PID-Protest in der Tradition des Nazi-Widerstands?


Quelle: domradio.de

„Es wird Leben getötet“
Bischof Genn sieht PID-Protest in der Tradition von Nazi-Widerstand von Galens

domradio.de

Eine „ungeheure Pervertierung“ des Gebotes der Nächstenliebe in der PID-Frage wirft Felix Genn Bundesfamilienministerin Schröder vor. Er fühle sich mit seinem Protest in einer Linie mit Kardinal von Galens Widerstand, erklärt der münstersche Bischof im domradio.de-Interview.

domradio.de: Sie haben gesagt, die PID als Frage der Nächstenliebe zu bezeichnen sei eine „ungeheure Pervertierung“ des biblischen Liebesgebotes – warum?
Bischof Genn: Ich habe diese Aussage gemacht im Zusammenhang der großen Prozession. Und dabei habe ich an das Engagement von Kardinal von Galen erinnert. Ich fühle mich in der Linie seines Protestes vor 70 Jahren herausgefordert, auch der Bundesfamilienministerin heute zu widersprechen, weil ich nicht davon überzeugt bin, dass man das Liebesgebot dadurch erfüllt, dass man Embryonen tötet. Es gibt auch andere Mittel, die die christliche Nächstenliebe in ihrer Kreativität wecken würde, um solchen Paaren zu helfen, die sonst die PID wählen würden.

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10 Comments

  1. Ein grotesker Unsinn. Leider wird sogar (mehr oder weniger explizit, etwa wenn das als Entscheidung über wertes und unwertes Leben hingestellt wird) zur Stunde im Bundestag mit diesen schlicht falschen Vorwürfen hantiert, nahezu von jedem PID-Gegner, den ich bis jetzt gehört habe. Falls es jmd. interessiert, ich hab in meinem blog etwas zu diesem unentwegt neu-aufgetischtem „Argument“ geschrieben. ( http://derblindehund.wordpress.com )

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  2. @ Sospetto

    Wie kommst Du nur drauf, dass ein Bischof onanieren könnte ? Bischöfe onanieren nicht…sie lassen onanieren !

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  3. @myron:

    Nicht Gott hat uns das aufgehalst! Das war Eva, Satan, die sprechende Schlange, Willensfreiheit und Gottes Wege sind … wissenschon.

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  4. Wenn, theologisch gesprochen, Genns Gott die Erbkrankheiten nicht in die Welt gesetzt hätte, dann würde sich die ganze PID-Debatte erübrigen. Ach ja, Herr Genn, warum hat ihr angeblich allgütiger und allliebender Gott eigentlich Erbkrankheiten erschaffen?

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  5. „Es wird Leben getötet“ – Jedes Antibiotikum tötet Leben. Soll der Einsatz von Antibiotika im Kampf gegen Krankheiten deshalb verboten werden?

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  6. Eine Zygote (befruchtete Eizelle) ist zwar insoweit menschliches Leben, als es sich um dabei um ein Human-DNS-haltiges organisches Gebilde handelt. Daraus folgt aber nicht, dass es sich dabei um ein einzelnes menschliches Lebewesen, ein einzelnes menschliches Tier, einen einzelnen Menschen handelt. In meinen Augen beginnt ein eigentliches menschliches Individuum nicht vor Ende der dritten/Anfang der vierten Entwicklungswoche zu existieren. Davor existiert lediglich ein Protoembryo und kein eigentlicher Embryo.

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  7. Bischof Genn hat sich wohl noch nie sellbst befriedigt und Millionen von sehr lebendigen Samenzellen dabei wissentlich getötet. Ich hoffe er kann sich selbst von diesem Massenmord freisprechen. Vermutlich ist er selbst aber einer von denen, die sich ihre Sexualnot durch die Rippen schwitzen.
    Diese Debatte eignet sich doch wieder mal hervorragend Menschen die Angst vor dem geistigen Verderben und somit den Verlust des Paradieses zu predigen. Alte Männer mit wehenden Rockschößen und erhobenem Zeigefinger sind für mich nur lächerliche Figuren, aber kein Maßstab.

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