Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Klerikale Abrechnung mit den „Ungehorsamen“
[…]Wien (kath.net) Wird es Konsequenzen für die Mitglieder der „Pfarreriniative“ geben, die vor einigen Tagen einen umstrittenen Aufruf zum Ungehorsam veröffentlicht haben. Kath.Net hat berichtet. Jetzt werden zumindest die Rädelsführer der Gruppierung rund um den ehemaligen Wiener Generalvikar Helmut Schüller zum Wiener Kardinal Christoph Schönborn zitiert, wie die „Presse“ berichtet. Schönborn soll auch ein Schreiben vorbereiten, das sich an alle Priester der Erzdiözese Wien richtet. Darin soll laut „Presse“ der Aufstand zumindest indirekt angesprochen werden.[…]

Zollitsch: Was das wohl heißen soll? …
[…]Der Erzbischof von Freiburg sagte wörtlich: „Es gibt keine Garantie, dass sich Werte nicht erneut in ihr Gegenteil verkehren. Es braucht unseren Einsatz, sie lebendig zu halten, sie von Generation zu Generation weiterzugeben, ihren Wert für unser Zusammenleben denen klarzumachen, die sie für selbstverständlich – und dann bald für überflüssig – halten. Das ist der Auftrag an uns, als Bürger und als Christen.“[…]

Senioren-Union auf Fundi-Religioten-Kurs
[…]Die Senioren-Union der CDU hat Kritik an der Partei geübt. Grundsätze und Wertegerüst der Union würden im politischen Alltag „immer mehr verschwimmen“, heißt es in einem Manifest „Kultur des Lebens“, das der Vorstand der mit 57.000 Mitgliedern zweitstärksten Bundesvereinigung der CDU am 5. Juli in Berlin beschlossen hat. Das Manifest soll einen nachhaltigen Anstoß zu einer breiten Werte-Diskussion in Partei und Gesellschaft geben. Die Frage, „was den christdemokratischen Kern der CDU heute wirklich noch ausmacht“, werde zwar immer öfter gestellt, aber immer seltener beantwortet, heißt es. „Spitzenakteure“ der CDU sprächen gerne davon, dass die Kernideen und Werte der Partei immer wieder in die neue Zeit übersetzt werden müssten. „Dem stimmen wir mit einer Ausnahme zu: Das christliche Menschenbild ist zeitlos und davon ausgenommen“, so die Senioren-Union. Mit Worten des ersten Bundeskanzlers in Deutschland, Konrad Adenauer (1876-1967), fordert die Organisation: „Christen müssen vor allem eines, nämlich führen!“ Diesen Anspruch dürfe die CDU nicht aufgeben – unabhängig von aktuellen Stimmungen oder rückläufigen Mitgliederzahlen in den beiden großen Kirchen. Die Senioren-Union fordert ihre Mutterpartei auf, konsequent „am ‚C’ orientiert“ politisch zu handeln.  CDU beim Lebensschutz „nicht mehr konsequent“: In dem Papier werden Abtreibung, Präimplantationsdiagnostik (PID), Stammzellenforschung und aktive Sterbehilfe abgelehnt. Dies sei mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar. Man lehne die „Tötung noch nicht geborener, wehrloser Kinder grundsätzlich ab“. Die CDU dagegen sei in dieser Frage „leider nicht mehr konsequent“. Der Staat sei verpflichtet, sich schützend vor das ungeborene Leben zu stelle.[…]

Berlin muss fundi-christlich werden, na klar
[…]Als „eine gute und hoffnungsvolle Nachricht“ wertet der Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU (AEK) die Ernennung von Rainer Maria Woelki zum Erzbischof von Berlin. Die Hauptstadt bekomme einen „klugen, umsichtigen und glaubensstarken Erzbischof, der vor allem für die geistliche Dimension dieses so wichtigen Dienstes ein deutliches Signal setzen kann“, erklärte AEK-Sprecher Martin Lohmann am Dienstag in Bonn. Den Kölner Weihbischof, der sich am gleichen Tag erstmals in Berlin der Presse stellte, bezeichnete Lohmann als treuen Vertreter des Papstes. Woelki sei ein „Gewinn für die gesamte Kirche in Deutschland, die in erster Linie den Auftrag hat, die Frohe Botschaft von der Gegenwart Gottes mitten in unserem Leben mutig und klar zu verkünden“. Zugleich nannte Lohmann die von politischer Seite aus geäußerte Kritik an Woelki und seiner Einstellung etwa zu Homosexualität und konservativen katholischen Gruppierungen bedauerlich. Gerade in Berlin werde eine entschiedene Stimme der Kirche dringend benötigt, „die über den Tellerrand politischer oder sozialer Denkweisen hinausweist“.[…]

GRÜNE fordern Homo-Ehe
[…]ie Grünen feiern ihren Beitrag zu 10 Jahre Lebenspartnerschaftsgesetz (2001) und fordern nun die Anerkennung ihres Gesetzesentwurfes zur Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare. Claudia Roth, Bundesvorsitzende, und Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, fordern in einer Presseerklärung, dass „auch gleichgeschlechtliche Paare“ endlich heiraten dürfen.“ Der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare von der Eheschließung stelle „eine konkrete und symbolische Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität dar.“ Gleiche Liebe verdiene gleichen Respekt, vertreten Roth und Beck. Es gehe um die rechtliche „Gleichstellung von Lesben und Schwulen“ und um „den Abbau verbleibender Diskriminierung – im Sozial- und Steuerrecht, für Beamtinnen, Beamte und Regenbogenfamilien“. „Viele europäische Länder“ hätten Deutschland in diesem Punkt überholt.[…]

Woelki erklärt sich
[…]Woelki sagte bei seiner Vorstellung am Dienstag in Berlin, die Kirche sei keine Moralanstalt, „die mit dem Zeigefinger herumfuchtelt“. Seine Meinung zur Homosexualität gründe indes auf dem Katechismus der katholischen Kirche. Praktizierte gleichgeschlechtliche Liebe sei „aus katholischer Sicht vor Gott nicht geordnet“, so der bisherige Kölner Weihbischof. Trotzdem wolle er über die Menschen kein Urteil fällen und ihnen mit Respekt begegnen. Er strecke auch dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit seine Hand aus. Der SPD-Politiker ist bekennender Homosexueller … Eine Mitgliedschaft in der katholischen Priester-und Laienbewegung Opus Dei verneinte Woelki. „Das ist nicht meine geistliche Heimat“, sagte der Geistliche, der an der zum Opus Dei (Werk Gottes) gehörenden Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom promoviert hat. „Ich bin einfach normal katholisch geblieben.“ Trotzdem schätze er die Arbeit der Bewegung wie die vieler anderer katholischer Orden. Das Opus Dei leiste „gute Arbeit“ in vielen Regionen der Welt. Der Bund gilt als ultrakonservativ. Da in Berlin mehr Protestanten als Katholiken lebten, liege ihm viel an der ökumenischen Zusammenarbeit, sagte Woelki. „Ich will das uns Verbindende herausarbeiten und betonen“, sagte der gebürtige Kölner. Über Unterschiede in den verschiedenen Konfessionen werde er sich aber auch nicht hinwegsetzen können … Der künftige Erzbischof machte sich darüber hinaus für das inzwischen auch innerkirchlich umstrittene Gebot der Ehelosigkeit von Priestern stark. Der Zölibat sei eine im wahren Sinn „evangelische, also dem Evangelium folgende“ Lebensform, sagte Woelki. „Ich halte das für angemessen.“[…]

Das war doch klar, einen ernsthaften Dialog gibt es in Diktaturen nicht
[…]Mannheim/München. Wenige Tage vor Beginn der Dialoginitiative der Deutschen Bischofskonferenz sehen sich reformkatholische Gruppen ausgesperrt. Zu dem Treffen an diesem Freitag und Samstag in Mannheim seien sie gar nicht erst eingeladen worden, kritisierten am Dienstag Basisgruppen wie „Wir sind Kirche“ und „Kirche von unten“. In einem in München veröffentlichten Brief bezweifelten sie, dass die Runde tatsächlich die „vielstimmige Bandbreite der katholischen Kirche in Deutschland“ spiegele. In Mannheim sollen rund 300 Katholiken über den Glauben und die Zukunft der Kirche diskutieren: 30 Mitglieder der Bischofskonferenz sowie haupt- und ehrenamtliche Vertreter aus den 27 Diözesen[…]

Glauben tun die Piusse schon richtig, ihnen fehlt nur der B16-RatzeBene Gehorsam
[…]Der Schismatiker Richard Williamson gehört nicht zur katholischen Kirche. Das stellt das Bistum Regensburg in einer Pressemitteilung klar. Anlässlich der unerlaubten Priesterweihen der Piusbruderschaft vom vergangenen Wochenende weist der Pressesprecher des Bistums darauf hin, dass Treue und Gehorsam zum Nachfolger Petri unbedingt Kriterium für die volle Zugehörigkeit zur Kirche seien. Der Ort der Priesterweihen – Zaitskofen – liegt im Bistum Regensburg. Es sei als ein „Akt des Schismas“ zu sehen, so der Pressesprecher, wenn die Bischöfe der Piusbruderschaft ohne ausdrückliche Beauftragung des Papstes und ohne Erlaubnis des Ortbischofs Priester weihen.[…]

Reaktionärer Hardliner-Nachschub
[…]Am 2. Juli 2011, dem liturgischen Festtag des Unbefleckten Herzens Mariens, spendete Msgr. Giuseppe Bertello, Nuntius des Heiligen Stuhls in Italien, 42 Ordensleuten der Legionäre Christi die Diakonweihe. Sie stammen aus sieben verschiedenen Ländern: 15 Mexikaner, 13 Nordamerikaner, fünf Brasilianer, vier Kolumbianer, zwei Italiener, ein Spanier[…]

Neuer EKD-Job für Käßmann
[…]Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihre frühere Ratsvorsitzende Margot Käßmann erstmals seit deren Rücktritt im Februar 2010 wieder mit einer Aufgabe betraut. Die 53-Jährige wird Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, wie die EKD bestätigte. Käßmann soll die neue Tätigkeit im Frühjahr antreten[…]

Kirchenleitung gibt Ausbeutung im Arbeitsrecht nicht auf, logisch
[…]Die mecklenburgische Kirchenleitung ist weiterhin gegen Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften innerhalb der geplanten Nordkirche. Die Kirchenleitung beschloss am Wochenende, auch nach einer Fusion von nordelbischer, mecklenburgischer und pommerscher Landeskirche am sogenannten dritten Weg festzuhalten, teilte Kirchensprecher Christian Meyer am Montag in Schwerin mit. Danach werden für kirchliche Mitarbeiter wie Küster, Erzieherinnen oder Verwaltungsangestellte in Mecklenburg und Pommern die Gewerkschaften auch weiterhin nicht am Verhandlungstisch sitzen. In Nordelbien gibt es dagegen Tarifverträge, die von Gewerkschaften und dem kirchlichen Arbeitgeberverband ausgehandelt sind. Zum Arbeitsrecht sind im Verfassungsentwurf und Einführungsgesetz zur Nordkirche bislang trennende Arbeitsrechtsregelungen bis 2018 mit anschließendem Veto-Recht der künftigen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern vorgesehen. Rund 400 Mitarbeiter aus Nordelbien, Mecklenburg und Pommern hatten zuletzt Mitte Mai Tarifverträge ab Pfingsten 2012 gefordert. Bereits Anfang 2008 hatten Mitarbeiter aller drei Landeskirchen in einer „Güstrower Erklärung“ ein einheitliches Arbeitsrecht mit kirchlichen Tarifverträgen für die gesamte Nordkirche verlangt. Die 2,3 Millionen Mitglieder starke Nordkirche wird die fünftgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland. Ihr offizieller Name ist Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland[…]

1 Comment

  1. Zum Thema „Senioren-Union: Wertegerüst der CDU verschwimmt“.
    Natürlich ist diese Altersgruppe heute noch das Rückgrat der Katolibanorganisation und auch der CDU. Sie sind ja auch als Nächste an der Reihe ins Paradies oder in die Hölle zu fahren. Es macht auch keinen Sinn alte Bäume zu verpflanzen. Dass es aber immer noch junge Menschen gibt, die die Leimruten nicht sehen, mit denen sie gefangen werden, ist mir unverständlich. Siehe kath. Weltjugendtag.

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