PID-Debatte: CDU-Mann und Theologe Peter Hintze unerwartet gut


Quelle: suedkurier.de

PID-Debatte bei „Hart aber fair“
Tiefschläge im Namen des Lebens
Selten wurde bei „Hart aber fair“ so hitzig debattiert: Theologe gegen Theologe, Politikerin gegen Mutter, und mittendrin Schlagerbarde Guildo Horn. Es ging um die umstrittene Präimplantationsdiagnostik, um Fehlgeburten und das Recht auf Leben. Talkshow und Moral – passt das überhaupt zusammen?

Von Frank PatalongSpiegel.online

„Wie“, fragt Frank Plasberg den Schlagerbarden Guildo Horn, „würden Sie abstimmen, wenn Sie im Deutschen Bundestag säßen?“

Horn könnte man an diesem Abend für den am wenigsten qualifizierten Teilnehmer der „Hart aber fair“-Runde halten. Er ringt sichtlich um eine Antwort, setzt an, stockt, verzettelt sich. Rettet sich schließlich in einen Guildo-typischen Witz: „Ich trete von meinen Ämtern zurück“, sagt er. Soll heißen: Ich scheue die Entscheidung, ich will diese Verantwortung nicht tragen.

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4 Comments

  1. @Subkuttan
    Quote: „Man könnte den Jungs dann eintrichtern, dass sie beim Onanieren menschliches Leben töten, die Idee müsste den Fundi-Religions-Anhängern eigentlich gefallen.“
    Ich denke nicht, dass ihnen das gefallen würde, da diese Schwarzkittel ja genau dazu verdammt sind, wenn sie ledig sind, bzw. dem Zölibat unterliegen. Jetzt kann mir natürlich einer erzählen, dass diese Herren es sich durch die Rippen schwitzen. 🙂 🙂
    Ha, ha, lange nicht so gelacht.

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  2. @Aurelchen

    wenn man Zellhaufen, aus denen ohne Mutter und optimale Schwangerschafts-Bedingungen, niemals ein Mensch wird, für Menschen hält, stimmt Ihre Argumentation. Vielleicht wird demnächst die unbefruchtete Eizelle oder Sperma zum Menschen ernannt. Man könnte den Jungs dann eintrichtern, dass sie beim Onanieren menschliches Leben töten, die Idee müsste den Fundi-Religions-Anhängern eigentlich gefallen.

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  3. Ihnen ist aber schon klar, dass gerade diese Frage des „letztlichen der Güterabwägung“ genau das Problem ist. Hier quasi in einer Art über potentielles Leben gesprochen, wie sonst nur auf einem Basar. Die Kritiker wenden genau ein, dass man mit solchen Überlegung auch einfach menschliche Organtransplantationsgefängnisse aufbauen können.
    „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Die ist immer noch der erste Satz unseres Grundgesetzes und er muss bei jeder Entscheidung bedacht werden. Das ist kein generelles Argument gegen die PID, nur ein Argument innezuhalten und sich zu fragen, was wir eigentlich machen. Natürlich kann man den Menschen immer sagen, ihr könnt doch abhauen. Aber das löst das Problem nicht.

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  4. Für mich keine Frage: Ich bin zu hundert Prozent für die PID. Letztlich eine reine Güterabwägung. Um spätere Schwangerschaftsabbrüche zu vermeiden, ist die Selektierung, bzw. die Eliminierung von erbgeschädigten Stammzellen die weitaus humanere Vorgehensweise. Es gilt aber gesetzlich zu verhindern, dass es zu Züchtungen von Designer-Babies nach dem Wunsch der Eltern kommt. Sollte die PID in Deutschland verboten werden, empfehle ich potentiellen Eltern, sich ihren Kinderwunsch in Belgien zu erfüllen.

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