Wenn der Baggersee zum Taufbecken wird


27 Kinder und Jugendliche wurden im Baggersee getauft . Der Posaunenchor sorgte für die Begleitung und an Tischen standen Taufkerzen bereit. Foto agp

27 Kindern und Jugendlichen ist „das Gottesgeschenk der Taufe im Jahr der Taufe 2011“ am Baggersee zwischen Lunestedt und Düring zuteil geworden. Die Konfirmanden von Pastorin Naatjes-Schroeter hatten den Gottesdienst mit vorbereitet. Viele Täuflinge waren Konfirmanden der Kirchengemeinden Lunestedt und Beverstedt.

Nordsee-Zeitung

In einem selbst entwickelten Rollenspiel der Konfirmanden zur Bedeutung der Taufe äußert sich Anna, die im Gottesdienst getauft werden wollte: „Also von wollen kann nicht die Rede sein. Ich habe das meinen Eltern zu verdanken. Aber die wissen gar nicht, wie peinlich das ist. Und finanziell lohnt sich das auch nicht, bei der Konfirmation springt mehr raus, aber das eine geht wohl nicht ohne das andere.“

Der Darsteller von Dr. Krarup, dem Beverstedter Pastoren, sagte im Spiel zu diesem Zusammenhang: „In der Taufe geht es darum, dass Gott ‚Ja‘ sagt zu dem Kind. Eltern und Paten versprechen, dass sie von Gott und ihrem Glauben erzählen. Bei der Konfirmation dürfen die Jugendlichen dann selbst entscheiden, und ‚Ja – mit Gottes Hilfe‘ sagen, wenn sie den bereits eingeschlagenen Weg weiter gehen wollen.“

„Aufwand ganz schön groß“

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2 Comments

  1. Die Religionszugehörigkeit ist überwiegend eine erzwungene Zwangsmitgliedschaft, die auf einer unseligen Tradition beruht, die auf die Erzeugung von Abhängigkeit aufbaut. Die beste Voraussetzung, um Macht über das Denken und die Köpfe der Menschen ausüben zu können. Getarnt hinter wohlklingenden Worten und guten Taten, schönen Reden und heuchlerischem Gutmenschentum, verbirgt sich ein verbrecherisches Machtsystem, welches auf eine wenig ruhmreiche und mit viel Blut und menschlichem Leid geschriebene Historie zurückblickt. Hierzulande wird diese Historie mit dem Begriff „christliche Leitkultur“ verharmlost und beschönigt. Eine Leute haben diesen Schwindel längst durchschaut, anderen wiederum blieb diese Einsicht bisher verwehrt. Dies das betrübliche Ergebnis, der über zwei Jahrtausende praktizierten religiotischen Gehirnwäsche.

    Eltern, die ihre Kinder diesem Herrschaftssystem ausliefern, berauben sie ihres freien Willens und verhindern deren Persönlichkeitsentfaltung. Der emotionale Druck, der mittels Religion ausgeübt wird, verhindert das eigenständige, angstfreie Denken. Somit ist die Taufe ein symbolischer Akt der Versklavung des menschlichen Geistes, wodurch die Getauften zu manipulierbaren Religioten degenerieren. Es bedarf einer besonderen geistigen und psychischen Anstrengung, um sich aus diesem von Religioten errichteten gedanklichen Gefängnis zu befreien. Mir ist dieser Ausbruch zum Glück schon vor einigen Jahren gelungen !

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  2. Quote: „In der Taufe geht es darum, dass Gott ‚Ja’ sagt zu dem Kind“.
    Da frage ich nur: Welcher Gott? Hat ihn schon mal einer gehört, wie er ‚ja‘ sagte? Was wird denn dem armen Kerl noch alles in den Mund geschoben? Hier geht es nur darum weiteren zahlungspflichtigen Nachwuchs zu generieren. Wann merken die Eltern das endlich?
    Es wird Zeit, dass die Ansicht Arthur Schopenhauers, Philosoph (1788-1860) endlich erkannt, akzeptiert und umgesetzt wird:
    „Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein“.
    Das beginnt aber schon damit, dass man die Taufe ablehnt.

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