nachgestellt. Jürgen Becker, der Kölner , hat dies verkürzt so resümiert: Früher hiess es „Helm ab“ zum Gebet…heute heisst es „Helm auf“ zur Gotteserfahrung.

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2005-50/artikel-2005-50-ein-gefuehl-schoener-als-glueck.html

    „Zweifellos gehört die Gotteserfahrung in einem epileptischen Anfall zu den existenziellsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski, selbst nachgewiesenermassen Schläfenlappen-Epileptiker, lässt uns durch eine seiner Romanfiguren an einem solchen Anfall teilhaben: «Die Luft ist erfüllt mit grossem Lärm und ich dachte, ich würde verschlungen. Ich habe wahrhaftig Gott berührt. Er kam in mich, mich selbst hinein; ja, Gott existiert, schrie ich und ich erinnere mich an gar nichts anderes. All ihr gesunden Leute könnt euch das Glück nicht vorstellen, das wir Epileptiker in der Sekunde vor dem Anfall erleben. Ich weiss nicht ob diese Glückseligkeit Sekunden, Stunden oder Monate dauert, aber glaube mir, nicht für alle Freuden, die das Leben bringt, würde ich diese eintauschen.»

    „Auch einige religiöse Prominenz der Kirchengeschichte steht unter dem dringenden Verdacht, ihre göttlichen Visionen im Neuronengewitter epileptischer Anfälle halluziniert zu haben: Johanna von Orléans, Apostel Paulus oder die heilige Teresa von Avila. Dazu gibt es wichtige Hinweise aus den Biografien, gesicherte postume Diagnosen sind aufgrund der lückenhaften Datenlage selbstverständlich nicht zu stellen. Gut möglich, dass Apostel Paulus die Epilepsie meinte, wenn er von seinem «Pfahl im Fleisch» redete, an dem er leide. Seine Beschreibung der Begegnung mit dem auferstandenen Christus vor Damaskus mit Lichterscheinungen und dem Vernehmen der Stimme Jesu gäbe ein geradezu klassisches Beispiel für einen Schläfenlappen-Anfall, sind doch sensorische Störungen wie Lichteindrücke und akustische Halluzinationen typisch für diese Epilepsieform.“

    Ob wissenschftliche Evidenz wohl in die „Herz-Jesu“ Ideologie des Herrn Matussek passt ?…. 
    😉

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