Religionsfrieden in Österreich


Quelle: uni-graz.at

Wie, fragt man sich als Beobachter, will der Gesetzgeber das unterschiedliche Regime rechtfertigen, wie die erklärte Ungleichbehandlung von gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften, wie die Bevorzugung von älteren Kulten vor neuen?

Von wienblogtaz

Derzeit stehen elf Aufstiegskandidaten in Österreich auf der Liste der staatlich anerkannten Bekenntnisgemeinschaften, darunter Aleviten, Baptisten, Evangelikale, Pfingstler, Hindus und Mennoniten. Mit ihren vor zehn Jahren erhobenen 3.629 offiziellen Bekennern haben die Anhänger Shivas und Vishnus keine Chance mehr am Minoritenplatz. Sikhismus, Rastafite, Voodoo – Synkretismen stehen vor dem Gesetz da wie die schlimmsten Unberührbaren.

Statt Privilegien aufzuheben, schafft der österreischische  Staat ein immer ungerechteres System. Warum will der Gesetzgeber partout den rechtlichsten Status der Weltanschauungsgemeinschaften nicht anheben? Die Gewährleistung der »Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit« stellt ja auch für Atheisten, Agnostiker, Skeptiker und Gleichgültige – also für alle Andersungläubigen – ein wertvolles Gut dar.

weiterlesen

1 Comment

  1. Benito Juárez (1806 – 1872), dem Sohn indianischer Vorfahren und dem späteren Präsidenten Mexikols (vom 1861 – 1872) wird die folgende Erkenntnis zugeschrieben:

    “MAN SOLLTE DEM MENSCHEN ZWEI DINGE WEGNEHMEN – DEN ALKOHOL UND DIE RELIGION!”

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.