Politiker und ihre unsägliche Instrumentalisierung von Religion: Julia Klöckner


Julia Klöckner Quelle: volksfreund.de

Eine Verfechterin der kirchlichen Feiertage
Julia Klöckner zur Bedeutung von Fronleichnam

Von Susanne Becker-HubertiDomradio

Morgen begehen Katholiken weltweit das Fronleichnamsfest, dennoch ist der Tag kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Julia Klöckner, Vorsitzende der CDU-Fraktion Rheinland-Pfalz und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, spricht im domradio.de-Interview über die Bedeutung der Feiertage und die Prägung unserer Gesellschaft durch das Christentum.

domradio.de: Frau Klöckner, was bedeuten Ihnen Feiertage?
Julia Klöckner: Es gibt sicherlich eine innerweltliche Ebene, das heißt, man hat nicht die üblichen Termine, man hat in der Regel auch frei, zumindest wenn man angestellt ist. Wir als Politiker haben ja selten frei, weil wir auch auf Festen erwartet werden. Aber Feiertage haben auch einen Gottesbezug und einen Glaubensbezug. Ich nutze natürlich die kirchlichen Feiertage, um in den Gottesdienst zu gehen, um mich einzulassen auf das Kirchenjahr. Gerade jetzt nach Ostern haben die Feiertage eine große und besondere Bedeutung, was die Gottverbundenheit angeht. Ich erinnere mich zum Beispiel, wie ich als Kind an Fronleichnam mit meinem Bruder und mit Freunden zusammen die Blumenteppiche geschmückt habe in unserer Gemeinde. Und wie ich dann später als Lektorin in der Kirche mitgewirkt habe oder aber auch bei der Prozession mit dem Musikverein die entsprechenden Lieder spielte: Großer Gott, wir loben dich und viele andere auch. Also, die Feiertage haben etwas gesellschaftliches, etwas sehr persönliches aber auch etwas strukturelles, sie ordnen das Jahr.

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3 Comments

  1. Frau Klöckner scheint sich, wie viele andere Politireligioten auch, geistig im tiefsten Mittelalter zu befinden. Solche irreal denkenden Menschen bestimmen die Geschicke unseres Landes mit. Das ist nicht nur skandalös sondern schon katastrophal ! Im Grunde ein Fall für den Verfassungsschutz.

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  2. Die selbstgerechte Arroganz mit der viele Politiker uns konfessionslosen Bürgern bei jeder sich bietenenden Gelegenheit ihren haarsträubenden, religiösen Stumpfsinn vorsetzen, ist unerträglich. Diese penetranten Missionierungsaktivitäten fordern Gegenreaktionen geradezu heraus. Diese Polit-Religioten können sich offenbar nicht vorstellen, dass es dem nicht religiös verseuchten Teil der Bürger irgendwann mal zuviel werden könnte. Soll doch jeder Mensch denken und glauben, was er will. Aber wer seinen Mitmenschen permanent ein wirres Gemisch aus Religion und Politik zumutet, darf sich nicht wundern, wenn er seine Glaubwürdigkeit als seriöser, ernstzunehmender Volksvertreter in den Augen des mitdenkenden Teils der Menschheit mehr und mehr verliert. Längst nicht alle Menschen mögen es, wenn man sie permanent mit antiquiertem, völlig unbewiesenem Reli-Zauber zudeckt. Das sollten diese Polit-Religioten endlich mal zur Kenntnis nehmen und sich danach richten. Religion muß Privatsache bleiben, weil diese Verirrung des menschlichen Denkens in der Politik rein gar nichts zu suchen hat und in diesem Metier völlig fehl am Platze ist.

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  3. Ein klarer Beweis, dass die Parteien immer mehr zum speichelleckenden Instrumentarium der Schwarzröcke werden. Wieviel Dummheit verträgt ein hohes politisches Amt?. 😦

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