Bischof Woelki, Opus Dei, B16-RatzeBene und die „Falle der Säkularisierung“


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03. Juli 2011: St. Pölten (kath.net/KAP) Die Kirche ist nach Einschätzung von Kurien-Erzbischof Rino Fisichella in der Vergangenheit in die „Falle der Säkularisierung“ getappt. Man habe sich zwar mit dem Marxismus und Atheismus auseinandergesetzt, dabei aber den Nihilismus bzw. Relativismus vergessen, so der Präsident des Päpstlichen Neuevangelisierungsrates. Deshalb wende sich Papst Benedikt XVI. auch so vehement gegen die aktuelle „Diktatur des Relativismus“. Der Erzbischof war Ehrengast bei der Jahrestagung der Europäischen Plattform für Berufungspastoral, die derzeit im niederösterreichischen Horn stattfindet.

Tenor beim Auftakt der Tagung war die Überzeugung, dass die Bemühungen um geistliche Berufungen in der Kirche Hand in Hand mit einer verstärkten Evangelisierung gehen müssten. Es brauche Menschen, „die durch einen aufgeklärten und gelebten Glauben Gott glaubwürdig machen in der Welt“, sagte Fisichella in seinem Eröffnungsvortrag am Donnerstagabend in Anlehnung an Benedikt XVI. Nur durch Menschen, die von Gott berührt sind, könne Gott „zu den Menschen zurückkehren“.

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Wir bereits erwähnt, vermittelt B16-RatzeBene in allen seinen Reden und Ansprachen, dass der Mensch ohne den wahren katholischen Glauben ein Behinderter in allen Lebenslagen sei. Wer Gott nicht in sich einfließen lässt, kann weder vernünftig  noch intelligent denken, handeln oder fühlen, denn Gott ist es, der die Hirne und Herzen dafür öffnet. Ohne Transzendenz ist das menschliche Sein verkrüppelt und die eucharistische Anbetung ist DAS Mittel, um sich für den spirituellen Geist des Allmächtigen zu öffnen. Hauptaufgabe jedes richtigen Katholiken besteht also darin, so oft wie möglich in Kontemplation zu verfallen, damit die „Vollkommenheit“ stetig wirkt und erneuert wird und damit diese „leuchtende Perfektion, das hellste Licht“ nach außen getragen werden kann, um andere wie Fliegen anzuziehen, die somit den Weg zu Gott beschreiten. Evangelisierung braucht Evangelisatoren, völlig klar.

Wenn man weiß, wie Ratze tickt, ist einem absolut bewusst, dass sein Herz sämtlichen fundamentalistisch-traditionalistischen und charismatischen „Movimenti“ gehört. Opus Dei, die Legionäre Christi und die Piusbruderschaft sind nur die drei bekanntesten von einer stetig wachsenden Zahl entsprechender Gemeinschaften, die für B16 den wahren Katholizismus verkörpern. Die Piusbrüder sind noch dazu ein rein kontemplativer Orden, soziales Engagement und Wohlfahrt gehören NICHT zu ihren Aufgaben. Dafür sind sie Experten der lateinischen Messe und somit extrem wichtige Lehrmeister für Priester zur Umsetzung der wahren eucharistischen Anbetung.

Der Zweck heiligt die Mittel und immer geht es an erster Stelle um die Rettung der Seelen und damit um die Rettung der gesamten Menschheit für ein Leben nach dem Tod. Dass somit das gute oder schlechte Verweilen im Diesseits zur Nebensache wird, liegt auf der Hand.

Trotzdem geht es dem Heiligen Stuhl selbst natürlich um Macht und Geld, denn nur damit lassen sich entsprechende Ziele verfolgen.

Außerdem wäre aus Ratze nicht B16 geworden ohne Hilfe des Opus Dei, ein Schicksal, das er mit JP2 teilt:

Wie Opus Dei half

Ohne die Weihen des Geheimbundes Opus Dei wäre Joseph Ratzinger nicht Papst geworden. Publizist und Theologe Peter Hertel hat gute Gründe. Interview: Wolf Südbeck-Baur

aufbruch: Peter Hertel, Sie sagen, die Opus Dei-Weihen für Kardinal Joseph Ratzinger seien Voraussetzung für seine Wahl zum Papst. Wie begründen Sie dies?

Peter Hertel: Die meisten der 115 Papstwähler waren ziemlich konservativ. Zu ihnen zählte auch Kardinal Ratzinger. Als Präfekt der Glaubenskongregation war er profiliert als ein möglicher Kandidat fürs Papstamt. So legt sich für mich nahe, dass Ratzinger ohne die Angehörigkeit zu dieser Gruppe und ohne die Weihen, die er vom Opus Dei bekommen hat, nicht Papst geworden wäre.

Welche Weihen hat Kardinal Ratzinger vom Opus Dei bekommen?

Als es Mitte der 80er Jahre um den Kampf gegen die Befreiungstheologie ging, wandte sich Ratzinger dem Opus Dei mehr und mehr zu. In der Folge wurde er zu Veranstaltungen des Opus Dei eingeladen und hielt dort Vorträge. 1998 wurde er beispielsweise theologischer Ehrendoktor der Opus Dei-Universität in Pamplona.

Aber Ratzinger einen Ehrendoktortitel vom Opus Dei doch nicht nötig, um Papst zu werden.

Richtig. Aber dass er den Titel überhaupt annimmt, und der Opus Dei-Chef eigens von Rom nach Pamplona fliegt, um ihm den Ehrendoktorhut zu übergeben, weist Kardinal Ratzingers, jetzt Benedikt XVI., Nähe zum Opus Dei aus. Und wenn Ratzinger heute das Opus Dei nicht mehr nötig haben sollte, bleibt die Frage, warum er die theologische Doktorwürde eines so umstrittenen Geheimbundes überhaupt annimmt und sich in seine Dozentenschar aufnehmen lässt. Wenn er theologisch mit dem Opus Dei nicht einverstanden ist, hätte er Amt und Ehrung ja auch ablehnen können.
Ich denke zudem, dass Ratzinger stets ein ungebrochenes Verhältnis zur kirchlichen Macht hatte. Das Opus Dei war für ihn schon deshalb sehr interessant, weil es die Kirche als männliches Bollwerk gegen demokratische Einflüsse sieht.

Also eine gezielte Strategie?

Ich behaupte nicht, es sei Ratzinger und dem Opus Dei gezielt darum gegangen, Ratzinger zum Papst zu machen. Aber es gibt atmosphärische Strömungen. Drei Kurienkardinäle aus dem erzkonservativen Ambiente sind schon frühzeitig für Ratzinger als Papst eingetreten: das spanische Opus-Dei-Mitglied Herránz Casado sowie die beiden potentesten Förderer des Opus Dei im Vatikan: die Lateinamerikaner López Trujillo und Castrillón Hoyos. Im Gegensatz zu Johannes-Paul II. ist Ratzinger ein Kirchenführer, der die Dinge sehr viel diskreter und samtiger anpackt. Insofern entspricht Benedikt viel eher dem Ansatz des Opus Dei. Denn der Gründer empfahl: sei eine stählerne Keule in einem gepolsterten Futteral.

Apropos Macht. Vor 9 Jahren hat Ratzinger in einem Interview-Buch das Streben nach Macht und Reichtum als etwas bezeichnet, das nicht glücklich macht: „Man muss die gewöhnlichen Massstäbe – Glück ist Reichtum, Besitz, Macht – verlassen. Denn gerade wenn man diese Dinge zum Mass nimmt, ist man auf dem falschen Weg.“ Das steht im Widerspruch zum kirchenpolitischen Machtdenken, was Sie, Herr Hertel, bei Joseph Ratzinger als gegeben annehmen. Wie verhält sich bei Benedikt die dokumentierte abstinente Haltung zur Macht zur Hinwendung zum Opus Dei?

Eine schwierige Frage. Was ist Macht? – das ist auch eine Verständnisfrage ist. Im klassischen theologischen Gedankengebäude setzt die Gnade die Natur voraus und überhöht, vollendet sie. Hier werden bereits der natürliche und der übernatürliche Bereich unterschieden, in einer starren Neuscholastik werden sie schließlich getrennt. Das vorausgesetzt: Innerhalb der Theologie und der Kirche wird der übernatürliche Bereich nicht mit Macht in Verbindung gebracht, sondern immer nur mit Dienst. So denkt das Opus Dei auch heute und wie mir scheint auch Papst Benedikt.
Die Kirche ist jedoch auch eine Einrichtung, in der Menschen tätig sind. Weil aber niemand rein übernatürlich handelt, ist es nur selbstverständlich, dass es auch in der Kirche um Macht, Einfluss und Eifersüchteleien geht.
Auch das Opus Dei behauptet, es hat mit Macht und Geld nichts zu tun, es gehe einzig um die Rettung der Seelen. Dabei setzt es indes auch Machtmittel und sogar „heiligen Zwang“ ein, um angeblich Seelen zu retten. Escrivá hinterfragt die Mittel nicht, aber gebraucht sie: „Die Mittel interessieren uns nicht um ihrer selbst willen, sondern allein zur Rettung der Seelen.“

Welches Denken steht dahinter?

Inqusitorisches. Der gute Zweck heiligt die Mittel. Die These des Opus Dei lautet, dass es mit dem menschlichen Bereich des Natürlichen nichts zu tun habe. Deshalb mögen sich die Opus Dei-Mitglieder beruflich durchaus um Macht und Geld kümmern. Aber das Opus Dei sagt: es interessiere sich dafür das nicht, weil es dem rein religiösen Bereich zugeordnet sei. Deshalb sei der Vorwurf, das Opus Dei habe etwas mit Macht und Geld zu tun, unrichtig. Auf der anderen Seite wurde Geld, das auch mit unmoralischen Mitteln erworben worden war, von Werken der übernatürlichen Prälatur Opus Dei gern in Dienst genommen. Fazit: man muss dieses doppelbödige Verständnis von Begriffen wie Macht, Dienen, Herrschen, Einfluss, Reichtum usw. im Hinterkopf haben, wenn der Papst von diesen Dingen spricht.

Wie wirkt sich diese Haltung des Papstes zum Beispiel auf seine Beurteilung fortschrittlicher Kirchenbewegungen aus?

Ich denke, zu unterscheiden ist zwischen Ratzingers Theologie und seiner Kirchenpolitik. Dabei stütze ich mich insbesondere auf eine Aussage, die Kardinal Ratzinger 1998 in Hamburg gemacht hat: Alle Katholiken hätten denselben „common ground“ an, ein gemeinsames ideologisches Fundament. Von daher hätten ein Opus Dei-Mann und ein „Volksbegehrler“ (Ratzinger vermeidet „Kirchen“-Volksbegehrler) die gleiche Berechtigung. Das sagt er als Theologe. Doch als Kirchenpolitiker spricht er sie dem Kirchenvolksbegehrler ab, denn in der Praxis gibt er dem Opus Dei und den konservativen kirchlichen Gruppen den Vorrang, hält das, was bei den fortschrittlichen Gruppen läuft, für nicht ganz katholisch. Darum habe ich den Eindruck, dass bei Ratzinger ein Bruch zwischen wissenschaftlicher Theorie und kirchenpolitischer Praxis besteht.

Das Opus Dei sei die wichtigste Macht hinter dem Papst, stellen Sie fest. Können Sie das mit Beispielen belegen?

Die letzten beiden Papstwahlen sind gute Beispiele dafür. Sowohl Johannes Paul II. als auch Benedikt XVI. sind Freunde des Opus Dei, erstens. Zweitens ist es dem Opus Dei gelungen, in den vatikanischen Amtsstuben unverhältnismäßig viele eigene Leute unterzubringen. Weiter: Der letzte Papst hat zwei Mitglieder des Opus Dei zu Kardinälen ernannt. Seit 1987 erhielt das Opus Dei ausserdem sieben weitere Erzbischöfe, sieben Bischöfe und drei Weihbischöfe. Mehr als 100 seiner gut 1800 Kleriker wurden von Papst Johannes Paul II. in den geistlichen Adelsstand erhoben: Als päpstliche Prälaten und Hauskapläne empfehlen sie sich nun für Schlüsselposten in Generalvikariaten und kirchlichen Hochschulen.

Ausserdem: Die zölibatären Mitglieder des Opus Dei sind arm, auch wenn sie meist gut verdienen. Die Organisation wird dabei reich, und setzt den Reichtum ein – auch kirchenpolitisch. Und: Der Geheimbund weigert sich beispielsweise, Namen von Mitgliedern bekannt zu geben – vor allem die von ihnen geführten Konzerne und Banken. Ich kenne keine andere kirchliche Organisation, wo Geheimniskrämerei so konzentriert auftritt. Auf Geheimhaltung, Reichtum und damit verbundene Macht, aber auch auf meine 30jährigen kirchenpolitischen Beobachtungen und Recherchen stütze ich meine These, dass das Opus Dei die stärkste Macht hinter dem Papst ist.

Peter Hertel, Beneditkts Stosstrupp. Das Opus Dei und der deutsche Papst, Hörscheiben Nr. 2, 2005, Audio-CD

Stichwort Opus Dei
Die Strukturen sind schwer durchschaubar, die Namen der Mitglieder zum großen Teil ebenso unbekannt wie die Aktivitäten der Organisation. Gegründet: 1928 von dem spanischen Priester Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás (1902 bis 1975) zu dem Zweck, „die Heiligkeit und das persönliche apostolische Engagement“ der Christen und seit 1930 auch der Christinnen zu fördern. Das Opus versteht darunter vor allem die Durchdringung der Gesellschaft mit konservativen bis reaktionären christlichen Idealen.
Das Opus Dei hat rund 86.000 Mitglieder, darunter eine Minderheit von Frauen, sowie 1850 Priester. Die meisten Mitglieder sind Akademiker und arbeiten in gehobenen Positionen, ein Teil lebt zölibatär, meist nach Männern und Frauen getrennt, in Opus-Dei-Zentren. Den innersten Zirkel bilden die „Inscritos und Inscritas“ (etwa 2 Prozent). Ihre Identität ist selbst den übrigen Opus-Angehörigen in der Regel nicht bekannt.

Nun dürfte es auch wenig erstaunlich sein, dass der neue Bischof von Berlin ebenfalls einen Hang zu reaktionären Gemeinschaften verspürt und vielleicht auch mehr als nur seine Vergangenheit mit der Opus Dei Institution in Rom teilt. Ratze will die katholische Kirche auf den richtigen Weg führen und diesen Pfad gibt er vor, ergo hat es weltweit weder in der bisherigen B16 Zeit Amtseinführungen von liberalen Klerikern gegeben, noch wird es diese in Zukunft geben. Die Straße muss mit Gleichgesinnten gepflastert werden, alles andere macht ja keinen Sinn und um die Richtung auch so lange wie möglich vorgeben zu können, muss für die richtigen Kardinäle gesorgt werden, die den nächsten Papst wählen. Was JP2 angefangen hat, führt Ratze weiter. Neben Kardinal Marx und Kardinal Meisner, wird auch Bischof Woelki in Zukunft automatisch zum Kardinal, das ist in München, Köln und Berlin Tradition. Bingo!

Weitere Informationen zum Thema:

Josef Ratzinger – der GAU auf dem Stuhl Petri

[…]Die Wahl Ratzingers zum Papst war kein purer Zufall, entsprang keineswegs nur göttlicher Eingebung oder dem Wirken des Heiligen Geistes. Mit Zielstrebigkeit hatte Ratzinger als Glaubens- und Personal-Chef während des Pontifikats von Papst Wojtyla dafür gesorgt, dass ganz überwiegend Mitglieder und Sympathisanten des Opus Dei ins Kardinalskollegium gewählt wurden … Um einige Dimension verantwortungsloser und schuldhafter jedoch ist Ratzingers Haltung gegenüber den Basisgemeinden in Lateinamerika und ihren Befreiungstheologen. Ratzinger hat schon in seiner Zeit als Chef der Glaubenskongregation unter Papst Wojtyla nicht das geringste Mitgefühl für das Schicksal und die Bedrohtheit der Ärmsten und ihrer theologischen Anwälte gezeigt. Geschweige denn Solidarität. Im Gegenteil. Inspiriert durch die Nähe zum Opus Dei und dessen Verflechtungen mit Militärs und Latifundistas, hat Ratzinger Millionen Gläubiger in den Basisgemeinden als antikirchlich diskriminiert und deren Priester und Theologen zu Ketzern und damit zum antikatholischen Freiwild abgestempelt. Die Auslieferung weiter Teile des Kirchenvolks, die sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung zur Wehr setzten, an Diktatoren, Todesschwadrone und Foltergeneräle, die nicht selten dem Opus Dei nahestanden, nahm Josef Ratzinger zumindest billigend in Kauf … Anders als Johannes der XXIII. ist Ratzinger ein Musterprodukt der katholischen Gewächshauskultur, ohne jede echte Lebenserfahrung. Aufgewachsen im abgeschotteten Dunstkreis von Internaten, Konvikten, Seminaren und Papalinstituten. Was für ein Obskurantismus, welche Bigotterie im Schatten solcher Anstalten gedeiht, was in Wahrheit hinter den Kulissen in der Welt des Klerus an Paranoia und Neurosen wuchert, das übersteigt die Vorstellungskraft normaler Alltagsmenschen, seien sie nun Protestanten, Agnostiker oder katholische Laien. Allenfalls “Fellinis Roma” und solche Vorkommnisse wie aktuell die um die Piusbruderschaft lassen ahnen, welcher Grufthauch durch diese Kreise weht. Josef Ratzinger – so darf man nach Sichtung seiner Dienstzeit als Glaubenschef, seiner Sympathien, Rundschreiben, Verfahren und Prozesse, – kurzum seines gesamten Systems -, begründet sagen – ist der GAU auf dem Stuhl Petri.[…]

Der Aufstieg der Santa Mafia

Unter der Ägide von Papst Johannes Paul II. eroberte der katholische Geheimbund Opus Dei in der Kirche eine Schlüsselposition. Bestimmen Anhänger der reaktionären Organisation unter den Kardinälen den Nachfolger Wojtylas auf dem Stuhl Petri?

Peter Hertel: „Schleichende Übernahme: Das Opus Dei unter Papst Benedikt XVI“

S. 34: Aussage zum heute Heiligen Josemaria Escriva: […]Er habe „Nazideutschland als einen Kreuzzug gegen den Kommunismus“ gesehen. Es habe für ihn nicht „Hitler gegen die Juden, … die Slawen, sondern Hitler gegen den Kommunismus“ geheißen. Der neue Heilige habe ihm gesagt, „wenn die Leute behaupteten, Hitler habe sechs Millionen Juden getötet, dann übertrieben sie. So schlecht sei Hitler nicht gewesen. Er könne nicht mehr als drei oder vier Millionen Juden getötet haben[…]

Mit direktem Draht zum Papst

Wie fundamentalistische Kräfte den Vatikan steuern

In Berlin stärkt der Papst den schwarzen Block

[…]Die Ernennung des Kölner Weihbischofs Rainer Maria Woelki zum Berliner Erzbischof stärkt den konservativen Flügel des deutschen Episkopats um Kardinal Joachim Meisner. Zwar ist Woelki, anders als sein Förderer Meisner, nicht durch polarisierende Wortmeldungen aufgefallen, aber inhaltlich passt kein Blatt Papier zwischen den neuen Oberhirten von rund 400 000 Katholiken in Berlin, Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern und Meisner, dem Mann an der Spitze der größten und bedeutendsten deutschen Diözese mit 2,1 Millionen Seelen. Beide sehen das Heil der Kirche in „kleinen Gemeinschaften des Glaubens“, in einem „Christentum der Entscheidung“, beide begegnen dem von Erzbischof Robert Zollitsch initiierten Dialogprozess mit Skepsis. Sie möchten „heiße Eisen“ wie Zölibat, Frauen-Diakonat und Sexualmoral fernhalten. Ein „geistlicher Dialogprozess“, das ist die Kölner und bald auch die Berliner Linie … Er war sieben Jahre (1990 bis 1997) Sekretär von Meisner, der Gemeinschaften unterschiedlicher Schattierung gefördert hat, neben dem Opus auch die Legionäre Christi und die neokatechumenale Bewegung … Auch in Bayern sind zuletzt fast nur Bischöfe zum Zuge gekommen, die der Meisner-Linie folgen: Kardinal Reinhard Marx in München, Gerhard Ludwig Müller in Regensburg, Wilhelm Schraml in Passau, Ludwig Schick in Bamberg und Friedhelm Hofmann in Würzburg … Auch der 2010 nach einer Ohrfeigen- und Geldaffäre zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa gehörte zum „schwarzen Block“[…]