Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum – Papst-Rede spezial: enthält Updates von heute

Die Vatikan- Stasi ist aktiv, dem Denunziantenpack entgeht nichts
[…]Osnabrück (kath.net) Es habe sich eine Art Denunziantentum entwickelt. Dies beklagte Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück, bei einer Veranstaltung über das II. Vatikanische Konzil in Lingen. Gläubige würden sich im Vatikan beklagen, wenn ihnen die Entwicklung in der eigenen Umgebung nicht gefalle. Auch gehe die durch das II. Vatikanische Konzil veranlasste Entwicklung, mehr Verantwortung auf die Ortskirchen zu übertragen, wieder zurück: „Heute stellen die Bistümer viele Einzelfragen direkt in Rom, weil es schnell den Vorwurf gibt, man sei nicht mehr katholisch.“ Dies berichtete der „Kirchenbote“ des Bistums Osnabrück. Bischof Bode erzählte vom Katechetischen Prozess, bei welchem derzeit in seiner Diözese Projekte ausprobiert werden, wie die Gemeindemitglieder ihren Glauben offen leben und weitergeben können. Kommunikation sei der Schlüssel.Auch über die Zelebrationsrichtung äußerte er sich, bei manchen Priestern sei die Sorge entstanden, dass sie bei verstärkter Hinwendung zum Volk ihre Autorität verlieren könnten. „Ich sehe das anders: Ich gewinne erst Autorität, wenn ich Menschen neben mir zulasse“, zitierte der “Kirchenbote“ den Bischof.Erst vor wenigen Tagen hatte Msgr. Charles Scicluna von der Kongregation für die Glaubenslehre gesagt: „Jeder Gläubige hat das Recht, seine Sorge um die Diözese direkt dem Heiligen Stuhl mitzuteilen, und zwar durch den Nuntius, der für die örtliche Gemeinde die Nähe des Heiligen Vaters repräsentiert.“ Kath.net hat berichtet.[…]

Viva la Heresia
[…](Rom) “Die katholischen Universitäten sind voll von Häresien!” Dieser Satz wird Kurienerzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer zugeschrieben und damit keinem Geringeren als dem Sekretär der Glaubenskongregation. Der spanische Jesuit ist damit die Nummer Zwei in jenem römischen Dikasterium, das mit der Aufgabe betraut ist, über die Rechtgläubigkeit des katholischen Glaubens zu wachen. Dieser Satz scheint eine ganze Lawine loszutreten. Gleiches gilt für die Predigt von Msgr. Bernard Fellay, des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., vom 17. Juni in Winona (USA), bei der der Satz bekannt gemacht wurde. Neben der Frage nach dem Stand der Gespräche zwischen Rom und der Piusbruderschaft, nahm der Generalobere auch zur Lage der Kirche Stellung. Die „Kirchenkrise“ ist häufig Gegenstand seiner Ausführungen. In Winona berief er sich jedoch mit Erzbischof Ladaria Ferrer auf eine hohe vatikanische Quelle. Wörtlich sagte Bischof Fellay: „Wir wiederholen weiterhin, daß es eine Kirchenkrise gibt. Manchmal ist es geradezu langweilig, weil man in Rom den Eindruck erweckt, als wäre alles in Ordnung, aber am Tag danach sprechen wir mit ihnen … Und dann hören wir die Worte aus dem Mund des Sekretärs der Glaubenskongregation: ‚Ihr wißt, es gibt die Priester, die Bischöfe, die katholischen Universitäten, die voller Häresien sind!‘ Sie wissen also, daß die Lage der Kirche dramatisch ist. Wenn sie soweit gehen, zu sagen, dann bedeutet das ja etwas! Gleichzeitig verhalten sie sich aber so, als wäre alles in Ordnung. Ich gebe zu, das ist enttäuschend, das ist besorgniserregend, aber das ist die Situation.“[…]

Religionslehrerin verbreitet Häresie, Scheiterhaufen anschüren
[…]Vergleich von Nationalsozialismus mit der Kirchenordnung? … Salzburg. Grund: In der jüngsten Ausgabe Rupertusblatt, der Kirchenzeitung der Erzdiözese Salzburg, darf im Kommentar zum Sonntagsevangelium eine Religionslehrerin gegen die eigene Kirche mobil machen. Im Evangelium ging es unter anderem um die Aussendungsrede Jesu und um die Nachfolge. In den Zusammenhang erinnert Anna Lettner, eine diplomierte Pastoralassistentin und Unterstützerin der umstrittenen „Laieninitiative“, an den Seligen Franz Jägerstätter, der im 2. Weltkrieg den Wehrdienst verweigerte und dafür hingerichtet wurde. Lettner zitiert dazu Jäerstätters Ausspruch: „…besser die Hände als der Wille gefesselt“.Schließlich schreibt die Religionslehrerin wörtlich: „Damals wie heute hat es oft massive Konsequenzen, dem Auftrag Jesu zu folgen. Wie oft getrauen wir uns aus Angst nicht, diese Botschaft Jesu voll und ganz zu leben? Auch die Kirche ist davon nicht ausgenommen. Wir verharren in den festgefahrenen Strukturen aus Angst vor Veränderung und finden nicht den Mut, Jesu Auftrag in unserer konkreten Zeit umzusetzen. Ich wage es, diese Botschaft des Evangeliums und das Vorbild Jägerstätters auf die heutige Situation der Kirche weiterzudenken: Wer die Gesetze der Kirche mehr liebt als den Auftrag Jesu, ist seiner nicht würdig. Viele persönliche Verletzungen passieren leider auch in der Kirche, weil uns das Gesetz wichtiger ist als der Mensch (Rolle der Frau, Wiederverheiratete-Geschiedene, Zölibat,…) Wagen wir es, für die Botschaft Jesu einzutreten![…]

Kardinal Marx und sein Verständnis vom Dialog mit der Moderne
[…]In seiner Analyse zur Lage der Kirche ermutigt Marx zu einer „Renaissance“ des christlichen Glaubens. Durch eine Neuevangelisierung und ein klareres Bekenntnis des christlichen Glaubens könne die Kirche auch heute neue, Kultur prägende Kraft und Ausstrahlung erreichen. So könne sie dazu beitragen, Christen „zu befähigen, stark und überzeugend mit der Unübersichtlichkeit der Welt umzugehen“. Vor dem Hintergrund der Globalisierung habe die katholische Kirche zugleich die große Chance, in einer weltweit immer intensiver zusammenwachsenden Welt ein wirksames Zeichen der Einheit der „einen Menschheitsfamilie“ zu setzen. Die Kirche müsse als ein „geistliches Netzwerk“, etwa in „lebendigen Pfarren, aber auch anderen Orten des spirituellen Lebens wie geistlichen Gemeinschaften, Exerzitienhäuser oder Klöstern“ erfahrbar werden, fordert Marx. Stets jedoch müsse dieses Netzwerk dabei mit der „bischöflichen Struktur und mit dem Nachfolger des heiligen Petrus“ verbunden sein. Richtig verstanden könne die aktuelle Kirchenkrise – Marx nennt vor allem den Missbrauchsskandal – zu einem Wendepunkt werden.[…]

Das neue Liebespaar: Der Vatikan und die Evangelikale Allianz
[…]Die christlichen Kirchen wollen sich bei ihrer Missionstätigkeit künftig an gemeinsame Richtlinien halten. Mission müsse von Nächstenliebe, Mitgefühl, Demut und Integrität bestimmt sein, betonten der Vatikan, der Weltkirchenrat und die Weltweite Evangelische Allianz bei der Vorstellung eines gemeinsamen Ethikkodexes am Dienstag in Genf. Der «Respekt für alle Menschen» solle garantiert sein. Nach Angaben des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) handelt es sich bei dem Ethikkodex um das erste gemeinsam mit Vatikan und Weltweiter Evangelischer Allianz verabschiedete Dokument. Zusammen repräsentieren Vatikan, ÖRK und Weltweite Evangelische Allianz rund zwei Milliarden Christen. Das sind 90 Prozent aller Christen weltweit.
Die Kirchen räumten in ihrer Erklärung ein, dass Kirchenübertritte oft zu Reibungen und Kontroversen führten. Gleichzeitig unterstreichen sie die herausragende Bedeutung der Mission. Mission gehöre zum Wesen der Kirche, heißt es in der Präambel des Kodexes.[…]

Nur der katholische Glaube kann alle Weltprobleme lösen, boahhh …
[…]Die Kirche bietet eine klare Lösung gegen die derzeitige Krise in vielen europäischen Ländern … Die katholische Kirche schaue nicht tatenlos zu, sondern biete Lösungen an, so der Kardinal. „Es geht darum, dass wir alle gemeinsam eine Antwort auf diese Problemstellung bieten. Dazu kann und ist die Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ die passende Antwort. Der Papst betont in seinem Schreiben, dass es sich bei den derzeitigen Problemen um eine Krise der Werte handelt. Der heutige Mensch weiß nicht mehr, wohin es gehen soll. Er hat keine Perspektive. Der Glaube gibt diese Perspektive. Es wäre also gut, wenn die internationale Staatengemeinschaft diese Feststellung wahrnehmen würde.“Kardinal Rouco Varela sprach bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms zum 26. Weltjugendtages in Madrid.[…]

Oh Mann, selber Vermögen ohne Ende anhäufen, den Staat für alles bezahlen lassen und komplette Steuerfreiheit genießen und all diese Privilegien als Naturrecht verteidigen. Pfui Teufel!
[…]Berlin. Die katholischen Bischöfe Deutschlands setzen sich für eine stärkere Besteuerung großer Vermögen ein und lehnen Steuersenkungen ab. Aus Gründen der Chancengerechtigkeit solle über eine „Ausweitung der Besteuerung“ nachgedacht werden, anstatt über Absenkungen, heißt es in dem neuen Sozialwort der Bischöfe, das gestern vorgestellt wurde. Der Staat müsse vor allem verstärkt in Bildung investieren. Unter anderem fordert die Kirche, dass jedem Kind ein kostenloser Kindergarten-Platz angeboten wird[…]

Hardliner Angelo Kardinal Scola, neuer Erzbischof der ambrosianischen Diözese
[…]Die Beratungen in der Kongregation für die Bischöfe am 9. Juni führten dann zur Entscheidung für den Patriarchen von Venedig, der aufgrund der spirituellen und theologischen Nähe zu Benedikt XVI. als der „Wunschkandidat“ des Papstes gelten konnte. Unbestätigten, aber auch nie dementierten Berichten nach soll auch die Errichtung des neuen Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung auf einen Vorschlag des Patriarchen von Venedig zurückgehen[…]

Bischof von Lissabon: Tradition ist kein Argument zur Verweigerung der Frauen-Priesterweihe
[…]Lissabon (kath.net) Es gebe „kein grundsätzliches Hindernis“, in Zukunft auch Frauen die katholische Priesterweihe zu erteilen. Dies meinte Kardinal José da Cruz Policarpo, der Patriarch von Lissabon. Nur wegen der „starken Tradition“ in der Kirche, welche die Priesterweihe auf Männer beschränke, befürworte er das Frauenpriestertum ebenfalls nicht. Darüber berichtete „La Stampa“.Kardinal Policarpo möchte die Lehraussage von Papst Johannes Paul II. über die Ablehnung der Priesterweihe für Frauen offenbar nachbessern. Mit dem Apostolischen Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ „schien“ Papst Johannes Paul II. „die Sache entschieden zu haben“, behauptete Kardinal Policarpo. „Doch meine ich, dass man die Sache so nicht lösen kann. Es gibt theologisch kein grundsätzliches Hindernis, wollen wir deshalb einfach sagen: dies ist die Tradition und es war nie anders gewesen.“ Es werde weibliche Priester geben, „sobald Gott das will“, doch derzeit sei es besser, das Thema nicht aufzubringen.[…]

Da könnte man doch glatt mitmachen
[…]Bonn (kath.net) Die Konrad-Adenauer-Stiftung ruft einen Wettbewerb aus: Wer schlägt den besten Entwurf für die Rede von Papst Benedikt im Deutschen Bundestag vor? Der Gewinner erhält eine der wenigen Karten für die Teilnahme an der Bundestagsveranstaltung, außerdem wird sein Beitrag online veröffentlicht … Der Beitrag muss bis zum 26. August 2011 beim römischen Büro der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung eingereicht sein. Es werden nur Beiträge in deutscher Sprache angenommen, die Vorschläge müssen Papst Benedikt XVI. in Theologie, Form und Inhalt entsprechen[…]

Steinmeier in Afghanistan: Militärseelsorger sind soooo wichtig
[…]Der Fraktionschef würdigte auch die Arbeit der Militärseelsorge. Am 24. Juni habe er gemeinsam mit Militärspfarrern der getöteten Soldaten am Ehrenmal in Mazar-e Sharif gedacht. „Schon bei früheren Afghanistan-Besuchen habe ich erlebt, wie wichtig es für junge Menschen ist, in solch risikoreichen Situationen wie dort Zuspruch von Geistlichen zu erhalten – besonders nach dem Tod von Kameraden bzw. Kameradinnen“, so Steinmeier.[…]

Vatikanisches Online-Desinformations-Portal
[…]Die katholische Kirche wird morgen ein eigenes News-Portal launchen, wie der für soziale Kommunikationsmittel zuständige Kurienerzbischof Claudio Maria Celli bestätigte. Unter News.va sollen Nachrichten, Fotos und Bewegtbilder aus den katholischen Medien gebündelt und verknüpft werden[…]