Multireligiös, alles andere ist Kappes


Die Johannisschule ist eine ganz normale Grundschule - aber mit Platz für drei Religionen. Foto: evangelisch.de/Thomas Östreicher

Eigentlich eine bestechende Idee: eine Schule, die sich ausdrücklich als „multireligiös“ versteht und Religionsunterricht für Christen, Juden und Muslime anbietet. Was wie ein längst überfälliges Konzept wirkt, wird nun in Osnabrück Wirklichkeit – auf Initiative des katholischen Bistums, aber ohne Beteiligung des evangelischen Kirchenkreises. Wurde da eine Chance vertan?

Von Thomas Östreicherevangelisch.de

Wenn Winfried Verburg von seinem ambitionierten Projekt spricht, leuchten seine Augen. Was wenig überrascht, denn der 53-jährige Leiter der Schulabteilung des Bistums Osnabrück schickt sich an, Geschichte zu schreiben – mit einer privaten Drei-Religionen-Schule, wie sie in anderen Ländern schon lange kein Aufsehen mehr erregt.

„Juden, Christen und Muslime machen gemeinsam Schule“, ist die Informationsbroschüre zum Projekt überschrieben, und genau darum geht es: die jüdische Gemeinde, der islamische Landesverband Schura Niedersachsen e.V., die DiTiB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Osnabrück e.V. und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen unter dem Dach der katholischen Schulstiftung des Bistums Osnabrück am Ort der bisherigen katholischen Bekenntnisschule.

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