Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Österreich: Missbrauchsopfer begeht Selbstmordversuch
[…]Jene heute 45-jährige Frau, die gegen mehrere Geistliche Anzeige unter anderem wegen sexueller Nötigung erstattet hatte, hat laut der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt am vergangenen Donnerstag einen Selbstmordversuch unternommen und nur durch das rasche Handeln der Rettungskräfte überlebt. Auslöser dafür sei die offizielle kirchliche Reaktion auf die Zurücklegung der Anzeige gewesen, hieß es in einer Aussendung der Plattform, die die Frau betreut, am Sonntag … Am Donnerstag hatte schließlich die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen alle drei Geistlichen eingestellt, im Fall Maasburgs seien die Vorwürfe bereits verjährt gewesen und zudem sei auch der Tatbestand der sexuellen Nötigung nicht objektiv erfüllt, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Auch im Falle Schönborns und des Tiroler Paters wurde die Anzeige nicht weiter verfolgt. In einem Abschiedsbrief habe die Frau die Vorwürfe gegen Maasburg bekräftigt, ebenso an Kardinal Schönborn, erklärte die Plattform am Sonntag. „Es gibt keine Gerechtigkeit. Alles was ich über Maasburg gesagt habe, stimmt. Vor Gott wird er das, was er mir angetan hat, nicht verschweigen können. Auch Kardinal Schönborn wird sich verantworten müssen, dass er mir nicht geholfen hat“, schreibt die Frau darin.[…]

B16-RatzeBenes Märchenstunde: Diese schrecklichen Menschen, die die einzige Wahrheit einfach nicht erkennen wollen
[…]Der Papst erläuterte den Gläubigen, dass sich Jesus mit dem Sämann identifiziere, der den guten Samen des Wortes Gottes aussäe. Er bemerke die unterschiedlichen Wirkungen, die er erreiche, je nach der Art der Aufnahme, die der Verkündigung vorbehalten werde. Es gäbe da den, der das Wort oberflächlich höre, es aber nicht annehme; ein anderer nehme es für den Augenblick an, verliere aber alles aufgrund mangelnder Ausdauer. Wieder ein anderer werde von den Sorgen und Verführungen der Welt überwältigt, „und dann gibt es den, der es hört und aufnimmt wie ein guter Boden: hier trägt das Wort Frucht in Fülle“ … Den heiligen Johannes Chrysostomus zitierend erklärte der Papst, dass Jesus diese Worte in der Absicht ausgesprochen habe, seine Zuhörer zu sich zu ziehen und sie anzuregen, dies mit der Versicherung, dass er sie heilen werde, wenn sie sich an ihn wendeten. „Das wahre Gleichnis Gottes ist im Grund Jesus selbst, seine Person, die im Zeichen der Menschheit die Gottheit verbirgt und gleichzeitig offenbart“, so Benedikt XVI: „Auf diese Weise zwingt uns Gott nicht, an ihn zu glauben, sondern er zieht uns zu sich mit der Wahrheit und der Güte seines menschgewordenen Sohnes: die Liebe nämlich achtet immer die Freiheit“ … Die Urlaubszeit, in der in diesen Wochen viele Menschen Erholung suchen, ist auch eine Einladung, Gottes Schöpfung bewusster wahrzunehmen. Dazu hören wir heute in der zweiten Lesung ein Wort des heiligen Paulus: „Die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Röm 8,19). Die Erlösung, die uns in Jesus Christus geschenkt ist, bedeutet Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und allem, was Gott geschaffen hat. Er will, dass wir frei werden von zerstörerischer Habgier und falschen Bindungen, dass wir als neue Menschen, als seine Söhne und Töchter leben und so der Welt seinen Frieden bringen[…]

Interreligiöses Treffen in Assisi, Oktober 2011: Ungläubige Satansbräten sind weder Dialog- noch Friedensfähig, man muss sie aber einladen, damit sich Gläubige ihrer Degeneriertheit und fehlenden Authentizität bewusst werden
[…]Die interreligiöse Situation hat auch dazu geführt, dass die Religion, die im heutigen öffentlichen Mainstream nicht selten als gesellschaftlich irrelevanter oder sogar lästiger Faktor betrachtet und deshalb an den Rand des gesellschaftlichen Lebens abgedrängt zu werden pflegt, wieder zu einem Thema im öffentlichen Diskurs geworden ist. In dieser Entwicklung darf man eine verheißungsvolle Erscheinung wahrnehmen, weil eine Gesellschaft, die dem Göttlichen gegenüber verschlossen ist, interreligiös nicht dialogfähig sein wird, wie Papst Benedikt XVI. in seiner berühmten Vorlesung in Regensburg im Jahre 2006 mit klaren Worten hervorgehoben hat: „Eine Vernunft, die dem Göttlichen gegenüber taub ist und Religion in den Bereich der Subkulturen abdrängt, ist unfähig zum Dialog der Kulturen“ … Auch wenn es im interreligiösen Dialog nicht um solche Einheit gehen kann, sondern um gegenseitige Achtung, Förderung des wechselseitigen Verstehens und solidarisches Zusammenwirken im Aufbau einer friedlichen und gerechten Welt, so steht und fällt auch der interreligiöse Dialog mit konkreten Gesten der Versöhnung, und zwar in der Überzeugung, dass Friede nur dort entstehen kann, wo nicht Hass und Gewalt, sondern gegenseitiges Verstehen und friedliche Zusammenarbeit den Weg in die Zukunft weisen und deshalb der Friede das gemeinsame Bestreben aller Religionen ist. Von daher leuchtet auch der eigentliche Grund auf, dass Papst Benedikt XVI. das Treffen in Assisi unter das menschheitliche Leitwort der Pilgerschaft stellt, und zwar einer konkret benennbaren: „Pilger der Wahrheit, Pilger des Friedens“. Friede ist nur dort möglich, wo Menschen sich als authentische Gott-Sucher auf den Weg der Wahrheit machen. Denn der Friede liegt in der Wahrheit selbst, wie Papst Benedikt XVI. bereits in seiner ersten Botschaft zur Feier des Weltfriedenstages 2006 hervorgehoben hat, „dass der Mensch, wo und wann immer er sich vom Glanz der Wahrheit erleuchten lässt, fast selbstverständlich den Weg des Friedens einschlägt“… Die geschichtliche Erfahrung zeigt zur Genüge, dass die Leugnung der Wahrheit oder auch die Gleichgültigkeit ihr gegenüber bereits das Gift des Unfriedens in die menschlichen Beziehungen einspritzen und dass umgekehrt wirkliche Begegnung der Religionen gerade nicht durch Verzicht auf die Wahrheit, sondern nur durch ein vertieftes Eingehen in sie hinein möglich ist. Mit dieser grundlegenden Einsicht soll das Treffen in Assisi in erster Linie ein „Tag der Reflexion“ sein … Die Einkehr in den Frieden mit Gott, der die Quelle allen Friedens, ja selbst der Friede ist, ist der entscheidende Weg, auch den Frieden zwischen den Menschen, Nationen und Völkern zu finden. Es ist kein Zufall, dass Jesus die Zumutung der Feindesliebe mit der Aufforderung zum Gebet verbindet. Das Gebet erweist sich so als Intensivstation der Versöhnung. Nur der Weg zum inneren Frieden mit Gott erweist sich als Weg, auf dem auch äußere Taten des Friedens zwischen Menschen und Völkern möglich werden.[…] […]Aus diesem Grund und als Neuheit bei dem bevorstehenden Treffen seien Persönlichkeiten aus der Welt der Wissenschaft und Kultur, die sich als Nicht-Gläubige oder Nicht-Religiöse bezeichnen, ebenfalls zur Teilnahme eingeladen worden. Kardinal Bertone führte diese Entscheidung nicht nur auf die Tatsache zurück, dass der Friede „die Verantwortung aller, Gläubiger und Nichtgläubiger, ist“, sondern ein noch tieferer Grund dahinter stehe: „Wir sind überzeugt, dass die Überzeugung eines Menschen, der nicht glaubt oder für den es schwer ist zu glauben, eine heilsame Rolle für die Religionen als solche spielen kann und beispielsweise dazu verhelfen, ihnen eine mögliche Degeneration oder fehlende Authentizität vor Augen zu führen.“[…]

Für Muslime im Ramadan beten, damit sie Christen gegenüber lieb sind
[…]Im August sollen Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz intensiv für Muslime beten. Dazu haben die Evangelischen Allianzen in den drei Ländern aufgerufen. Sie starten am 1. August die Aktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“, wenn Muslime in aller Welt den Fastenmonat Ramadan beginnen. Das 30-tägige Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gehört zu den religiösen Pflichten der etwa 1,2 Milliarden Muslime. Der Verzicht auf Essen und Getränke soll ihnen helfen, ihr Denken und Handeln auf Allah und das Koranstudium auszurichten. Von Christen in islamisch geprägten Ländern wird der Ramadan häufig als Zeit besonderer Anfeindungen erlebt. Nach Ansicht der Initiatoren des christlichen 30-Tage-Gebets soll die Aktion das Wissen über den Islam verbessern und dazu beitragen, dass Christen in der Begegnung mit Muslimen und beim Bekennen ihres Glaubens sprachfähiger werden[…]

Am Pseudo-Dialog in Mannheim nehmen selbstverständlich Vertreter des radikalen Fundi-Katholiban-Packs teil, Reform-Katholiken wie Wir-sind-Kirche sind natürlich ausgeladen, was sonst
[…]Auch wenn sie selten auf den Diözesanlisten auftauchen, kommen die geistlichen Gemeinschaften nicht zu kurz. Einige von ihnen, die bundesweit gut vertreten sind, können auf eine langjährige Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz zurückblicken oder sind sonst stark etwa beim Katholikentag oder in der Jugendarbeit engagiert. Sie sind deshalb auch eingeladen: So ist etwa die Sprecherin der Fokolar-Bewegung für Deutschland, Renata Simon, ebenso mit dabei wie die Apostolatsbewegung Regnum Christi, vertreten durch Christine Reimer aus der Diözese Regensburg. Die Schönstattbewegung in Deutschland repräsentiert ihr Leiter, Pater Lothar Penners. Andere wurden auch schon in den Zukunftsforen auf diözesaner Ebene angehört, eine Beteiligungsmöglichkeit gerade für die, die nicht bundesweit stark aufgestellt sind. Oder sie trafen sich bereits am 11. April in Würzburg mit Erzbischof Robert Zollitsch, eine Begegnung, die die Stärkung der geistlichen Gemeinschaften versprach. Dort nahm etwa Jugend 2000 teil, während in deren Deutschland-Kontaktbüro keine Einladung nach Mannheim eintraf. Oftmals sind einzelne geistliche Gemeinschaften deswegen nicht vertreten, da sich mehrere kleine auf einen gemeinsamen Repräsentanten einigen müssten. „Da diese neuen Charismen ja erst dabei sind, sich in der katholischen Kirche zu konsolidieren, ist es sehr schwierig, aus diesem Kreis Vertreter für all diese verschiedenen Charismen zu bestellen“, erklärt Angela Reddemann von der Missionarischen Fraternität Verbum Dei, deren Gemeinschaft nicht nach Mannheim eingeladen ist. Bei den Orden ist dies leichter, da die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) von der DBK wegen der Vertreterauswahl angeschrieben werden konnte. Es werden sowohl kontemplative als auch tätige Ordensgemeinschaften repräsentiert sein, darunter eine Reihe von Oberinnen und Oberen.Außer dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken wurde als bundesweit relevante Laienvertretung das Forum Deutscher Katholiken eingeladen. Vom 9. bis 11. September findet bereits deren elfter Kongress „Freude am Glauben“ statt. Allerdings durften nur zwei Vertreter kommen. Gerhard Braun vom Vorstand und FDK-Mitglied Gerhard Stumpf nehmen die Einladung wahr. Das Thema Neuevangelisierung ist ihnen ein großes Anliegen: „Diese braucht neben Organisation und der Koordinierung der Kräfte das Gebet und die Opferbereitschaft aller. Das kann geschehen, wenn etwa in den Gottesdiensten ein ständiges Gebet dafür vorgesehen wird, oder auch Formen der eucharistischen Anbetung, die auch die Jugend ansprechen, gepflegt werden“, sagte Professor Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken[…]

Die Sicherheit des Papstes ist nicht göttlich verankert, da müssen unzählige Menschen herhalten
[…]MADRID / SPANIEN (08.07.2011): Beim Weltjugendtag, der im kommenden August in Madrid stattfindet, werden mehr als 10.000 Polizisten und 1.000 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes im Einsatz sein. Der sogenannte „Plan Verano“ der spanischen Regierung wurde am Donnertag veröffentlicht. Der Weltjugendtag der vom 16. bis 21 August stattfindet und auch den Besuch von Papst Benedikt XVI beinhaltet wird zwischen 1 und 1,3 Millionen Besucher aus aller Welt in die Metropole locken, hinzu kommen noch ungefähr eine Millionen Bürger aus Madrid und dem Großraum um Madrid, die ebenfalls an den geplanten Veranstaltungen teilnehmen werden. Um die Sicherheit zu gewährleisten werden 6.150 Beate der Nationalpolizei und der Guardia Civil eingesetzt und weitere 4.000 Polizeibeamte der kommunalen Polizei von Madrid. Aufgrund der hohen Temperaturen die im August zu erwarten sind, werden auch 1.000 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes bereit stehen, die größte Veranstaltung im Rahmen der Weltjugendwoche findet am 20. August auf dem militärischen Teil des Flughafens Cuatro Vientos, 8 km südwestlich des Stadtzentrums, stattfinden[…]

Kretschmann spielt evangelischer Pfarrer
[…]Der katholische Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), hat am Sonntagmorgen in der evangelischen Friedenskirche in Stuttgart gepredigt. Kretschmann war damit einer Einladung der evangelischen Gemeinde gefolgt … «Der Stadt Bestes suchen», bedeutet nach Darstellung Kretschmanns politisch zu sein, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei gelte es, den Maßstab des Allgemeinwohles anzustreben. Das Wort «suchet» zeige, dass man über diesen Grundsatz, was das Beste für die Stadt sei, immer wieder debattieren müsse, betonte der Grünen-Politiker, der auch im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken sitzt. Die Stadt von damals sei heute einerseits die ganze Menschheit, andererseits das lokale Umfeld. In diesem Bemühen um Gerechtigkeit sei es die Aufgabe der Christen für alle Menschen da zu sein. In seiner Predigt vor rund 600 Besuchern des Gottesdienstes erinnerte Kretschmann an christliche Werte wie die Nächstenliebe, die auch in die Verfassung mit dem Schutz der Menschenwürde und dem Gebot des Sozialstaats eingegangen sei. «Der Mensch, wie er geht und steht, ist wichtig». Allen Tendenzen, den Menschen zu «designen», müsse man eine Absage erteilen.[…]

Latinos enttäuschen katholische Kirche, wie traurig
[…]Lateinamerika gilt als der katholische Kontinent: Mit über 500 Millionen lebt dort mehr als die Hälfte aller Katholiken weltweit, Jahrhunderte lang waren Kirche und Glaube fest verwurzelt in Alltag und Kultur. Doch auch auf dem katholischesten aller Kontinente setzt ein gesellschaftlicher Wandel ein. Obwohl sich die Mehrheit der Latinos bei Umfragen noch immer als katholisch bezeichnet, besuchen nur wenige regelmäßig die Messe. Die Zahl der Priester geht zurück und parallel steigt der Zulauf bei den evangelikalen Gruppen: Allein in Brasilien hat sich der Anteil der Katholiken in nur 20 Jahren von 90 Prozent dramatisch auf 64 Prozent reduziert[…]

Katholiken, auf in den Kampf, katholisch sein ist schließlich kein Hobby!
[…]Die katholischen Verbände sollen sich als „geistige und geistliche Räume des Widerstands gegen die Gleichgültigkeit und wachsende Ohne-mich-Bewegung“ in Gesellschaft und Kirche begreifen. Das meint der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Entscheidend sei dabei, „die Botschaft des Evangeliums in den Strom der Zeit zu bringen, auch wenn man gegen den Strom schwimmen muss“, so der Bischof bei einem Gottesdienst zum Tag der katholischen Verbände in seinem Bistum. Das Engagement aus christlichem Geist sei für den Getauften keineswegs nur Hobby, sondern Teilhabe an der Sendung der Kirche.[…]