Reform der katholischen Kirche heißt „ewige Anbetung“, zurück ins 18.Jahrhundert


Quelle: u.jimdo.com

„Keine Neuevangelisierung ohne eucharistische Anbetung“ – Deutschland hartes Pflaster

Von Bussola Quotidiana/Übersetzung von Giuseppe NardiKatholisches

(Rom) Eigentlich sei es bereits etwas Besonderes, daß man überhaupt darüber spricht. Nach Jahrzehnten der Marginalisierung „durch eine falsche Hermeneutik des Konzils“, kehre die Eucharistische Anbetung wieder zurück in den Mittelpunkt des christlichen Lebens, so Pater Justo Lo Feudo in einem Interview, das Andrea Zambrano für „Bussola Quotidiana“ mit ihm führte. Weltweit entstanden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 3000 Anbetungsorte, 1200 allein in den USA.

Die Anwesenheit vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares belebt den Glauben neu, weckt Bekehrungen und Berufungen in der katholischen Welt. Derzeit findet dazu am Salesianum in Rom eine Tagung zum Gedankenaustausch zwischen Experten und sieben Kardinälen statt. Ihren Höhepunkt und Abschluß findet die Tagung am Donnerstag mit dem von Papst Benedikt XVI. zelebrierten Fronleichnamsgottesdienst und anschließender Prozession.

Pater Justo Lo Feudo wurde 1941 in Buenos Aires geboren. Er gehört den Missionaren der Allerheiligsten Eucharistie an, einem neuen Ordens diözesanen Rechts, zu dessen Charisma vor allem die Förderung und Verbreitung der ständigen Anbetung in den Diözesen und Pfarreien zählt. Der Orden wurde am 17. Juli 2007 vom Bischof von Frejus-Toulon, Msgr. Dominique Rey, im französischen Paray-le-Monial kanonisch errichtet in der Überzeugung, daß die Neuevangelisierung von der Anbetung ausgeht.

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[…]Die Ewige Anbetung ist eine alte Tradition der katholischen Kirche. Grundlage dafür ist der Glaube an die tatsächliche physische Gegenwart Jesu Christi bei der Eucharistiefeier … Ab dem 10. Jahrhundert entstand in Klöstern die Tradition, in einer Kapelle den Leib Christi in Gestalt der Hostie zu verehren. Diese neue Gebetsform breitete sich vor allem durch Franz von Assisi und seinen Orden ab dem 11. Jahrhundert in ganz Europa aus. Aus der Gebetsform der Anbetung entwickelte sich das ewige Gebet vor dem in der Monstranz ausgesetzten Altarsakrament. Um die Präsenz Christi in der Welt ständig gegenwärtig zu halten und sich immer daran zu erinnern, führte man die Anbetung zu jeder Tages- und Nachtstunde ein[…]

JP2: „Verweilen wir lange auf den Knien vor dem in der Eucharistie gegenwärtigen Herrn, indem wir mit unserem Glauben und unserer Liebe die Nachlässigkeit, die Vergessenheit und sogar die Beleidigungen wiedergutmachen, die unser Erlöser in vielen Teilen der Welt erleiden muss.“

Ratzes Mystifax-, Größen- und Weltherrschaftswahn (2007):

Spiritualität und eucharistische Kultur

77. Die Synodenväter haben bezeichnenderweise bekräftigt, daß „die gläubigen Christen ein tieferes Verständnis der Beziehungen zwischen der Eucharistie und dem täglichen Leben brauchen. Die eucharistische Spiritualität ist nicht nur Teilnahme an der Messe und Verehrung des Allerheiligsten Altarssakramentes. Sie umfaßt das gesamte Leben.“ [216] Diese Bemerkung besitzt für uns alle heute eine besondere Bedeutung. Man muß zugeben, daß eine der schwerwiegendsten Wirkungen der eben erwähnten Säkularisierung darin besteht, daß sie den christlichen Glauben an den Rand der Existenz verbannt hat, als sei er in bezug auf die konkrete Entfaltung des Lebens der Menschen unnötig. Das Scheitern dieser Art zu leben, „als ob Gott nicht existierte“, steht jetzt allen vor Augen. Heute ist es nötig wiederzuentdecken, daß Jesus Christus nicht eine bloße private Überzeugung oder eine abstrakte Lehre ist, sondern eine reale Person, deren Eintreten in die Geschichte imstande ist, das Leben aller zu ändern. Darum muß die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt von Leben und Sendung der Kirche in Spiritualität, in Leben „nach dem Geist“ (Röm 8,4f; vgl. Gal 5,16.25) umgesetzt werden. Es ist bezeichnend, daß der hl. Paulus an der Stelle des Briefes an die Römer, wo er dazu auffordert, den neuen geistigen Gottesdienst zu leben, zugleich an die Notwendigkeit der Änderung der eigenen Art zu leben und zu denken erinnert: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist; was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist“ (12,2). Auf diese Weise unterstreicht der Völkerapostel die Verbindung zwischen dem wahren geistigen Gottesdienst und der Notwendigkeit einer neuen Art, das Dasein wahrzunehmen und das Leben zu führen. Ein wesentlicher Bestandteil der eucharistischen Form des christlichen Lebens ist die Erneuerung des Denkens, um „nicht mehr unmündige Kinder [zu] sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen“ (Eph 4,14).

Eucharistie und Evangelisierung der Kulturen

78. Aus dem Gesagten folgt, daß das eucharistische Geheimnis uns in den Dialog mit den verschiedenen Kulturen führt, diese aber auch in gewissem Sinne herausfordert. [217] Man muß den interkulturellen Charakter dieses neuen Gottesdienstes, dieser logiké latreía anerkennen. Die Gegenwart Jesu Christi und die Ausgießung des Heiligen Geistes sind Ereignisse, die beständig mit jeder kulturellen Wirklichkeit in Beziehung treten können, um sie mit dem Evangelium zu durchsäuern. Das bringt konsequenterweise die Verpflichtung mit sich, mit Überzeugung die Evangelisierung der Kulturen zu fördern, in dem Bewußtsein, daß Christus selbst die Wahrheit jedes Menschen und der ganzen Menschheitsgeschichte ist. Die Eucharistie wird zum Wertmaßstab von allem, was der Christ in den verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen antrifft. In diesem wichtigen Prozeß können wir die Aufforderung des hl. Paulus im Ersten Brief an die Thessalonicher: „Prüft alles, und behaltet das Gute!“ (5,21) als äußerst bedeutungsvoll erfahren.

… Der wesentliche Beitrag, den die Kirche sich von dem gottgeweihten Leben erwartet, ist viel mehr auf das Sein bezogen als auf das Tun …

Eucharistische Konsequenz

83. Wichtig ist, das zu unterstreichen, was die Synodenväter als eucharistische Konsequenz bezeichnet haben und wozu unser Leben objektiv berufen ist. Der Gott wohlgefällige Gottesdienst ist nämlich niemals ein nur privater Akt ohne Auswirkungen auf unsere gesellschaftlichen Beziehungen. Er verlangt das öffentliche Zeugnis für den eigenen Glauben. Das gilt selbstverständlich für alle Getauften, erscheint jedoch besonders dringend für diejenigen, die wegen ihrer gesellschaftlichen oder politischen Position Entscheidungen im Zusammenhang mit fundamentalen Werten zu treffen haben, wie die Achtung und der Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, die auf die Ehe zwischen Mann und Frau gegründete Familie, die Erziehungsfreiheit für die Kinder und die Förderung des Allgemeinwohls in all seinen Formen. [230] Diese Werte sind unveräußerlich. Darum müssen sich die katholischen Politiker und Gesetzgeber im Bewußtsein ihrer großen gesellschaftlichen Verantwortung von ihrem recht gebildeten Gewissen in besonderer Weise aufgerufen fühlen, Gesetze vorzuschlagen und zu unterstützen, die von den in der Natur des Menschen begründeten Werten getragen sind. [231] Darin liegt im übrigen eine objektive Verbindung zur Eucharistie (vgl. 1 Kor 11,27-29). Die Bischöfe sind gehalten, diese Werte ständig ins Gedächtnis zu rufen. Das gehört zu ihrer Verantwortung für die ihnen anvertraute Herde. [232]

Christus Jesus, der einzige Retter

86. Die Unterstreichung der inneren Beziehung zwischen Eucharistie und Sendung läßt uns auch den letzten Inhalt unserer Verkündigung entdecken. Je lebendiger im Herzen des christlichen Volkes die Liebe zur Eucharistie ist, desto deutlicher wird ihm der Auftrag der Mission: Christus zu bringen. Nicht nur eine Idee oder eine an ihm orientierte Ethik, sondern das Geschenk seiner Person selbst. Wer dem Mitmenschen nicht die Wahrheit der Liebe vermittelt, hat noch nicht genug gegeben. So erinnert uns die Eucharistie als Sakrament unseres Heiles unweigerlich an die Einzigkeit Christi und an die von ihm vollbrachte Rettung zum Preis seines Blutes. Darum ergibt sich aus dem geglaubten und gefeierten eucharistischen Mysterium der Anspruch, fortwährend alle zum missionarischen Einsatz zu erziehen, dessen Zentrum die Verkündigung Jesu als des einzigen Retters ist. [238] Das verhindert, das entscheidende Werk der Entwicklungshilfe, das jeder authentische Evangelisierungsprozeß einschließt, auf eine bloß soziologische Unternehmung zu reduzieren.

Und wer es wagt, gegen die Regeln der Eucharistie zu verstoßen, der begeht den absolut schwerwiegendsten Verstoß innerhalb der katholischen Kirche, auf Platz zwei folgt ein Vergehen gegen die Heiligkeit des Bußsakraments und erst an dritter Stelle der Missbrauch an Minderjährigen. Klar, das spirituelle Sein ist wichtiger als das Tun. Jedes Mitglied der katholischen Kirche ist verpflichtet, Verstöße zu melden, was mit den Missbrauchstätern bisher passierte, ist zureichend bekannt. Bei Verstößen gegen die Heiligkeit (Eucharistie, Bußsakrament), kann man dagegen wahrscheinlich weder Gnade noch Aufschub walten lassen. Hier geht es anscheinend um die wahren Verbrechen. Ratze gehört in die Klapse, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

Vertreter der Glaubenskongregation: Jeder Gläubige hat das Recht, seine Sorge um die Diözese direkt dem Heiligen Stuhl mitzuteilen, und zwar durch den Nuntius, der für die örtliche Gemeinde die Nähe des Heiligen Vaters repräsentiert … ‚Wir haben Vertrauen in das Amt Petri, das der Nuntius repräsentiert; wir haben eine Sorge, und wir haben die Pflicht, nicht nur das Recht, sie Petrus vorzulegen.’“ Das sagte Msgr. Charles Scicluna, „Anwalt der Gerechtigkeit“ der Kongregation für die Glaubenslehre … Msgr. Charles Scicluna ist „Anwalt der Gerechtigkeit“ der Kongregation für die Glaubenslehre, das ist der Staatsanwalt des Tribunals des früheren „Heiligen Uffiziums“, der die Aufgabe hat, so genannte „delicta graviora“ zu untersuchen, also Vergehen, die die katholische Kirche als die absolut schwerwiegendsten einstuft: Das sind die Vergehen gegen die Eucharistie, Vergehen gegen die Heiligkeit des Bußsakraments und der Verstoß gegen das sechste Gebot („Du sollst nichts Unkeusches tun“) durch einen Kleriker mit einem Jugendlichen unter 18 Jahren. Vergehen, für die ein „Motu proprio“ von 2001 mit dem Titel „Sacramentorum sanctitatis tutela“ der Kongregation für die Glaubenslehre die Kompetenz zugesprochen hat. Und Monsignor Scicluna, ein Malteser mit liebenswürdig-freundlichen Umgangsformen, steht im Ruf, die ihm übertragene Aufgabe mit der größten Genauigkeit anzugehen – ohne Ansehen der Person.

Das schlimmste Vergehen ist auf gut Deutsch die Hostienschändung und danach, wenn ein Priester die Beichte missbraucht um den Beichtling sexuell zu verführen oder seinen sexuellen Gespielen von der Unkeuschheit frei zu sprechen. Hier geht es aber nicht um Opferschutz, sondern um den Missbrauch der „heiligen Sakramente“. Ergo, als Beichtvater unter dem Vorwand der Beichte mit dem Beichtling in sexuellen Kontakt zu treten, oder nach gemeinsamen sexuellen Handlungen dem Sexpartner die Absolution zu erteilen:

[…]Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten wurden in der folgenden Weise aufgelistet:

im Bereich der Straftaten gegen die Heiligkeit des hochheiligen Sakramentes und Opfers der Eucharistie:

1° die Entwendung oder Zurückbehaltung der konsekrierten Spezies in sakrilegischer Absicht oder das Profanieren der konsekrierten Spezies (can. 1367 CIC und can. 1442 CCEO);
2° der Versuch einer Feier des Eucharistischen Opfers oder die Vortäuschung derselben (can. 1378 § 2 n. 1 CIC und cann. 1379 CIC und 1443 CCEO);
3° die verbotene Konzelebration des Eucharistischen Opfers gemeinsam mit Amtsträgern kirchlicher Gemeinschaften, die keine Apostolische Sukzession besitzen oder die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen (cann. 908 und 1365 CIC; cann. 702 und 1440 CCEO);
4° die in sakrilegischer Absicht durchgeführte Konsekration einer Gestalt ohne die andere bei der Eucharistiefeier oder auch beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier (vgl. can. 927 CIC);

im Bereich der Straftaten gegen die Heiligkeit des Bußsakramentes:

1° die Lossprechung des Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs (can. 1378 § 1 CIC und can. 1457 CCEO);
2° die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs bei der Anhörung oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte, wenn diese darauf abzielt, mit dem Beichtvater selbst zu sündigen (can. 1387 CIC und can. 1458 CCEO);
3° die direkte Verletzung des Beichtgeheimnisses (can. 1388 § 1 CIC und can. 1456 CCEO);

schließlich im Bereich der Straftaten gegen die Sitten:

1° die von einem Kleriker mit einem Minderjährigen im Alter von weniger als 18 Jahren begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs (vgl. can. 1395 § 2 CIC)[…]

3 Comments

  1. Der Masochismus ist eine Perversion der Katholiken (wobei ich allerdings überzeugt bin, daß alle Religionen Ausdruck eines schweren Masochismus sind)!
    Es scheinnt diesen Herrschaften nicht aufzugehen, wie widerwärtig und erbarmungswürdig es ist, den ganzen Tag auf den Knien rumzurutschen, sich im Staube zu wälzen, sich dauernd klein zu machen und um schläge zu betteln.
    Allerdings kenne ich keinen Masochisten, der meint, mit seiner Veranlagung missionieren gehen zu müssen. Es ist einnfach ekelhaft, wie die Katholiken ihren Masochismus der ganzen Welt aufpressen wollen – aber wahrscheinlich ganz „natürlich“; denn dieses Aufpressen und Unterdrücken ist ja nichts weiter als die sadistische Kehrseite der Medaille!
    Die katholische Religion ist die Vergöttlichung von Schmerzwollust und die „ewige Anbetung“ nichts weiter als eine Form, diese Schmerzwollust dauernd zu genießen. Ja, wenn man so will ist der Katholizismus invertierte Sexsucht! Und der Papst ist der Zeremonienmeister des katholischen Sadomasochismusses; seine Anbetung des Leidens und sein störrisches Beharren auf Gehorsam aller Menschen sind typische Anzeichen für eine schwere Sexualpsychose. Die katholische Kirche ist eben eine transzendierte Sexualpsychose!
    Die ewige Anbetung ist sexualpathologisch nichts weiter als ununterbrochene Masturbation!

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  2. Was ist >EucharistieKannibalismus< dem wir entsagen sollten?
    Keiner von uns wäre auf die Idee gekommen, seinen König oder Gottheit zu verzehren, doch in der westlichen Welt ist es modern, seinen Christus,GOTT und HERRN zu verzehren unter einem anderen Namen. (arte tv.)

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