Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Gottesstaat Deutschland: Geht’s noch Ihr Bibel-Deppen???
[…]Die Deutsche Bibelgesellschaft feiert nächstes Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Das Bundesfinanzministerium wird zu diesem Anlass eine Sonderbriefmarke herausbringen. Dafür haben sich die CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein und Steffen Bilger stark gemacht, die so die Arbeit der Organisation würdigen wollen. Seit 200 Jahren bemüht sich die Deutsche Bibelgesellschaft um die Verbreitung der Heiligen Schrift. In dieser Zeit wurden etwa 100 Millionen Bibeln preiswert oder gar kostenlos in ganz Deutschland verteilt. Für Klein war dies Grund genug, sich zusammen mit seinem Kollegen Bilger und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für eine angemessene Würdigung der Organisation einzusetzen. „Die Arbeit der Bibelgesellschaft war und ist (ebenso wie das christliche Fundament unseres Bildungswesens) unverzichtbar, auch und gerade in einer weltanschaulich immer offeneren Zeit“, begründete Klein seine Anfrage an das Bundesfinanzministerium. Das Ministerium nahm den Vorschlag bereitwillig auf, sodass die neue Sonderwertmarke „200 Jahre Deutsche Bibelgesellschaft“ bald das Briefmarkenspektrum bereichern wird[…]

Wieder mal der oft fachlich kritisierte Pfeiffer und eine neue Hiobsbotschaft
[…]Ministranten und katholische Pfadfinder sind weniger gewaltbereit als nichtgläubige Gleichaltrige. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens für das Emsland. „Wir können belegen, wenn der Anteil der gläubigen Katholiken in einer Region über zwölf Prozent liegt, dann fällt insgesamt die Gewaltrate der Region sehr, sehr niedrig aus“. Dies sagte Institutsdirektor Christian Pfeiffer im Interview mit dem Kölner Domradio. Pfeiffer hatte in der Studie herausgefunden, dass gerade dort, wo der Anteil der jungen Katholiken in einer Region, in einem Landkreis, einer Stadt besonders hoch ist, Jugendgewalt besonders niedrig. Dieser Zusammenhang sei „nicht zufällig“. „Wir können belegen, wenn der Anteil der gläubigen Katholiken in einer Region über zwölf Prozent liegt, dann fällt insgesamt die Gewaltrate der Region sehr, sehr niedrig aus. Wenn dagegen der Anteil der gläubigen Katholiken unter fünf Prozent liegt, dann sind Katholiken nicht anders als Protestanten oder konfessionslose Jugendliche und verhalten sich auch gewalttätig.“ Für den Institutsleiter ist allerdings klar, dass nicht der Glaube alleine sondern erst die Einbettung in ein soziales Netzwerk notwendig ist, dass Menschen friedlicher werden. „Wer dann bei den katholischen Pfadfindern aktiv ist, wer Ministrant in der Kirche ist, der schämt sich, wenn er etwas Verbotenes tun würde und dann lässt er es besser. Er ist gestützt und gestärkt durch die Freunde, die er in seinem Netzwerk hat. Was wir klar belegen können, ist, der Glaube in Verbindung mit einer Gemeinschaft, in der diese Normen und Werte hochgehalten werden[…]

Erzbischof Schick: Beten löst alle Probleme der Welt, klar, wie blöd muss man als Schäfchen eigentlich sein
[…]„Anbetung und Fürbitte ergänzen sich“, so Schick. So dürften die Gläubigen gewiss sein, dass ihre Gebete erhört werden und ihnen geholfen wird, auch und gerade in den aktuellen Krisensituationen: „Die Nöte, die uns derzeit besonders bedrängen, sind der Mangel an Einheit und Friede in der Kirche, die Verfolgung und Bedrängnis der Christen in vielen Ländern der Erde, die Säkularisation und die zu geringe Zahl an Priestern und Ordenschristen“, mahnt der Erzbischof. Die Welt sei aktuell heimgesucht von Individualismus und Konsumismus, der Spaltung in Arm und Reich, Nord und Süd, die die Gefahr von Krieg und Terror, Umweltzerstörung und Hunger verursachten. „Wenn viele gemeinsam oder auch allein vor dem Allerheiligsten beten, kann das zu einer großen Kraft für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung werden“, betont der Erzbischof[…]

Die armen Kinder …
[…]Um mit den Inhalten der Bibel und des christlichen Glaubens vertraut zu werden, sollten Kinder möglichst früh biblische Geschichten und Lieder auswendig lernen. Dafür hat sich der evangelische Theologieprofessor Wilfried Härle (Heidelberg) ausgesprochen. Gegenüber der Zeitschrift „Impuls Gemeinde“ (Frankfurt am Main) sagte der 72-Jährige, dieses Lernen in den frühen Jahren des Lebens sei immens wichtig, „weil gerade dieser frühe Erwerb an Sprache, Bildern und Inhalten ein Leben lang zugänglich bleibt, auch im Alter“. Härle räumt ein, dass das Auswendiglernen in der Religionspädagogik eine Zeit lang als Rucksackpädagogik verschrien gewesen sei, weil man sie als „bloßen Ballast“ empfunden habe. Er sei trotzdem ein Verfechter dieser Pädagogik. Heute gebe es wieder viele Lehrer, „die mit den Kindern singen, Psalmen sprechen, Geschichten erzählen und Feste feiern“. Kinder hätten gegenüber Erwachsenen einen „unverstellteren Zugang zum Leben und zum Glauben“. Sie seien oft „zu ganz tiefen Erkenntnissen in der Lage und können diese meistens in ganz einfachen Formulierungen ausdrücken“[…]

Deutsche lassen sich beim Spenden am besten verarschen
[…] Gleichzeitig ist der Studie zufolge Deutschland in Westeuropa Spitzenreiter, was Spenden an religiöse Organisationen angeht. 27 Prozent der in Deutschland Befragten gaben laut GfK an, den Großteil ihrer Spenden an kirchennahe Vereinigungen und religiöse Verbände zu geben. Der europäische Durchschnitt dagegen liege bei 14 Prozent. Lediglich in Rumänien (30 Prozent) und den USA (35 Prozent) sei der Spendenanteil für religiöse Organisationen noch höher als in Deutschland, teilte die GfK mit. Die Hälfte aller Befragten fühlt sich der Studie zufolge von ihrem Glauben oder ihrer persönlichen Einstellung dazu bewegt, für wohltätige Zwecke zu spenden[…]

Eine „demokratie- und frauenfeindliche Ideologie“ hat die katholische Kirche auch zu bieten und nun???
[…]Berlin/Frankfurt Die Innenminister der Länder haben sich auf ein härteres Vorgehen gegen islamistische Salafisten verständigt. „Ich bin nicht bereit zu akzeptieren, dass sich die Idee eines bewaffneten Dschihad in Deutschland ausbreitet“, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) unserer Zeitung. Die Salafisten verbreiteten „eine demokratie- und frauenfeindliche Ideologie“. Vor allem junge Männer ließen sich von den Hasspredigern anziehen. „An dieser Stelle darf eine wehrhafte Demokratie nicht tatenlos zusehen“, sagte Lewentz. Deshalb werde nun auch ein Verbot einschlägig bekannter Vereine geprüft, sagte der SPD-Politiker[…]

Rom: iPod als Touristenführer in der Lateranbasilika
[…]Touristen können kostenlos gegen Hinterlegung eines Pfands einen iPod ausleihen, dessen mehrsprachiges Programm detailkundige Informationen bietet. Das Zusatzprogramm wurde speziell für die Lateranbasilika erstellt. Ergänzend kann man darauf hochauflösende Bilder von Einzelheiten ansehen, welche mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen sind oder überhaupt nicht besichtigt werden können. Das Projekt ist noch in der Erprobungsphase. Ende des Jahres wird darüber entschieden werden, ob dieses Angebot wieder eingestellt oder auf andere römische Basiliken ausgedehnt werden soll.[…]

Evangelikalen-Seftel: Die fehlende christliche Moral ist Schuld an der Griechenland-Krise
[…]Korruption und Bestechung seien der Status Quo in Politik und Verwaltung. Außerdem werde jede zweite Ehe geschieden und jedes Jahr würden über 300.000 ungeborene Kinder in dem rund elf Millionen Einwohner zählenden Land abgetrieben, so Romeos gegenüber idea. Gründe dafür lägen in einer „selbstbezogenen Einstellung und dem Bemühen, soviel wie möglich für sich selbst zu bekommen“, so Romeos. Grundlegende biblische Wahrheiten für ein gelingendes Leben seien in Vergessenheit geraten. Diese Sichtweise der Ursachen für die Krise werde auch von Vertretern der griechisch-orthodoxen Kirche geteilt. Christen hätten in der aktuellen Situation eine große Chance, „zu ihren Werten zu stehen und ein positives Beispiel zu geben“[…]

Die gelackmeierten Missbrauchsopfer
[…]München: In Bayern haben bislang nur relativ wenige Opfer sexuellen Missbrauchs bei der katholischen Kirche einen Antrag auf Entschädigung gestellt. Das haben Recherchen des Bayerischen Rundfunks ergeben. Im Bistum Würzburg zum Beispiel haben nur acht Betroffene den entsprechenden Fragebogen ausgefüllt – obwohl sich ursprünglich 40 Opfer gemeldet hatten. In anderen Bistümern ist die Situation ähnlich. Als eine Ursache dafür nannte der Missbrauchsbeauftragte des Bistums Würzburg, Laubenthaler, dass für Opfer maximal 5.000 Euro gezahlt würden – viele Betroffene sehen darin offenbar keine angemessene Anerkennung ihres Leids.[…]

Ach nee, Xavier Naidoo – Gesangel „nicht religiös“
[…]Mit im Gepäck führen die Söhne ihr neues Album Barrikaden von Eden. „Diesen Titel kann man auf verschiedene Weise lesen“, sagt Naidoo, „als Auf-die-Barrikaden-Gehen oder auch als Gegen-die-Barrikaden-in-unseren-Herzen-Ankämpfen“. Nicht „religiös“: Gegen die Unterstellung, sie würden „religiöse Musik“ machen, verwehrt sich der Kultstar: „Die katholische Kirche ist das größte Übel der Menschheitsgeschichte“, sagt er. Schon eher leben könne er mit dem Begriff „spirituell“: „Wir versuchen, uns in unserer Musik möglichst würdevoll mit den brennenden Fragen des Seins zu befassen.“[…]

Jesuit fordert Dezentralisierung der kath. Kirche, B16-RatzeBene wird sich totlachen
[…]Bonn, 21.06.2011 (KAP) Die katholische Kirche braucht nach Einschätzung des Jesuiten und langjährigen Leiters des deutschen Programms von Radio Vatikan, P. Eberhard von Gemmingen, dringend eine Dezentralisierung. Die Kirchenzentrale nehme die unterschiedlichen Mentalitäten in der Weltkirche nicht richtig wahr; dem Vatikan fehle manchmal „die Sensibilität gegenüber Mitteleuropa“, schreibt Gemmingen in der in Bonn erscheinenden „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“. Entscheidungen aus Rom würden nicht ausreichend begründet und kommuniziert. Gemmingen sprach sich erneut für eine Kurienreformen aus. „Wahrscheinlich könnten im Vatikan einige Ämter abgeschafft oder verschlankt werden“, sagte er. Vor allem bräuchte Rom aber ein Kabinett der obersten Behördenleiter. Die Gefahr in Deutschland besteht nach Einschätzung des Jesuiten nicht in einer Abspaltung von Rom, sondern eher „in dummen Schlagworten und unnötigen Polarisierungen. Tatsächlich wünschen sich deutschsprachige Katholiken einen Papst, mit dem sie einig sein können.“ Von Gemmingen bezeichnete es als „ein fast unmögliches Unterfangen“, dass der Papst die katholische Welt mit ihren Mentalitäten, Situationen und Problemen zusammenhalten muss. Die eher kirchenkritische Haltung vieler deutscher Katholiken begründete der Jesuit mit Jahrhunderte alten Mentalitätsunterschieden. „Germanen sehen vieles grundsätzlicher als Romanen und Angelsachsen“, schreibt er unter Verweis darauf, dass die Reformation nicht zufällig von Deutschland ausgegangen sei. „Sie nehmen manches ernster und manchmal zu ernst. Südländer gehen selbstständiger mit Normen um[…]